Unsere Packliste

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Es ist vollbracht! Nach monatelangem Überlegen, wochenlangem Bestellen (ein Hoch auf Amazon Prime) und tagelangem Packen, Umpacken und Haareraufen sind wir endlich fertig. Wir präsentieren stolz: unsere Packliste.

Das letzte Mal, als ich auf Langzeitreise gegangen bin, habe ich mir weitaus weniger Gedanken gemacht und erst recht nicht an eine Packliste gedacht, habe erst einen Tag vorher gepackt und natürlich auch einen ordentlichen Nervenzusammenbruch bekommen, den mein lieber Papa damals beheben musste. 😀 Diesmal hatte ich mir vorgenommen, dass ich es besser machen würde. Ich habe bereits vorher eine Packliste geschrieben, mir gefühlt 1000 andere Packlisten im Internet angeschaut und vorher probegepackt. Ziel erfüllt würde ich sagen.

Natürlich ist seit der letzten Reise auch einiges zu Hause geblieben, was wir beim letzten Mal schon nicht gebraucht haben. Insbesondere, was nicht im Rucksack gelandet ist, wollen wir euch nicht vorenthalten, denn wir sind ja alle froh, weniger Murks mitzuschleppen, wenn es auf jedes Kilo ankommt.

Was jetzt also alles mit kommt, und was wir getrost zu Hause gelassen haben, wollen wir euch hier erzählen, um euch auch ein bisschen zu inspirieren. 🙂

Rucksack oder Koffer?

First things first: Irgendwo  muss ja auch der ganze Kram rein, und da besteht die Wahl aus Koffer oder Rucksack. Ich denke hier ist es klar, dass wir einen Rucksack benutzen, einfach, weil wir ständig von A nach B mit den Dingern flitzen. Mit Rollkoffer hätten wir schon längst die Krise gekriegt. Manch einer findet aber einen Koffer bequemer. Jeder wie er mag!

backpack

Ein großer Backpack

  • McKinley Kenai 55+10l (Marlena)
  • Osprey Ariel 65l (Marc)

Ja, Schande über mich, aber ich habe tatsächlich meinen Backpack im Internet bestellt. Auch, wenn ja alle (aka. ganz besonders Marc) immer dazu raten, ihn vorher aufzuprobieren. Ich bin mir sicher, dass das auch stimmt. Marc zum Beispiel hat sich bei SFU lange beraten lassen und jede Menge Rucksäcke vollgepackt aufprobiert, um zu sehen, welcher ihm am besten passt. Jeder Rücken ist schließlich anders.

Ich kann mich mit meinem Rucksack was den Tragekomfort angeht, nicht beklagen. War ein echter Glücksgriff. Aber erstens muss das nicht immer so sein und zweitens würde ich auch mal sagen, bin ich ziemlich anspruchslos (das klingt jetzt schlimmer, als es eigentlich ist :D). Wenn ich noch einmal einen Rucksack kaufen würde, dann würde ich mich vorher beraten lassen. Gerade, wenn man den Rucksack viel trägt, insbesondere derzeit, wenn wir mehrere Tage mit ihm auf dem Rücken wandern gehen, dann muss der wirklich top sitzen und, ja, das geht, bequem sein!!

Ein negativer Aspekt bei meinem McKinley Rucksack: mitten im Australischen Outback hat sich der Reißverschluss des Hauptfaches verabschiedet, was ich in den Bewertungen bei Amazon auch schon öfter gelesen, aber nicht beachtet, hatte. Verglichen mit Marcs Osprey Rucksack ist mein Reißverschluss auch wirklich dünn. Eine Freundin hat mir den Reißverschluss aber wieder repariert, und ich bin todesmutig wieder mit dem Rucksack losgezogen – im direkten Vergleich merkt man aber durchaus Qualitätsunterschiede. Mit anderen Worten: so günstig mein Rucksack auch war, ich würde ihn nicht noch einmal kaufen und bei dem vielen Gebrauch doch eher etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Daypack

  • Tomshoo faltbarer Rucksack 30l(Marlena)
  • Deuter Trans Apline 30l (Marc)

Der faltbare Rucksack habt sich im Laufe der Zeit als schlechte Wahl herausgestellt. Bereits nach weniger Zeit lösten sich die Nähte und der ganze Rucksack von innen auf. Ich würden das nächste Mal einen qualitativeren Rucksack nehmen, der angenehmer zu tragen ist. Denn da die Tragegurte recht dünn waren, schnitten die bei längerem Tragen auch gut in die Schultern ein. Und, sind wir mal ehrlich, wann bitte muss ich denn meinen Handgepäcksrucksack zusammen falten? Der ist doch immer dabei? Echt keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe…

weitere (Hand-)Tasche

  • Unser Turnbeutel

Lange haben wir überlegt, was wir zusätzlich noch mitnehmen sollten, wenn wir mal in die Stadt wollen. Unsere Wahl fiel: ein Turnbeutel! Dann kam aber die Frage auf, wie sollte er aussehen? Und da wir im Internet nicht wirklich etwas passendes gefunden haben, haben wir kurzerhand einfach unsere Beutel selbst drucken lassen! Und wir lieben sie!

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Ordnungssysteme

  • Kompressionsbeutel in groß, mittel und klein (wir haben die hier)
  • Jutebeutel für die Wäsche

Gerade im Hinblick auf vielleicht doch mal dickere Sachen haben wir uns für Kompressionsbeutel entschieden. Was auf jeden Fall für uns gilt: ohne Packsystem wollen wir nicht mehr los! Das ewige Suchen und nie das zu finden, was man gerade braucht, muss nicht noch mal sein. Negativ sind nichtsdestotrotz an den Packsystemen, dass dadurch eben doch Lücken im Backpack entstehen, die man, wenn man alle Teile einzeln reingequetscht hätte, einfach ausnutzen könnte. Aber gut, damit können wir leben. 🙂

Was mir auf meiner letzten Reise außerdem aufgefallen ist: unbedingt einen Wäschebeutel mitnehmen für die schmutzige Wäsche, bevor die sonst lose im Rucksack rumflattert. Das muss aber nicht unbedingt irgendetwas weltbewegendes sein, wir haben einfach einen alten Jutebeutel von zu Hause mitgenommen und gut ist.

Regenschutz Cargobag von Globetrotter (den hier meinen wir)

Die Globetrotter-Hüllen haben wir uns neu zugelegt (Marlena in M und Marc in L – wobei L viel zu groß ist!), nachdem sie uns von einer Freundin empfohlen wurden. Der Vorteil: die Hülle ist nicht nur als Regenhülle zu gebrauchen, sondern ist gleichzeitig ein Flightcase und hat einen Reißverschluss integriert, durch den man die Hülle so öffnen kann, dass man an die Gurte kommt und ihn aufsetzen kann. Mit der alten Hülle konnte man den Rucksack natürlich auch aufsetzen, aber fürs Fliegen war die nicht wirklich geeignet – daher haben wir von dem einfachen Regencover auf den Regenschutz geupgradet.

Nach dem ersten Fliegen bin ich allerdings noch nicht zu 100% zufrieden, denn die Hülle hat schon das erste Loch und auch der Reißverschluss war schon kaputt…

Die Frage ist ja auch, ob man Backpacks überhaupt in ein Flightcase verstauen sollte, bevor man fliegt, oder ob man nicht doch übervorsichtig ist (sind wir besonders zum Anfang der Reise – wird dann aber immer weniger :D). Da es bei den Flightcases aber meist auch darum geht, dass die Airlines bzw. der Flughafen sich sonst weigert den Rucksack mitzunehmen (durch die vielen Bänder bleiben sie nämlich oft hängen, was mit einer Hülle nicht passieren kann), ist es auch nicht so schlimm, wenn sie nicht mehr 100% hält – andererseits setzen aber immer mehr (oder inzwischen fast alle? :D) Airlines auf die Schalen, in die die Backpacks gelegt werden… Ihr seht also, unsere Hin- und Hergerissenheit ist real. 😀

Insbesondere auf unseren Mehrtageswanderungen stellten wir dann fest, dass wir uns unsere alten Regenhüllen zurück wünschen. Denn als Regenhülle, während man die Rucksäcke trägt, sind diese leider, unserer Meinung nach, echt gar nicht geeignet. Oder zumindest nur mit großem Aufwand.

Mit anderen, fazithaften Worten, das Flightcase würden wir vielleicht nicht unbedingt zu 100% empfehlen

Kleidung

Bei der Kleidung wollen wir euch am liebsten gar nichts vorschreiben. Und das tun wir auch nicht. Wir legen euch einfach nur ein paar Tipps ans Herz, die wir manchmal gerne vorher gewusst hätten.

kleidung

Tipp 01

Je nach dem ob ihr alleine oder zu zweit oder mit mehreren reist, ist es unserer Meinung nach wichtig sich abzusprechen wie viel Wäsche man dabei hat. Ja, klingt vielleicht absurd, aber so kann man die Waschtage zusammenlegen und es kann nicht passieren, dass einer in Unterwäschen-Not gerät, während der andere sich darüber nur kaputt lacht!

Wir packen für ca. zwei Wochen. Das ist nicht zu viel, als dass man sich doof schleppt, aber auch nicht zu wenig, als dass man sich ständig Gedanken machen müsste übers Waschen.

Tipp 02

Was unserer Meinung nach in jeden Rucksack gehört: Flip-Flops!!!! Haben wir auf unserer ersten Hostel-Reise gelernt, denn ohne Flip-Flops ins Hostel ist ein absolutes No-Go!

Tipp 03

Die Regenjacke! Ich bin mit einer von Tchibo gestartet, mit der ich aber sehr unzufrieden war. Einerseits, weil das Packmaß von dieser Jacke wirklich gigantisch war, andererseits, weil die wirklich verboten hässlich aussah (und mir 5 Nummern zu groß war). Inzwischen habe ich mir eine Regenjacke von Kathmandu gekauft, die ich abgöttisch liebe. Marc hat eine Regenjacke von Jack Wolfskin.

Tipp 04

Kuschelsocken! Irgendwann im Bus oder Flugzeug wird man doch mal kalte Füße kriegen, und dann ist man froh darüber!

Tipp 05

Erfahrungsgemäß würde ich nie wieder mit nur einen langen Hose reisen. Hab ich damals in Australien gemacht und dann bin ich Tollpatsch mit meiner einzigen langen Jeans im arschkalten Tasmanien bei den Painted Cliffs ausgerutscht und hatte meine gesamte Hose voller stinkender ekliger Algen… am ersten Tag! War witzig… also inzwischen nehme ich zumindest noch eine weitere Leggins mit. Je nach Reiseland empfehle ich echt mindestens zwei richtige Hosen mitzunehmen. Es ist dann doch öfter kalt als man denkt.. 😀

Tipp 06

Mit welchen Schuhen sind wir denn nun unterwegs? Wanderschuhe oder nicht? Marc wollte auf seine heißgeliebte Meindl-Wanderschuhe nicht verzichten und hat es keinen einzigen Tag bereut. Ich hingegen entschied mich erwartungsgemäß für Turnschuhe. Dazu sollte aber auch gesagt werden, dass meine Füße bis jetzt generell noch nie so anspruchsvoll waren und ich möglicherweise bis vor kurzem tatsächlich noch in Flip-Flops wandern war, während Marc neben mir in Wanderschuhen lief. Mit anderen Worten: für mich haben die Turnschuhe schon Wanderschuhniveau. Letztlich ist das aber immer eine persönliche Entscheidung und vor allem kommt sie auch auf eure Zielländer an.

Tipp 07

Marc schwört zum Wanderun auf seine dicken Wollsocken. Die sind nicht nur ultra bequem und verhindern, dass er sich die Füße aufscheuert, sondern fangen auch nicht so schnell an zu müffeln, wie andere Socken.

Tipp 08

Für Marc gibt es außerdem noch ein Wetshirt: der arme verbrennt nämlich binnen Minuten in der Sonne. Um ihm also auch einen Strandtag zu ermöglichen, kommt das Ding mit!

Tipp 09

Gestartet mit zwei Bikinis kann ich sagen: völliger Quatsch! Einer reicht dicke! Keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe…

Tipp 10

Was auch zu Hause bleiben kann: Ein Wechsel-BH. Mein BH wird eh per Hand gewaschen und trocknet dann über Nacht. Sollte er am nächsten Tag dann doch mal noch nicht trocken sein, ziehe ich den Tag über einfach meinen Bikini unter und fertig.

Tipp 11

Wer Tempel in Asien besuchen möchte, der darf seine Knie nicht zeigen. Das ist bei den dortigen Temperaturen leider nicht immer ganz angenehm. Das letzte Mal hatte ich mir bei h&m eine der extrem weiten Haremshosen dafür gekauft, aber selbst in der wurde es ganz schön warm. Diesmal habe ich stattdessen ein langes Kleid eingepackt, da das doch noch einmal etwas luftiger ist.

Handtücher

  • großes Reisehandtuch von Pearl (das hier haben wir)
  • kleines Reisehandtuch von Pearl (dieses)

Also die sind wirklich Gold wert! Noch kleiner könnte das Packmaß nicht sein, und schnell trocknen tun sie auch, wenn man schnell weiter muss. Top top top!

Manche brauchen ja nur ein Handtuch, wir brauchen aber definitiv ein kleines Handtuch für unsere Haare. Also gut, Marc weniger. 😀 Aber wir Mädels binden uns das einfach zu gerne als Turban um die nassen Haare. Ich weiß gar nicht wie manche nur mit einem Handtuch auskommen können 😀

  • Waschlappen

Standet ihr schon mal im Bad und habt mit tropfendem Gesicht festgestellt, dass euch ein Handtuch fehlt? Nun, das ist mir so oft passiert, dass ich inziwschen immer meinen Waschlappen im Kulturbeutel hab. Außerdem kann der ganz nützlich sein, wenn man keine Dusche vor Ort hat und wenigstens eine Katzenwäsche machen möchte! 😀

Kosmetik/Hygiene

Unsere Kulturbeutel (zum Aufhängen, überlebenswichtig! :D)

  • Zahnbürste & Zahnpasta
  • Haarbürste

Wir (ja, wir teilen uns eine Bürste, aber nur die Haarbürste!) verwenden einen Tangle Teezer, mit dem sich Haare plötzlich sogar im nassen Zustand kämmen lassen!

  • Einwegrasierer
  • Rasierschaum

Rasierschaum könnt ihr getrost zu Hause lassen. Ich rasiere mich nur noch mit dem normalen Duschgel – seitdem ich das mache spare ich nicht nur Geld sondern habe mich auch kein einziges Mal mehr geschnitten! Mit Rasierschaum habe ich mich mindestens einmal pro Rasur geschnitten.

  • Seife

Das habe ich jetzt schon öfter auf Blogs gelesen, fand es super genial, und werde das jetzt auch machen: ich werde auf Duschgel verzichten und stattdessen einfach ein Stück Seife mitnehmen! Ist kleiner, leichter, günstiger und ergiebiger! Ich bin mir sicher, dass jeder von den Großeltern noch irgendwo eine alte Seifendose rumflattern hat, in der die dann auch transportiert werden können.

  • Shampoo
  • Spülung

Nach meiner letzten Langzeitreise ist die Spülung diesmal rausgeflogen, nur unnötiges Gewicht! Allerdings können das nicht alle Frauen einfach so machen, bei manchen rebellieren die Haare ganz schön. Ich würde sagen: probiert es einfach mal zu Hause aus, ihr werdet erstaunt sein (war ich es zumindest), dass es oftmals doch ohne geht!

  • Desinfektionsmittel
  • Menstruationstasse!!

Von der Menstruationstasse liest man ja auch immer öfter im Netz, und nicht nur auf Reiseblogs. Es hat zwar ziemlich lange gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte, es mal auszuprobieren, aber die Vorteile haben einfach überwogen: wenig Packmaß, weniger Kosten unterwegs und, das Beste, Frau braucht sich keine Gedanken mehr machen, alle paar Stunden auf Reisen in einem fremden Land eine Toilette zu suchen und letztendlich nur ein widerliches Loch zu finden. Und nun, was soll ich sagen? Ich LIEBE sie! Da will ich jetzt nicht unbedingt hier weiter ins Detail gehen, aber falls jemand doch noch Fragen haben sollte, denn ich hatte damals jede Menge, dann beantworte ich natürlich gerne persönliche Nachrichten. 🙂 Ich habe übrigens immer zwei dabei, ist, wenn man unterwegs ist, zum Wechseln, einfach doch besser.

 

  • Nagellack
  • Nagellackentfernertücher in der kleinen, praktischen Dose von dm

Keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe. Nach fünf Monaten habe ich mir ganze ein Mal die Nägel lackiert. Ehrlich, teilweise haben wir tagelang keine Dusche und ich soll mir dann Gedanken darüber machen, ob meine Fingernägel schön lackiert sind? 😀

  • Deo
  • Kondome

Nimmt zwar, leider, mehr Platz weg als die Pille, aber nie wieder Hormone!!!

  • Haarspangen und -gummis

Und tendentiell lieber mehr, da wir alle ja dazu neigen, die zu verlieren 😀

  • Mückenspray

Informiert euch, je nach Reiseziel, welches Mückenspray sich am besten eignet. Besonders auf DEET achten! Manchmal kann es auch eine Überlegung wert sein, direkt vor Ort Mückenspray zu kaufen, damit ihr dann auch wirklich das Spray habt, was gegen die Mücken vor Ort wirkt.

  • Sonnencreme
  • Apres-Lotion
  • Labello mit Sonnenschutz

Sind euch schon mal die Lippen verbrannt? Auf keinen Fall schön, also mein Labello mit Sonnenschutz darf nicht fehlen!

  • Nagelfeile/Klipser/Schere
  • Zahnseide

Schon mal was zwischen den Zähnen gehabt, und keine Zahnseide in Reichweite? Es gibt nichts fieseres meiner Meinung nach, von daher ab damit in den Kulturbeutel.

 

  • Und für Marc: KEIN Rasierer

Der gute hat ja lange hin und her überlegt, was er denn nun machen soll, denn seinen klobigen Rasierapparat, der ja auch Strom benötigt, wollte er nun nicht gerade einpacken. Und was hat er gemacht? Gar nix nimmt er mit! 😀 Für den allergrößten Notfall leiht er sich von mir einen Einwegrasierer, ansonsten ist unser Plan, wenn es zu viel wird einfach zum Babier zu gehen (kein Scherz 😀 wir berichten dann, ob noch alles dran ist… :D)

Edit: wir sind NICHT zum Babier gegangen. 😀

Reiseapotheke

Die Reiseapotheke ist bei Packlisten immer ein schwieriges Thema, wie ich finde. Was nimmt man nun wirklich mit? Was lässt man lieber daheim? Ich finde immer ein gesundes Mittelmaß ist gut, denn nicht immer hat man Zeit in eine Apotheke zu kommen, oder man benötigt einfach akut in dem  Moment etwas. Außerdem beruhigt mich es immer einfach zu wissen, dass ich etwas für den Fall der Fälle dabei habe.

    • Pflaster, insbesondere Blasenpflaster – kommen übrigens gar nicht mehr in die Reiseapotheke, sondern direkt in den Daypack!
    • Fenistil
    • Jodsalbe

Die kam bei mir an gerade mal Tag vier zum Einsatz! Meiner Meinung nach auch wirklich das absolut wichtigste, was IMMER in einer Reiseapotheke sein sollte! Es war nicht mal etwas dramatisches, ich hatte mir nur dank meiner 14km Wanderung in Flipflops die Füße wund gelaufen und schneller als ich gucken konnte hatte sich die Wunde, die am meisten gescheuert hatte, ein klein wenig entzündet. Dank der Jodsalbe hab ich das aber zum Glück ganz schnell unter Kontrolle gekriegt!

  • Paracetamol oder Aspirin (wer taucht eher Paracetamol)
  • Imodium akut gegen Durchfall – damit man im Zweifel nicht blöd da steht!
  • Druckkompresse und Verbände (hauptsächlich, weil wir die aus einem alten Verbandskasten über hatten :D)
  • Golddecke (dito, ist aber auch sofort im Daypack gelandet!)
  • Pinzette
  • Cetirizin (keine Ahnung, ob ich jemals unterwegs wieder Probleme mit Pollen kriegen werde und ob die Ceterizin dann überhaupt was bringen, aber ich hatte sie noch über, also hab ich sie einfach mal eingesteckt)

Ihr seht, wir haben unsere Reiseapotheke nicht unendlich ausgestattet, viel mehr ist sie dabei, um uns in Notsituationen zu überbrücken, sodass wir zur nächsten Apotheke kommen können. 🙂

Kameraequipment

Tja, was wäre unsere Packliste ohne Kameraequip? Wir haben jede Menge Kram zum Mitnehmen. Insbesondere Marc hat seine Liebe zur Fotografie entdeckt und sich eine ziemlich große, tolle Ausrüstung zugelegt, die wir euch in unserer Packliste nicht vorenthalten wollen!

  • Sony Alpha7 II
  • Zeiss-Objektiv FE 4/24-70
  • Sony-Objektiv FE 1,8/50
  • Laowa-Objektiv FE 2/15 Zero-D
  • Gopro Hero 4 Silver

Zugegeben, es ist eher eine Video- als Fotokamera und wir sind eher die Foto- als Videomenschen. Aber manchmal kann die große Kamera einfach nicht mitkommen (und ein Dome wäre zwar geil, aber unbezahlbar).

  • schwimmende Teleskopstange von CamKix (diese hier)

Ausziehbar bis 39,9 cm, durchsichtige Stange, die man nicht so sehr auf dem Bild sieht und die Stange schwimmt (oder kann mit Wasser gefüllt werden, falls man nicht möchte, dass sie schwimmt) – alles was ich wollte in einer Stange. Außerdem kann ich die nicht nur über- sondern auch unterwasser verwenden.

  • Anti-Beschlagtücher für die Gopro
  • Rollei Carbon Stativ (dieses)

Der große Vorteil: das Stativ ist aus Carbon, dementsprechend super leicht, aber super robust!

  • Fernbedienung für die Sony (diese)
  • Graufilter  ND1,8 (64x) (dieser)
  • Graufilter ND3,0 (1000x) (dieser)
  • Polfilter für das Laowa-Objektiv
  • Polfiter für das Zeiss-Objektiv
  • Einschlagtuch für die Kamera (dieses)
  • Objektivtaschen in versch. Größen
  • Dualladegerät für Gopro inkl. zwei Ersatzakkus (dieses Schmuckstück)
  • Rav-Power duales Ladegerät inkl. zwei Ersatzakkus (dieses hier)
  • SD-Karte Sony Sony 64GB, 94MB/s
  • SD-Karte Gopro San Disc Extreme 32 GB, 90MB/s

Technik

Technik ist ein wichtiger Bestandteil auf Reisen und auch auf jeder Packliste. Ohne sie ist es für uns schon kaum noch vorstellbar. Hier kommt es aber natürlich auch auf die Länge der Reise, die Art der Reise und was ihr persönlich von eurer Reise möchtet an.

  • Handy

Marc ist cool und reist mit nem Iphone, ich bin mit meinem klapprigen Galaxy S4 Mini gestartet und durfte mir auf Reisen direkt mal ein neues zulegen, da das alte den Geist aufgegeben hat. Jetzt bin ich glücklicher Hauwai P10 Lite Besitzer.

  • Laptop
    • Asus Modell R301R 13,3 Zoll (Marlena)
    • Asus Zen Book Modell UX3410U 14 Zoll (Marc)

Man liest ja oft die Diskussion, ob man einen Laptop mitnehmen sollte oder nicht. Nun, wir wollten alle drei einen. 😀 Ohne einen einzigen Laptop wäre ich aber auch definitiv nicht los gefahren, denn Flug buchen und co ist eine einzige Qual übers Handy! Und irgendwie müssen die Bilder ja auch gesichert werden. Da wir alle aber auch ein bisschen mehr am Laptop machen wollen, sprich Texte schreiben, Bilder bearbeiten und vielleicht auch ein wenig am Computer arbeiten, wollten wir nicht darauf verzichten.

  • Laptoptasche
  • Ladekabel Laptop
  • Ladekabel Handy
  • Anschluss für den Zigarettenanzünder
  • Kopfhörer
  • Mehrfachstecker mit USB-Ladeports (dieses tolle Teil)

Gott, wir LIEBEN dieses Teil! Bis auf die Laptopstecker hat inzwischen ja fast alles einen USB-Port, und die Anschlüsse sind in einer Mehrfachsteckdose nun mal viel kleiner. 😉

  • Ein Stecker mit zwei USB-Ports (dieser)

Nun, da uns die Idee mit der Mehrfachsteckdose mit USB-Ports erst NACH Bestellen dieses Dings gekommen ist, hat das irgendwie seinen Sinn und Zweck verloren… Marc hat es zwar trotzdem eingesteckt, aber bis jetzt kam es noch kein einziges Mal zur Verwendung. Also der Sinn sei hier jetzt mal dahin gestellt.

  • Adapter mit allen Aufsätzen
  • externe Festplatte 1TB
  • Festplattentasche
  • 2 Anker Powerbanks 20100m (für zwei Personen)

So viel sei gesagt, auch nach sieben Tage ohne Strom sind wir noch nie in Power-Not gekommen.


Sicherheit auf Reisen

  • Packsafe 12l

Ich habe ja lange hin und her überlegt, ob ich mir den Packsafe zulegen soll, billig ist er ja nicht. Nach sehr langem Überlegen habe ich mich dafür entschieden. Nicht in jedem Hostel sind Schließfächer vorhanden und auch, wenn der Packsafe Profis natürlich nicht abhält, hält er zumindest die Gelegenheitsdiebe ab, die gerade da den Laptop liegen sehen… insbesondere jetzt, wo wir mit zwei Laptops und mehreren Objektiven auf Weltreise gehen, bin ich doch sehr beruhigt, den Packsafe dabei zu haben.

Bis jetzt war ich zwar oft in Hostels, wo ich wirklich vom Bauchgefühl her keine Bedenken hatte, die Sachen einfach liegen zu lassen, aber zumindest einmal, als das Hostel und unser Zimmer für jedermann frei zugänglich war, waren wir doch schon froh darüber. Und auch im Auto schließen wir den Pacsafe gerne fest. Zumindest, damit man es den Dieben ein bisschen schwerer macht.

  • Schlösser

Eins ist ja sowieso schon mal am Packsafe mit dran. Aber zwei weitere mitzunehmen, die man an Schließfächer machen kann, und ein weiteres für den Daypack, um Gelegenheitsdiebe abzuhalten, fand ich ganz sinnvoll (haben wir bis jetzt aber doch noch nie benutzt :D).

  • Hüftgurt

Bis jetzt zwar noch nie genutzt, aber gut zu wissen, ihn dabei zu haben, wenn man sich irgendwo doch mal nicht sicher fühlt. Übrigens haben wir uns keinen gekauft, sondern einfach einen alten von unseren Großeltern mitgenommen. 🙂

  • Koffertags

Ich hab noch ein super cooles Harzer Grubenlicht-Werbe-Koffertag von meinem Pa, Marc haben wir einfach fix eins bestellt. Für den Notfall, dass der Rucksack doch mal abhanden kommt, dass man zumindest weiß, wem er gehört.

Edit nach den ersten drei Wochen: nehmt ein robustes… das erste ist schon auseinander gerissen (meins aus Gummi hält noch, Marcs aus Stoff hat es nicht lange überlebt).

  • Sea to Summit Drybag 8l

Um die Kamera, wenn es mal „spritzig“ wird, gut zu verstauen – wir sind heilfroh, ihn zu haben!


Kleine Helfer

  • Sea to Summit Waschmittel

Man hat ja doch immer mal kleinere Sachen, die schnell per Hand gewaschen werden müssen. Letzteres ist besonders optimal, wenn man viel draußen unterwegs ist, da das Waschmittel rückständefrei ist und damit also auch in Seen verwendet werden kann.

  • Wäscheleine
  • Hüttenschlafsack

Ja, ich wollte ihn mitnehmen, einfach als Sicherheit, wenn ich mich irgendwo doch noch mal zusätzlich abdecken möchte, aber in letzter Sekunde habe ich mich dann doch dagegen entschieden, da ich wusste, dass ich ihn niemals benutzen werde, so, wie auch schon beim letzten Mal. 😀  Marc hat direkt seinen großen Schlafsack mitgenommen, weil wir spätestens in Neuseeland uns sowieso einen kaufen und zelten gehen wollen. Da er aber in Deutschland noch einen super tollen Mammut-Schlafsack hat, der noch in den Rucksack gepasst hat, hat er den kurzerhand einfach direkt mitgenommen. Ich, Marlena, kaufe mir dann vor Ort erst einen.

  • Reisenähset
  • Spork
  • Stirnlampe
  • Kofferwaage

Und auch die habe ich in letzter Sekunde raus geschmissen, denn ganz ehrlich: die Rucksäcke sind (fast) voll und liegen nicht annähernd bei 20kg, warum sollte ich mir also Gedanken machen?!

  • Taucherbrille & Schnorchel

Da Marc einen Tauchkurs gemacht hat und also auch unterwegs häufiger mal tauchen wollte, und ich super gerne schnorchel, stand für uns schnell fest, dass wir das zumindest mit der eigenen Brille machen wollen, insbesondere, weil mein Gesicht wahnsinnig schmal ist und viele Brillen einfach zu groß für mich sind. Wir können jetzt überall schnorcheln gehen, ohne zu suchen, wo man sich denn Equipment leihen kann. Und die Leihgebühren sparen wir auch jedes Mal. 🙂 Hat sich auch jetzt in der Praxis als wirklich super erwiesen, wir wollen unser eigenes Equipment nicht mehr missen!

  • Sonnenbrille
  • Kugelschreiber

Vom offensichtlichen mal ganz abgesehen, ist ein Kugelschreiber ein wahres Multi-Talent! Ich habe zum Beispiel sogar schon eine Flasche Wein (mit Korken) mit einem Kugelschreiber geöffnet gekriegt. 😀

  • Notizbuch
  • Sarong

Vielseitig einsetzbar – als Strandtuch, zum Bedecken der Schultern in Tempeln, als Schal oder umgewickelt als Kleid. Ich liebe ihn jetzt schon!

Auch den möchte ich nicht mehr missen. Gerade, als wir in Belize in den Chicken Buses mit so jeder Menge Fahrtwind saßen und meine Ohren schon langsam anfingen, weh zu tun, war ich echt heilfroh, das Ding als Stirnband benutzen zu können. Wird definitiv noch häufiger verwendet!

  • Taschenmesser

Ohne Marcs Taschenmesser mit 5000 anderen Werkzeugen (am wichtigsten: ein Dosenöffner! Egal, wie oft man denkt, man hätte eine Dose mit Öffner gekauft, es ist immer eine dabei, die ihn, upps, doch nicht hat) wären wir schon so einige Male verloren gewesen!


Dokumente

  • Reisepass
  • Perso
  • Deutscher Führerschein
  • Internationaler Führerschein
  • Impfpass
  • Flugpässe
  • Buchungsbestätigungen

Hab ich früher sicherheitshalber immer ausgedruckt, für alle Fälle, dass das Hostel mal von nix weiß [ist mir tatsächlich mal im Hotel passiert!]. Inzwischen ist mir das aber zu viel Papierverschwendung, ich speichere das ganze jetzt einfach auf dem Handy.

  • Visa
  • Kreditkarte
  • Passbilder

Warum Passbilder? Ganz einfach: Manche Visa verlangen ein Foto. Praktisch, wenn man die schon von zu Hause aus mitgebracht hat und nicht erst noch vor Ort irgendwo machen lassen muss.

  • Steuernummer

Interessant, wenn ihr Work & Travel in Neuseeland machen wollt, ansonsten könnt ihr das von eurer Packliste eher streichen.

Das Fazit zu unserer Packliste

Stellt euch vor, wir haben nicht nur Abenteuer im Gepäck. 😉 Nein Spaß, im großen und ganzen sind wir mit dieser Packliste sehr zufrieden. Es gibt immer mal Kleinigkeiten, die man selten bis nie braucht, aber ich würde schätzen, dass ca. 90% der Dinge von dieser Packliste regelmäßig zum Einsatz kommen.

Da ich immer wieder gerne coole und nützliche Gadgets für die Reise kennen lerne: welche wichtigen Dinge dürfen auf eurer Packliste auf keinen Fall fehlen? Ich freue mich über jeden Tipp!

3 Kommentare

  1. Besonders auf die Reiseapotheke sollten wir achten. Krankheiten und Schnittverletzungen fügen wir uns in anderen Ländern unbedachterweise immer wieder zu. Es wäre besser, hätte man gleich eine eigene Reiseapotheke zur Hand. Das muss aber jeder selbst entscheiden. Auf meine USB-Ladekabel könnte ich auch nicht verzichten.

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