100 Tage Weltreise und dann auch noch Weihnachten – und wie ist es so?

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Ja, bei uns fallen tatsächlich Weihnachten und unser 100-tägiges auf einen Tag! Verrückt, oder? In den 100 Tagen ist jede Menge passiert, Weihnachten unterwegs ist auch noch mal eine ganz andere Geschichte und ich lasse es mir daher nicht nehmen, ein kleines Resumé zu ziehen.

Wie ist es denn nun so, auf Weltreise zu sein?

Kurz und knackig: So richtig gut!

Nein ehrlich! Von Heimweg keine Spur, Reisemüdigkeit ebenso wenig. Wir genießen!

Und ganz ehrlich? Es fühlt sich auch noch kein bisschen lang an! Immer, wenn ich bei anderen Reisebloggern gelesen habe, dass sie 100 Tage unterwegs sind, dachte ich „boa, wie lang!“ Und jetzt, da wir unser 100-tägiges feiern, denke ich mir: hä, was, wie, sind wir denn schon überhaupt los geflogen? 100 Tage klingt so lang – aber unterwegs fühlt es sich plötzlich nicht mehr lang an. Ich nehme das mal als gutes Zeichen. :-)

Und wie ist es so, seit 100 Tagen jeden Tag gemeinsam miteinander zu verbringen?

Nun, um ganz genau zu sein, sind es nur 97 Tage, denn zwei Tage war Marc ohne mich tauchen und einen Tag habe ich hier in der Schule verbracht (als Lehrerin, nicht Schüler! :D).

Aber trotzdem – auch das genießen wir! Soll nicht heißen, dass wir uns nicht streiten würden, aber das tun wir sowieso immer. Bleibt eben nicht aus, wenn zwei Dickköpfe unterwegs sind. :-) Ich wollte auf Weltreise, um mehr Zeit mit Marc zusammen zu haben und die habe ich definitiv bekommen – und über die freue ich mich auch immer noch.

Ob die Füße schon kaputt sind?

Jeder, der uns kennt, der weiß, dass wir waaaahnsinnig viel laufen. Da darf man nach 100 Tagen auch schon mal drüber nachdenken, wie die Füße eigentlich aussehen. :D Nun, die Blasen sind inzwischen wieder weg, aber die Hornhaut… mein lieber Herrengesangsverein! :D

Drei paar Schuhe haben wir insgesamt auf den ersten 100 Tagen Weltreise schon durchgetreten. Zwei paar Flipflops (ja, irgendwie zählen Flipflops nur halb) und meine geliebten Adidas – die ich mir dann in genau der selben Ausführung (nur in anderen Farben) in Amerika im Outlet noch mal gekauft habe – und die Neuseeland ganz sicher nicht überleben werden.

Und unser derzeitiges Highlight nach 100 Tagen?

Marc atmet schwer, als ich ihm diese Frage stelle. „Oh mein Gott“ ist seine erste Antwort – ist ja auch eine gemeine Frage von mir. Auf ein Highlight kann er sich nicht festlegen, ich lasse ihm mal drei durchgehen: Cookislands, Zion National Park und unsere wahnsinns Abel Tasman Wanderung. Da hat er sich schon ein paar gute Sachen ausgesucht.

Mir fällt es nicht gerade leichter, drei Highlights auszusuchen, schaffe es aber trotzdem auf eines, das irgendwie doch besser war als alles andere bis jetzt: New York. Weil ich davon seit wirklich EWIGKEITEN geträumt hatte, und weil es dann sogar besser war, als ich gedacht habe! Und für genau solche Augenblicke reise ich nun mal. :-)

Unser größtes Reisefiasko bis jetzt? :D

Ok, Marc und ich haben uns geeinigt: ich nehme die Bindehautentzündung und Marc die Mülltonne, die auf unser Auto gefallen ist (ja, kein Witz, an genau dem Tag, an dem wir hier in Neuseeland unser Auto gekauft und an der Straße geparkt haben, ist der Müllabfuhr tatsächlich eine Tonne runter und direkt auf unser Auto gefallen – Carglass repariert, Carglass tauscht aus! [oder eben die neuseeländische Variante: Smith and Smith!])

Und dann ist da ja auch noch Weihnachten – und das ohne Schnee!

Für mich ist es ja nichts Neues mehr, vor drei Jahren habe ich ja schon einmal Weihnachten braun gebrannt im Pool gefeiert – und genossen. Und auch jetzt mag ich es; Weihnachten ohne Trubel, ohne schlechtes Wetter, ohne Kälte, ohne diesen ganzen Weihnachtskitsch, den ich letztes Jahr verkauft habe und dank dem ich ein halbes Jahr lang (!) jedes Mal glitzernd von der Arbeit nach Hause gekommen bin, und ohne Stress.

Marc vermisst den Schnee da schon ein bisschen mehr.

Ob wir die Familien vermissen?

Klar, Weihnachten gilt ja immer als das Familienfest schlechthin, aber kommt, als Familie kommt man doch nicht nur zu Weihnachten zusammen! Von daher: Weihnachten ist nicht das erste Fest, das ich im Kreis der Familie verpasse und wird auch nicht das letzte sein, das ich verpassen werde. Weihnachten ist einfach nicht das non plus ultra für mich – und damit auch kein Problem, es unterwegs in der Welt zu feiern. :-)

Und sonst so?

Tja, was soll ich abschließend noch sagen? In 100 Tagen könnt ihr euch auf die 200 Tage Weltreise-Bilanz freuen! Achja, und: frohe Weihnachten und esst etwas gebrannte Mandeln für mich mit!

Sonnigste Grüße,

Marlena und Marc

PS: Um die wohl wichtigste Frage zu beantworten, die euch allen unter den Nägeln brennt: nein, wir sind nicht verlobt! ;)

2 Kommentare

  1. Ich habe eigentlich auf den Artikel geklickt wegen dem tollen Foto – du schreibst echt erfrischend anders und witzig! Finde es total toll, dass ihr den Traum von einer Weltreise lebt!
    Mein Freund und ich reisen im Wohnmobil mit unserem Hund und sind eher im Norden unterwegs, Dänemark, Norwegen, Schottland, Irland….mich reizen andere Länder schon, aber das ist mit Hund nur sehr schlecht machbar.
    Island ist auch schon lange ein Traum von mir – allerdings müsste der Hund da 4 Monate in Karantäne….äääh, nein.

    Gibt es irgendwo etwas mehr über euch zu lesen? Was macht ihr beruflich, habt ihr gekündigt? Wie finanziert ihr die Reise? Wie lange seid ihr noch unterwegs?

    Ich wünsche euch weiterhin eine ganz tolle Zeit!

    LG, Juli von den Roadies

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    1. Vielen lieben Dank für das Kompliment, das freut mich natürlich sehr zu hören <3 :) seine Träume zu leben sollte, finde ich, einfach viel selbstverständlicher werden! :)
      Euer Trip klingt aber auch super, die nordischen Länder stehen bei uns auf jeden Fall auch noch auf der Liste! Sind derzeit nur erstmal nach hinten gerutscht, da Europa ja auch immer als "Kurztrip" (also normaler Urlaub eben :D) gut realisierbar ist, wir genießen es gerade einfach sehr, an Orten, die von Deutschland aus nicht so schnell zu erreichen sind, auch genügend Zeit verbringen zu können, um dem Ort gerecht zu werden. :) Aber Skandinavien kommt auf jeden Fall noch – und dann weiß ich auch schon, an wen ich mich für Tipps wenden kann :)
      Mit Hund unterwegs sein ist bestimmt auch total toll! Ich hätte auch zu gerne ein Haustier, aber mit dem Reisewahn fällt das natürlich flach. Vier Monate Karantäne sind ja wirklich wahnsinnig… das würde ich meinem Hund auch nicht zumuten wollen :-O
      In Über uns haben wir ein wenig zu uns geschrieben, ansonsten haben wir in unserem Weltreiseplan auch beschrieben, wie wir das ganze so realisiert haben – Marc macht ein Sabbatical und ich habe es einfach ausgenutzt, dass ich mein Studium beendet habe und sowieso ein Break drin gewesen wäre – wann, wenn nicht jetzt, hm? :)
      Ich wünsche euch auch noch ganz, ganz viel Spaß, tolle Erlebnisse, jede Menge Abenteuer und vor allem gute Toilettenmomente (:D)
      LG, Marlena :)

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