Zion Nationalpark: Observation Point und Emerald Pools

Gepostet von

Der erste Stopp auf unserem Roadtrip war der Zion Nationalpark. Dieser ist vor allem für zwei Wanderungen bekannt: Angels Landing und The Narrows. Dies sind die beliebtesten Wanderungen im Zion. Eigentlich wollten wir auch Angels Landing machen. Mich persönlich schreckte der Trail an sich schon generell ab (Höhenangst lässt grüßen) und dann war dann ja noch die Sache mit den vielen Menschen, die diese Wanderung machen. Also praktisch eine überfüllte Wanderung.

20171027-20171027-DSC09607

Nach etwas Recherche auf anderen Blogs (sehr vielen Blogs) fand ich schließlich die Wanderung zum Observation Point. Hier ist man erstens deutlich höher als auf Angels Landing und zweitens kann man von dort aus auf Angels Landing gucken.

Observation Point:

Die Wanderung ist für ca. 6 Stunden angesetzt und diese sollte man auch definitiv einplanen. Hier gilt auch der frühe Vogel fängt den Wurm, denn in den frühen Morgenstunden liegt der größte Teil des Trails im Schatten. Das bedeutet zwar auch, dass es etwas kühler ist, aber es ist deutlich einfacher im Schatten hinaufzuwandern, als in der Sonne. Wir sind zwar verhältnismäßig spät gestartet, aber wir waren sehr froh, dass der Großteil noch im Schatten lag. Unser zweiter Vorteil war auch, dass wir im Oktober da waren.

20171027-20171027-DSC09602

Besonders attraktiv macht diesen Trail die abwechslungsreiche Natur. Wenn ihr um eine Kurve biegt steht ihr ihr plötzlich in einer Art Canyon. Ihr könnt eure Stimmen hallen hören. Und noch viel cooler sind die ganzen Streifenhörnchen, die euch auf diesem Weg hier begegnen werden.

20171027-20171027-DSC09590

Wenn ihr oben angelangt seid, dann könnt ihr neben den Streifenhörnchen auch total viele verschiedene Arten von Vögeln sehen. Zum Beispiel haben wir Adler und Raben gesehen.  Bei einigen sogar wie sie etwas im Schnabel hatten – so hoch waren wir! Der Gipfel bietet einem zumindest eine wahnsinnig tolle Aussicht auf Zion und ist ein super Pausenspot.

20171027-20171027-DSC09545

Emerald Pools:

Die zweite Wanderung, die wir im Zion gemacht haben, war die zu den Emerald Pools. Sie ist eine verhältnismäßig leichte Wanderung, die auch Familien machen können. Es gibt genau drei Pools: den Lower Pool, den Middle Pool und den Upper Pool.

Gleich zu Beginn des Trails konnten wir ein Reh beim Grasen beobachten. Es ließ sich gar nicht von uns stören und wir konnten es in Ruhe beobachten. Wir standen so nah, dass wir es hätten anfassen können. Was wir natürlich nicht gemacht haben, sondern einfach nur genossen haben einem wilden Tier so nah sein zu dürfen.

20171028-20171028-DSC09624

Die Pools waren jeder für sich einzigartig. Wir hatten leider nicht so viel Wasser, denn sonst hätten wir die Wasserfälle auch richtig sehen können. Dennoch waren sie richtig cool. Gerade der Upper Pool war der  Hammer, da sich in ihm alles gespiegelt hat.

20171028-20171028-DSC09640

Nun bietet sich einem die Option einfach den Weg wieder zurück zu laufen. Wer gerne noch ein Stückchen wandern möchte, der kann einen Loop draus machen. Ihr lauft einfach den Kayenta Trail entlang. Dieser verläuft am Angel River entlang. Es besteht die Möglichkeit von dort aus zum Angels Landing zu gelangen. Ihr könnt unten aber auch in den Shuttel einsteigen, oder noch den Grotto Trail laufen. Dieser ist aber sehr unspektakulär.

20171028-20171028-DSC09649

Weitere Informationen:

Der Eintritt in den Zion NP kostet 30$ (für bis zu fünf Personen). Wir haben uns den Jahrespass für 80$ gekauft (ebenfalls für bis zu fünf Personen). Wenn ihr durch den Park weiterfahren möchtet, benötigt ihr noch einen Permit für den Tunnel. Dieser liegt bei 15$ (pro Auto). Die Parkplätze sind kostenlos. Dennoch solltet ihr früh genug da sein, auch noch in der Nebensaison. Wir waren im Oktober da, und es war am Samstag dennoch richtig voll.

Geht auf jeden Fall IMMER in das Visitor Center. Dort findet ihr wichtige Informationen zu eurem Aufenthalt. An einer Tafel steht, wie das Wetter an dem Tag sein soll und ob z. B. eine Flash Flood zu erwarten ist. Auch steht dort welche Trails geschlossen sind. Des Weiteren könnt ihr auch einfach die Ranger fragen. Sie helfen euch immer weiter.

Direkt am Visitor Center befinden sich auch Toiletten und Stationen, wo ihr euer Wasser auffüllen könnte. Geht bitte niemals mit zu wenig Wasser und Essen los! Egal wie kurz die Wanderung euch auch erscheinen mag.

20171028-20171028-DSC09615

Durch den Park fahren Shuttle Busse die einzelnen Stationen an: es gibt auch von Springdale, die Stadt vor dem Nationalpark, ein Shuttle System – falls es im Nationalpark keine Parkplätze mehr geben sollte. Der Bus ist ebenfalls kostenlos und ihr müsst in der Regel nie länger als 15 Minuten auf einen warten. Die Fahrzeiten stehen aber auch an jeder Station noch einmal ausgehängt. Also vergewissert euch noch einmal wie lange der Bus fährt  bevor ihr euch auf den Weg macht.

zion

3 Kommentare

  1. Hi Janna,

    großartige Bilder! Ich hatte bei meinem Roadtrip durch die USA leider viel zu wenig Zeit im Zion Nationalpark und verfolge seither die Beiträge über die vielen Möglichkeiten, die dieser Park bietet. Denn auch wenn ich nur einen Tag dort war: Das war mein liebster Park.

    Angels Landing steht auch immer mit einem großen Fragezeichen auf meiner Liste, denn auch hier lässt die Höhenangst grüßen. Ist der Weg zum Observation Point auch gut zu leisten, wenn man es mit Höhen nicht so hat?

    Liebe Grüße
    Magdalena

    Gefällt mir

    1. Oh, wir hatten auch viel zu wenig Zeit. Wir waren 1,5 Tage dort und mir persönlich hat es dort auch am besten gefallen im Vergleich zu den anderen Nationalparks in denen wir waren.

      Ich könnte mir vorstellen Angels Landing eventuell beim nächsten Besuch zu machen, aber es gibt dort auch noch so viele andere Möglichkeiten. Auf jeden Fall würde ich dort zusehen es außerhalb der Saison zu machen: denn selbst bei uns im Oktober war es am Wochenende noch brechend voll. Gerade bei Angels Landing.

      Da ich diejenige bin, die am meisten Höhenangst hat (und sogar auf dem Rockefeller Center Schwierigkeiten hatte): für mich war es gut machbar. Es gibt zwar auch dort Stellen, an denen einen die Höhe bewusst wird, aber insgesamt fand ich es nie wirklich beängstigend. Die Wanderung an sich ist recht anspruchsvoll und anstrengend. Man sollte sie nicht unterschätzen!

      Ich persönlich würde jemanden mit Höhenangst eher Observation Point empfehlen als Angels Landing (auch wenn ich das selbst nicht gemacht habe). Da muss man sich glaube ich auch rantesten. Es geht auf jeden Fall deutlich hoch hinaus: von den Höhenmetern sind es mehr als bei Angels Landing, aber ich glaube der Weg ist an sich leichter gestaltet, da er nicht über so einen schmalen Kamm geht.

      Ich hoffe, ich konnte etwas helfen! :)

      Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr
      Janna!

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s