USA – unsere Reisekosten und Spartipps

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Dreißig Tage in einem der eher teureren Länder liegen hinter uns. Während wir hier jede Menge Spaß hatten, haben wir auf der anderen Seite erwartungsgemäß auch mehr Geld ausgegeben, als in Mexiko und Belize. Und wir müssen auch zugeben: die Vereinigten Staaten sind absolut kein Backpacker-Ziel! Insgesamt beliefen sich unsere Reisekosten in den USA bei 30 Tagen auf einen Tagesdurchschnitt pro Person von 48,33€.

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Dabei sind wir einmal durch das ganze Land gereist. Angefangen haben wir sogar in Kanada (da wir dort insgesamt sechs Tage in Toronto und Niagara verbracht haben, haben wir das einfach mal zu Amerika dazu gerechnet – das Preisniveau ist ja ähnlich hier), sind dann Richtung New York über Chicago in den Westen des Landes, wo wir uns einmal einen Mietwagen, einmal sogar ein Wohnmobil gemietet haben, um zu den verschiedenen Orten zu kommen. Zusammengefasst: einmal eine Rundreise durch ein großes Land. Was genau wir dafür für die verschiedenen Posten ausgegeben haben, erklären wir euch nun.

Die Übersicht – unsere Reisekosten in den USA

Reisekosten in den USA

Essen: 337,75€ insgesamt oder 11,26€ pro Tag (und Person)

Günstig in Amerika zu essen war wahrlich nicht einfach – insbesondere, wenn man sich auch gesund ernähren wollte. Fastfood ist hier nämlich in der Tat ausgesprochen günstig, sogar günstiger als Obst und Gemüse! Zwar haben wir versucht, günstig zu essen (und hatten natürlich auch nichts gegen ein bisschen Fastfood hin und wieder mal einzuwenden), aber wir haben auch versucht, uns ausgewogen zu ernähren und haben somit regelmäßig Obst und Gemüse gekauft, was erschreckenderweise die Gesamtsumme fürs Essen nach oben getrieben hat.

Insbesondere, da wir für eine Woche ein Wohnmobil mit eigener Küche gemietet hatten, konnten wir in dieser Zeit jede Menge fürs Essen sparen, indem wir selbst kochten. Auf der anderen Seite haben wir es uns dafür aber in der letzten Woche, in Kalifornien, öfter mal gut gehen lassen. So waren wir zum Beispiel auch mal schön in der Cheesecake Factory und co. essen. In den Städten, insbesondere in New York, waren die Supermärkte teilweise teurer, als einfach irgendwo schnell und günstig essen zu gehen. Walmart hingegen hat durchaus dasselbe Preisniveau wie unsere deutschen Supermärkte. An dieser Stelle noch einmal der Nudelvergleich: in den Städten in den Walgreens und co. lag eine Packung Nudeln schnell bei 2,50$, im Walmart hat man Nudeln schon für 0,50$ bekommen.

So könnt ihr eure Reisekosten in den USA beim Essen niedrig halten

01: Wer in Toronto ist, der sollte unbedingt in Chinatown einkaufen gehen. Wir sind immer noch hin und weg, wie günstig es dort doch war! Wir haben Gemüse für eine Gemüsepfanne für drei Personen eingekauft und insgesamt gerade mal 2,88$, also umgerechnet 1,90 Euro gezahlt (ja, für drei Personen)– und das Gemüse war super Qualität und wir sind alle drei megamäßig satt geworden!

02: Wenn ihr in Niagara Town seid, dann können wir euch nur wärmstens empfehlen, die Hauptstraße zu verlassen und ein wenig außerhalb nach Restaurants zu suchen. Dort war es (wenig überraschend) sooo viel günstiger und sooo lecker!

03: Ich erwähnte es ja schon, in New York kann man eigentlich fast schon mehr sparen, indem man an den vielen Ständen frühstückt, anstatt sich selbst welches in der Unterkunft zu machen. Das ist natürlich nicht für jeden Morgen etwas, wenn man gerne abwechslungsreich isst. Ein Bagel mit Frischkäse kostet zum Beispiel gerade mal 1,50$…  so günstig kommt man im Supermarkt in den Cities selbst leider nicht an Frühstück.

04: Besonders günstig in New York: die Pizzen! Hier kann man schon für 2-3$ ein vernünftiges Stück bekommen oder für unter 20$ eine riesige Pizza, von der drei Personen platzen. 😀

05: Wie bereits erwähnt, wenn irgendwie möglich, geht im Walmart einkaufen, der ist nämlich auf jeden Fall günstiger!

06: Leitungswasser ist leider nicht das leckerste in den Staaten und die einzelnen Wasserflaschen können schnell ins Geld gehen. Daher unser Spartipp: in jedem Supermarkt gibt es Gallonen (3,78l) Wasser zu kaufen für zwischen 0,60$ und 1,50$ – auf jeden Fall die günstigste Wasseralternative.

07: Noch günstigeres, nämlich kostenloses Wasser, bekommt ihr übrigens an den meisten Flughäfen. In der Regel gibt es nach den Sicherheitskontrollen eine Auffüllstation für Flaschen, sowie in vielen Städten und so ziemlich jedem Nationalpark!

Unterkünfte: 279,05€ insgesamt oder 9,30€ pro Tag (und Person)

Auf unsere Unterkunftsquote bin ich immer noch unglaublich stolz! Dazu muss ich aber auch anmerken, dass wir das nur geschafft haben, da wir ein paar Airbnb-Gutscheine hatten (95€ insgesamt, also quasi 30€ pP noch mal drauf rechnen, um genau zu sein, die ja eigentlich da noch mit drauf kämen).

Hauptsächlich haben wir in Amerika in Airbnbs geschlafen, teilweise auch in Vororten, da das günstiger war. In San Francisco und Chicago hatten wir ein Hostel und sonst waren Motels unsere Freunde. Hier bekam man Übernachtungen schon in einem Dreierzimmer (bzw einem Viererzimmer) für 60€. Viel Reisekosten in den USA konnten wir natürlich außerdem auf unserem einwöchigen Roadtrip sparen, auf dem wir ja im Auto geschlafen haben. Wir haben nur einmal in einem State Park übernachtet, der etwa 6€ pP gekostet hat, ansonsten haben wir immer kostenlose Stellplätze gefunden. Außerdem hatten wir auch insgesamt zwei Nachtbusfahrten und einen Nachtflug in unserem Aufenthalt.

So könnt ihr eure Reisekosten in den USA bei den Unterkünften niedrig halten

01: Insbesondere in New York kann man unglaublich viel sparen, wenn man außerhalb Manhattans nach Unterkünften schaut! Manhattan sprengt die Reisekosten in den USA ja förmlich! Wir hatten es zuerst in Brooklyn versucht, hatten mit drei Personen hier aber nicht allzu viel Glück (das meiste hier war nur für zwei Personen), dafür wurden wir in New Jersey fündig.

02: Zwar nicht das allerbequemste, aber Übernachtfahrten mit dem Bus sparen doch auch immer eine teure Übernachtung!

03: Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist: oftmals findet man kostenlose Plätze an der Straße, an die man sich einfach für die Nacht stellen kann. Das kann auf Dauer die Reisekosten in den USA gut schmälern. Zumindest in Arizona und in Utah ist das ganze sehr locker gehalten (lieber vorher nachschauen, wie das ganze in den jeweiligen Staaten so gehandhabt wird), wir standen teilweise an kleinen Einbuchtungen oder parkten neben den Trucks, die ihre Nächte auf Parkplätzen verbrachten. Eine weitere, günstige Alternative sind State Parks. Die weisen nicht nur alle Facilities der Campgrounds (Duschen, Toiletten, Abwasserstationen und Frischwasser) auf, sondern sind zudem auch meist noch in der faszinierendsten Natur! Eine Übernachtung hier kostet, je nach Statepark, gerade mal zwischen 10 – 20$ pro Auto!

Aktivitäten: 82,35€ insgesamt oder 2,75€ pro Tag (und Person)

Viel haben wir für Aktivitäten nicht ausgegeben, lediglich haben wir die obligatorische Hornblower Cruise bei den Niagarafällen (ca. 20€) mitgemacht (die wir nur wärmstens empfehlen können!), sind natürlich aufs Rockerfeller Center (ca. 34€) (denn es wäre wohl kein New York Trip komplett ohne diesen Ausblick) und haben uns den Annual Pass für die Nationalparks gekauft (ca. 23€ pP), da der bei vier Nationalparks schon wieder günstiger war, als jeden einzeln zu zahlen. Außerdem haben wir in Toronto und Chicago jeweils eine Free Walking Tour mitgemacht, bei der wir zum Schluss natürlich ein kleines Trinkgeld gegeben haben.

So könnt ihr eure Reisekosten in den USA bei den Aktivitäten niedrig halten

01: Falls ihr bei den Niagarafällen beide Seiten, also die kanadische und die amerikanische, besucht (was wir euch nur wärmstens empfehlen können), dann ist die Fahrt von der amerikanischen Seite aus (Maiden oft he Mists) etwas günstiger, als die Hornblower Cruise auf der kanadischen Seite- und beide fahren die selbe Route ab.

02: Die meisten kennen sie vermutlich schon, aber Free Walking Tours sind immer eine tolle Möglichkeit, eine neue Stadt günstig zu erkunden und viele neue Eindrücke mitzunehmen.

03: Wer in New York die Freiheitsstatue etwas dichter sehen möchte, aber keine Unmengen an Geld für die Fähre ausgeben möchte, der kann einfach auf die Staten Island Ferry hüpfen! Das ist inzwischen zwar wirklich kein Geheimtipp mehr, denn jede Menge Touristen sind auf der Fähre anzutreffen, aber egal! Die Staten Island Ferry ist komplett kostenlos und fährt einmal direkt an der Freiheitsstatue vorbei, schöne Blicke inklusive! Natürlich kommt man so nicht direkt auf Staten Island, aber uns hat der Blick schon genügt.

04: Wer sich in Amerika mehrere Nationalparks anschauen möchte, der sollte darüber nachdenken, sich den Annual Pass zuzulegen. Mit dem kann man ein ganzes Jahr lang alle Nationalparks in den Vereinigten Staaten besuchen. Der Eintritt für die Nationalparks liegt zwischen 20 – 30$ pro Auto (also insgesamt fünf Personen), der Annual Pass liegt bei 80$. Damit kann sich dieser also schon ab dem dritten Nationalparkbesuch lohnen. Und: Je mehr Menschen mitkommen, desto günstiger wird es!

Visa: 17,55€ insgesamt oder 0,59€ pro Tag (und Person)

Kurz und knackig: einmal das Esta für Amerika und einmal Eta für Kanada. Außerdem: wer von der kanadischen Seite der Niagarafälle aus auf die Amerikanische Seite möchte, der muss 0,50$ Gebühr zahlen (Unmengen, ich weiß :D)

Transport: 677,23€ insgesamt oder 22,57€ pro Tag (und Person)

Ja, ihr seht, das war mit Abstand unser größter Posten, der unsere Reisekosten in den USA ziemlich nach oben katapultiert hat. Aber wie gesagt: wir sind auch einmal durch die ganzen Staaten gereist. Trotzdem spielen hier noch viele weitere Faktoren mit ein: insgesamt hatten wir zwei Inlandsflüge (New York – Chicago und Chicago – Las Vegas), sind ansonsten mit Bussen von Stadt zu Stadt gereist (bis auf einmal Greyhound immer Megabus), haben in den Städten selbst natürlich auch regelmäßig die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt, hatten einmal ein Wohnmobil gemietet und einmal einen Mietwagen und mussten diese natürlich auch regelmäßig tanken. Da die Transportkosten sich also aus so vielen verschiedenen Transporten zusammen setzen, haben wir die auch noch einmal für euch aufgedröselt.

Reisekosten

Ihr seht, unsere beiden Mietwagen haben uns am meisten gekostet. Unser „Kleinstwagen“ von San Francisco nach Los Angeles lag bei 12,50€ pP und Tag, das Wohnmobil bei knapp 24€. Eine detaillierte Wohnmobilreisekostenerklärung findet ihr in unserem Roadtrip-Artikel.

Sprit für die beiden Gefährte hielt sich gut in Grenzen. Um von San Francisco nach Los Angeles zu kommen haben wir gerade mal 20€ pP gezahlt. Für unseren Roadtrip in der Wüste mit unserem hungrigen Wohnmobil waren es 80€ pP bei insgesamt fast 2.000km.

Die Inlandsflüge haben natürlich auch gut zu Buche geschlagen, aber ohne die ging es eben auch einfach nicht – gut, von New York nach Chicago hätten wir uns noch 24 Stunden in den Bus setzen können, von Chicago nach Vegas wären wir ohne ein Flugzeug dann aber wirklich nicht mehr gekommen!

Wenn wir nicht gerade geflogen sind, dann war es wirklich schon unverschämt günstig dank Megabus von einer Stadt zur anderen zu kommen. Der Public Transport in den einzelnen Städten hat da mit knapp 100€ pP während unserer Zeit in Amerika und Kanada schon mehr reingehauen. Hier sei allerdings auch anzumerken, dass wir von New Jersey nach New York gependelt sind. Bedeutete für uns zwar teurere Bustickets, aber weniger Kosten bei der Unterkunft. Generell sind wir aber auch sehr viel in den Städten gelaufen, haben also meist, wenn überhaupt nur ein Ticket in die Stadt und ein Ticket zurück zur Unterkunft gelöst – einzig in Chicago gabs mal ein Tagesticket weil Regen. 😀

So könnt ihr eure Reisekosten in den USA beim Transport niedrig halten

01: Beim Public Transport unbedingt immer nach Spartarifen Ausschau halten! Tagestickets, gleich zehn Tickets auf einmal kaufen oder aber zum Beispiel auch die Metro-Card in New York lassen einen regelmäßig zumindest ein bisschen sparen. Und hey – Kleinvieh macht auch Mist!

02: Schaut so früh wie möglich bei megabus nach, ob der Busfahrplan und die Tickets für eure Reise freigeschaltet wurden (soweit ich das Ganze bis jetzt erlebt habe, passiert das aber nie drei Monate vor Reiseantritt, Tendenz eher später), denn die ersten Tickets sind immer die günstigsten. So haben wir es zum Beispiel geschafft, für, und jetzt haltet euch fest, unter vier Euro von Las Vegas nach Los Angeles zu kommen!

03: Ich weiß, der kommt jetzt bestimmt blöd, aber versucht mal, sparsam mit den Mietwagen zu fahren. Wir haben uns zum Beispiel auch immer mal wieder hinter LKW gehangen, um so in deren Windschatten zu fahren. 😀 Und insbesondere bei den Automatikwagen in Amerika würden wir empfehlen, den Tempomaten nicht zu benutzen. Der macht nämlich manchmal bergauf verrückte Dinge und lässt den Drehzahlmesser tatsächlich in den roten Bereich schießen!

04: Haltet schon ein Weilchen vor der Rückgabe des Mietwagens die Augen nach einer Tankstelle offen, denn je dichter man dem Flughafen bzw. der Rückgabestation kommt, desto mehr explodieren auch die Preise!

05: Auch, wenn der nur so halb zur Sparte Transport gehört: wenn ihr ein Wohnmobil bucht, dann werden euch in der Regel jede Menge verschiedener „Pakete“ zum dazubuchen angeboten (Bettwäsche, Handtücher, Geschirr etc.). Die lohnen sich in der Regel nicht! Das Geschirr-Set haben wir als Frühbucherrabatt zwar umsonst dazu bekommen, wäre, wenn wir es hätten zahlen müssen, seine 100$ nie im Leben wert gewesen. Stattdessen hätte man sich viel billiger einfach direkt beim Walmart ausstatten können! Selbes gilt für die Bettwäsche – Marc hatte sowieso schon seinen Schlafsack dabei, ich habe mir für 20$ einen im Walmart gekauft (der Bettwäschesetpreis beim Wohnmobilanbieter lag bei 50$ pP… ihr seht, es lohnt sich!)

06: Wir waren leider zu festgezurrt, was unsere Pläne anging, aber für alle, die flexibel sind und Glück haben, könnte es sich lohnen, nach „Relocation Deals“ Ausschau zu halten. Sprich, ihr befördert ein Auto umsonst von A nach B, was die Mietwagenfirma eben an einem anderen Standort braucht. Einfach mal googlen, wir hatten leider kein Glück. 😉

Sonstiges: 55,86€ insgesamt oder 1,86€ pro Tag (und Person)

Seit New York freue ich mich schon darauf, was (unter anderem) in die Kategorie Sonstiges fällt: Katzenleckerli! 😀 Janna und ich wollten unbedingt die super süßen Nachbarskatzen anlocken, aber als wir die Leckerli dann gekauft hatten, sind die nicht mehr aufgetaucht… naja, Jannas Katzen freuen sich bestimmt drüber.

Ansonsten haben wir aufgrund der Wohnmobilreise noch Dinge wie Spülmittel, Schwämme und Geschirrhandtücher gebraucht, außerdem brauchten wir unbedingt eine Bodylotion, da das Wasser in den Staaten unsere Haut wirklich aufs Gruseligste ausgetrocknet hat.

Außerdem enthalten in diesen Kosten: Die Gebühren für das Abwassertankentleeren und Gasauffüllen des Wohnmobils (je 35$). Da wir vor Las Vegas aber partout keinen günstigen State Park mehr gefunden hatten und eine Nacht auf einem richtigen Campingplatz teurer war, als das ganze direkt von Cruise America durchführen zu lassen, waren wir in dem Punkt dann mal „faul“.

Ihr seht also, die Reisekosten in den USA sind natürlich höher, als in den günstigen Backpacker-Ländern wie zum Beispiel Thailand oder Mexiko. Nichtsdestotrotz ist es aber auch hier möglich, an manchen Ecken und Enden zu sparen und sein Reisebudget so zu strecken. Wir hoffen, dass euch die Reisekosten in den USA nicht allzu sehr abschrecken, denn es gibt in diesem Land einfach so viel zu entdecken!

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