X Dinge die man auf Langzeitreise verliert

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Blicken wir den Tatsachen ins Auge: Zehn Prozent Verlust hat man immer wie mein lieber Papa immer sagt. Und auch auf unserer Weltreise ist das nicht anders – wir mussten uns schon so von dem ein oder anderen verabschieden. Wir nehmen das ganze aber mit Humor und wollen euch nicht vorenthalten, was uns bis jetzt so flöten gegangen ist. Vorhang auf für die X Dinge die man auf Langzeitreise verliert!

1. Haargummis

Na, welche Frau dachte sich jetzt beim Lesen jetzt nicht „Kenne ich!“? Ganz ehrlich, wir alle haben keinen blassen Schimmer wo die Dinger hin verschwinden, sie tun es einfach. Von meiner vollen Packung Haargummis ist gerade mal die Hälfe noch da (was für mich sogar eine ziemlich gute Quote ist). Ein Artikel über Dinge die man auf Langzeitreise verliert wäre ohne die Haargummis eben einfach nicht vollständig.

2. Geld

So viel Spaß Reisen auch macht und so günstig wir auch unterwegs sein mögen, Geld geht dabei trotzdem drauf. Streng genommen würden wir es aber auf keinen Fall als „verloren“, sondern eher „gut investiert“ bezeichnen.

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3. Zeitgefühl

Welcher Wochentag war heute noch mal? Wie lange sind wir jetzt schon im Land? Welches Jahr haben wir überhaupt??? Keine Reise ohne Zeitgefühlverlust!

4. Die Hemmungen

Einfach vorm Auto umziehen, wo dich alle sehen können, weil es einfacher ist? Völlig nackt, nur mit einem Handtuch umwickelt, durchs Hostel rennen, weil man zu faul ist, seine Klamotten mitzunehmen? Kein Ding! Wer erstmal länger auf Reisen ist, der wird schnell sämtliche Hemmungen verlieren (zumindest hoffe ich jetzt, dass wir nicht die einzigen sind…)!

5. Kilos

Keine Garantie dafür (auf der letzten Langzeitreise hab ich dank TimTams und Meat Pies nämlich eher welche mitgebracht), aber dieses Mal habe ich auf meiner Weltreise überall ein paar Kilo gelassen. Nicht beabsichtigt, aber hey, nichts, dem ich hinterher trauere. 😉

Abel Tasman (22)

6. Seine Hygienevorstellungen

Mehrere Tage ohne Dusche? Klar, wer braucht schon eine Dusche – Trockenshampoo und Deo tuns doch auch! Was uns in Deutschland unmöglich erschien wird auf Roadtrips plötzlich zum Normalzustand (und Duschen und Spültoiletten werden unendlich glorifiziert, wenn mal gefunden).

7. Freunde

Das ist wohl das traurigste, das man auf Reisen verlieren kann. Aber wir wollen ehrlich sein: Ja, auch das kommt vor. Und so weh es in dem Moment auch tun mag und so traurig ich auch bin, Marc und ich versuchen es als „normal“ anzusehen. Auch, wenn wir nicht weg wären, würden Freundschaften zerbrechen, weil es normal ist, dass man sich irgendwann in unterschiedliche Richtungen entwickelt, andere Interessen und nichts mehr gemeinsam hat. Und die anderen, richtig guten Freunde für immer, die lassen sich auch durch eine Weltreise nicht abschütteln. Ist immer so leicht gesagt und in Wirklichkeit viel chwieriger zu akzeptieren, aber so ist es.

8. Vorurteile

Egal, wie offen wir auch zu sein glauben, wir haben immer Vorurteile. Doch jede Reise, so klein sie auch sein mag, schafft es, diese Vorurteile abzubauen. Eine Sache, die ich nur zu gerne auf Reisen verliere!

9. Angst

Ganz ehrlich: ich bin ein riesen großer Schisser. Im Großen und Ganzen habe ich vor so ziemlich allem Schiss, ja quasi vor meinem ganzen Leben manchmal. Und jede einzelne Reise schafft es doch immer wieder, dass ich meine Ängste stückchenweise verliere. Ob es nun beim Hühner einfangen ist (um meine Angst gegenüber dem Federvieh zu verlieren), beim Mast hinaufklettern eines Seegelbootes oder einfach beim fremde Menschen nach Hilfe fragen – ich wehre mich gegen meine Ängste, denn ich hab keine Lust, etwas nur nicht zu tun, weil ich Angst davor habe. Soll nicht heißen, dass mich die Höhe plötzlich weniger ängstigt, ich habe einfach nur keinen Bock, Angst zu haben und höre deshalb nicht auf sie (naja gut, bis zur Hälfte des Mastes zumindest :D) Und jedes Mal beim Überwinden fühle ich mich aufs Neue grandios!

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10. Uhren

Also, ich verliere sie nicht im verlegen Sinn, sondern ich verliere sie im „sie verabschieden sich von mir“-Sinn. Keine Ahnung, aber sobald ich mal länger unterwegs bin, geht mir einfach die Uhr kaputt! Nicht aber das Uhrwerk, nein, tatsächlich das Uhrenband! Verrückt, oder? Noch jemandem, den es so geht?

Ihr vermisst die Socken in dieser Aufzählung? Ob ihrs glaubt oder nicht, aber der Verlier-Klassiker schlechthin ist uns kein einziges Mal abhanden gekommen (ich vergesse nur regelmäßig, EINE Socke mitzuwaschen… :D).

Hand aufs Herz, was geht bei euch auf Reisen flöten? 🙂

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