Zion Nationalpark: Observation Point und Emerald Pools

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Der erste Stopp auf unserem Roadtrip war der Zion Nationalpark. Dieser ist vor allem für zwei Wanderungen bekannt: Angels Landing und The Narrows. Eigentlich wollten wir diese Trails ja auch machen, entschieden uns in letzter Sekunde aber dagegen (nicht zuletzt aufgrund der dort befindlichen Menschenmassen) und suchten nach einer Alternative. Und die war schnell gefunden. Sie lautete Observation Point und Emerald Pools.

Zugegeben, es war gar nicht so einfach, eine Alternative zu finden. Letztlich berichtet doch jeder nur über Angels Landing. Im Nachhinein sind wir aber wahnsinnig froh, dass wir nicht aufgegeben haben und dass wir uns für den Observation Point entschieden haben. Zion ist nämlich so viel mehr als nur Angels Landing!

Allgemeine Informationen zum Zion National Park

Der Eintritt in den Zion NP kostet 30$ (für bis zu fünf Personen). Wir haben uns den Jahrespass für 80$ gekauft (ebenfalls für bis zu fünf Personen). Wenn ihr durch den Park weiterfahren möchtet, benötigt ihr noch einen Permit für den Tunnel. Dieser liegt bei 15$ (pro Auto). Die Parkplätze sind kostenlos, können sich aber sehr schnell füllen. Selbst Ende Oktober, also in der Nebensaison, füllten sich die Plätze morgens schneller, als wir gucken konnten.

Geht auf jeden Fall IMMER in das Visitor Center. Dort geben euch die netten Ranger nicht nur Auskunft zu den verschiedenen Walks, sondern ihr könnt euch auch über das Wetter informieren (wichtig!). Gerade im Zion kann sich das Wetter schnell endern, Fluten können erwartet werden und können euch auf manchen Trails einfach einsperren. Außerdem steht im Visitor Center, welche Trails derzeit geschlossen sind. Auch nicht allzu schlecht, das vor seinem Start zu wissen, um Enttäuschungen zu vermeiden. 😉

Direkt am Visitor Center befinden sich auch Toiletten und Stationen, wo ihr euer Wasser auffüllen könnte. Geht bitte niemals mit zu wenig Wasser und Essen los! Egal wie kurz die Wanderung euch auch erscheinen mag – Zion ist immer noch Wüste!

Durch den Park fahren kostenlose Shuttle Busse die einzelnen Stationen an. Ihr braucht euer Auto also nicht, um euch innerhalb des Parkes fortzubewegen, sondern nur, um in den Park zu kommen. Von Springdale, der letzten Stadt vor dem Nationalpark, gibt es übrigens ebenfalls einen Shuttle Service, falls die Parkplätze im Nationalpark voll sein sollten. In der Regel mussten wir nie länger als 15 Minuten auf einen Bus warten. Klärt nur vorher, wie lange die Shuttlebusse an dem Tag eures Besuches fahren.

Observation Point – worauf muss ich mich einstellen?

Die Wanderung hoch zum Observation Point ist für ca. 6 Stunden angesetzt, was auch sehr gut hinkommt. Außerdem würden wir euch empfehlen, früh mit dem Track zu starten, denn in den frühen Morgenstunden liegt der größte Teil des Trails im Schatten. Das bedeutet zwar auch, dass es etwas kühler ist, aber es ist deutlich einfacher im Schatten hinaufzuwandern, als in der Sonne. Wir sind zwar verhältnismäßig spät gestartet, aber wir waren sehr froh, dass der Großteil noch im Schatten lag.

Besonders attraktiv macht diesen Trail die abwechslungsreiche Natur.Hier ein Canyon, in dem eure Stimme hallt, da eine Höhle, dort ein Aussichtspunkt, dann mal wieder ein paar Bäume – achja, und lauter Streifenhörnchen dazwischen!

observation point

Wenn ihr oben angelangt seid, dann könnt ihr neben den Streifenhörnchen auch total viele verschiedene Arten von Vögeln sehen. Zum Beispiel haben wir Adler und Raben gesehen. Teilweise flogen die Vögel direkt an uns vorbei, so hoch waren wir! Der Ausblick von hier oben ist wirklich gigantisch. Wir hatten wohl noch nie eine schönere Aussicht für unsere Mittagspause.

Was erwartet mich bei den Emerald Pools?

Die zweite Wanderung, die wir im Zion gemacht haben, war die zu den Emerald Pools. Sie ist eine verhältnismäßig leichte Wanderung, die auch Familien machen können. Insgesamt gibt es drei Pools: den Lower Pool, den Middle Pool und den Upper Pool.

Gleich zu Beginn des Trails liefen wir einfach mal an einem Reh vorbei. Das stand direkt neben dem Trail und graste gemütlich. Es ließ sich gar nicht von uns stören und wir konnten es in Ruhe beobachten. Wir standen so nah, dass wir es hätten anfassen können. Ein Wahnsinns Gefühl!

Die Pools waren jeder für sich einzigartig. Da es in letzter Zeit nicht viel geregnet hatte, trugen natürlich auch die Wasserfälle nicht allzu viel Wasser. Das hat den Ort aber keineswegs weniger schön gemacht! Im Upper Pool spiegelte sich die Landschaft dann herrlich, was uns ein wenig verzaubert hat.

emerald pools

Der Walk zu den Emerald Pools ist ein One Way Track. Wer gerne noch ein Stückchen wandern möchte, kann aber ganz einfach einen Loop daraus machen. Ihr lauft einfach den Kayenta Trail entlang. Dieser verläuft am Angel River entlang. Unten angekommen könnt ihr dann entweder in den Shuttle steigen oder, so wie wir noch den Grotto Trail laufen und eine Station später in den Shuttle steigen. Der Trail war aber zugegebenerweise nicht wirklich spektakulär. Aber hey, gegen ein bisschen Bewegung haben wir ja nichts.

 

 

2 Kommentare

  1. Hi Janna,

    großartige Bilder! Ich hatte bei meinem Roadtrip durch die USA leider viel zu wenig Zeit im Zion Nationalpark und verfolge seither die Beiträge über die vielen Möglichkeiten, die dieser Park bietet. Denn auch wenn ich nur einen Tag dort war: Das war mein liebster Park.

    Angels Landing steht auch immer mit einem großen Fragezeichen auf meiner Liste, denn auch hier lässt die Höhenangst grüßen. Ist der Weg zum Observation Point auch gut zu leisten, wenn man es mit Höhen nicht so hat?

    Liebe Grüße
    Magdalena

    1. Oh, wir hatten auch viel zu wenig Zeit. Wir waren 1,5 Tage dort und mir persönlich hat es dort auch am besten gefallen im Vergleich zu den anderen Nationalparks in denen wir waren.

      Ich könnte mir vorstellen Angels Landing eventuell beim nächsten Besuch zu machen, aber es gibt dort auch noch so viele andere Möglichkeiten. Auf jeden Fall würde ich dort zusehen es außerhalb der Saison zu machen: denn selbst bei uns im Oktober war es am Wochenende noch brechend voll. Gerade bei Angels Landing.

      Da ich diejenige bin, die am meisten Höhenangst hat (und sogar auf dem Rockefeller Center Schwierigkeiten hatte): für mich war es gut machbar. Es gibt zwar auch dort Stellen, an denen einen die Höhe bewusst wird, aber insgesamt fand ich es nie wirklich beängstigend. Die Wanderung an sich ist recht anspruchsvoll und anstrengend. Man sollte sie nicht unterschätzen!

      Ich persönlich würde jemanden mit Höhenangst eher Observation Point empfehlen als Angels Landing (auch wenn ich das selbst nicht gemacht habe). Da muss man sich glaube ich auch rantesten. Es geht auf jeden Fall deutlich hoch hinaus: von den Höhenmetern sind es mehr als bei Angels Landing, aber ich glaube der Weg ist an sich leichter gestaltet, da er nicht über so einen schmalen Kamm geht.

      Ich hoffe, ich konnte etwas helfen! 🙂

      Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr
      Janna!

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