Die Niagara Fälle – einmal nass werden bitte!

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Die Niagara Fälle – die größten Wasserfälle, die wir bis jetzt besucht hatten. Ja, wir sind natürlich nass geworden und ja, wir hatten eine Menge Spaß hier. Den, sowie unsere Tipps, wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Die Anreise

Von Toronto aus fahren regelmäßig Busse zu den Niagara Fällen. Wir sind mit megabus gefahren, welches der günstigste Anbieter war. Die Fahrt dauert gerade mal knappe zwei Stunden, liegt also direkt um die Ecke. Ein Tagesausflug bietet sich somit also auch an, wir haben uns aber bewusst dagegen entschieden. Was ihr dadurch nämlich verpassen würdet, erklären wir euch weiter unten.

Das Bus Terminal in Niagara Town (für alle Nasen wie wir, es wird übrigens Niegra ausgesprochen!) liegt zwar nicht ganz so zentral, aber wir laufen ja sowieso alles.

In Niagara gibt es ein Hostel. Da die Motels in Niagara aber sogar günstiger sind, entschieden wir uns für letzteres. Der Nachteil: die Motels sind nicht ganz so zentral wie das Hostel. Aber auch hier kommen wir wieder mal zu dem Punkt: wir laufen ja sowieso alles. 😀

Die Stadt

Nun, das was uns in Niagara erwartete, hätten wir wohl so nicht erwartet. Unser erster Gedanke war, dass wir in Las Vegas gelandet waren. Fahrgeschäfte, Kasinos, Gruselkabinette etc. Es fühlte sich an, als wären wir auf einem riesigen Jahrmarkt gelandet.

Essen

Je weiter weg ihr euch von den Niagara Fällen bewegt, desto günstiger wird es. Direkt neben unserem Motel befand sich Phyl’s Diner. Das Essen hier war der absolute Hammer – vom Diner-Feeling mal ganz abgesehen! Normalerweise bin ich ja nicht allzu gut im Restaurants empfehlen, aber das Ding muss auf jeden Fall auf eure Liste!

Die Niagara Fälle

niagarafälle

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Von der kanadischen Seite aus hat man einen wunderschönen Blick auf die beiden Fälle und wird fast immer ein klein wenig nass. 😉

Gegen Mittag haben wir dann eine Bootstour mit Hornblower Cruises gemacht. Die kostete 30CAD und war ihr Geld absolut wert! Die Fahrt dauerte zwar nicht endlos lange, aber dafür war es ein Heiden Spaß, so dicht an die Niagara Fälle hinan zu fahren, dass uns die Gischt um die Ohren spritzte und wir vor Nebel kaum noch etwas sahen! Zu Beginn werden rote Regenponchos verteilt, aber verlasst euch nicht darauf, dass die euch trocken halten. 😉 Der große Vorteil am Reisen in der Nebensaison: wir mussten nicht anstehen, um aufs Boot zu kommen.

Zuerst geht es an den American Falls entlang zu den Horseshoe Falls, wo das Wasser so richtig tobt. Unser Fazit: muss man unbedingt gemacht haben – selbst als Budget-Reisender!

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Übrigens solltet ihr es euch auf keinen Fall entgehen lassen, auch auf die amerikanische Seite zu gehen und den Niagara Fällen so noch näher zu kommen. Über die Rainbow-Bridge kann man als Füßgänger ganz einfach von Kanada nach Amerika gehen. Das ganze kostet, kein Witz, 50 Cent Maut. 😀 Denkt natürlich unbedingt daran, euren Pass dabei zu haben und die ESTA beantragt zu haben. Wer dort per Land zum ersten Mal einreist, der zahlt 6$, wer zuvor schon über den Luftweg eingereist ist, der muss lediglich seinen Pass vorlegen.

Die amerikanische Seite ist im Gegensatz zur kanadischen nicht so zugebaut, was uns sehr überrascht hat. Man kann über die kleinen Inseln gehen und steht dann am Rand der Niagara Fälle, wo das Wasser förmlich über die Ecken schießt. Einfach unvergesslich!

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Warum man nun mehr als nur einen Tag einplanen sollte?

Wie bereits versprochen hier nun die Erklärung, warum es sich lohnt, keinen Tagestrip aus den Niagara Fällen zu machen. Die Antwort ist recht simpel. Sie lautet „Sonnenaufgang“ und „Sonnenuntergang“ bzw. „Niagarafälle bei Nacht“. Wenn es dunkel wird, werden die Niagara Fälle in bunten Farben angeleuchtet und morgens hüllt die Sonne die Fälle und die Gischt in ein sanftes Orange. Ein tolels Farbenspiel, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

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Niagarafälle

Unser Fazit: Ja, die Niagara Fälle sind touristisch, aber sie sind ein Heiden Spaß! Wir wollen unsere Zeit dort nicht missen und können dem Besuch nur jedem empfehlen!

 

 

 

2 Kommentare

  1. Schöne Fotos von den Falls! Und guter Bericht. Den Sonnenaufgang hätte ich mal mitnehmen sollen, als ich da war. Aber im Urlaub steh´ ich nicht gern früh auf. Übrigens gibt es tatsächlich eine Art Ortskern, der nicht aus diesem widerlichen Vergnügungspark besteht. Einfach dem Fluss folgen, der von den Fällen weg fließt. Dort kann man auch gute, günstige Air BnBs finden 😉

    1. Das verstehe ich absolut. Ich stehe auch nicht gerne früh im Urlaub auf. Zum Glück geht die Sonne im Oktober ja schon bedeutend später auf als im Sommer. Ansonsten genieße ich auch lieber einen Sonnenuntergang als einen Sonnenaufgang.
      Von dem Ortskern haben wir leider auch erst gehört als wir schon wieder weg waren. Dennoch vielen Dank für den guten Tipp!!

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