The Windy City – Chicago

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Chicago war etwas worauf ich mich schon wahnsinnig gefreut hatte und irgendwie auch traurig war, dass wir nur so wenig Zeit hier haben würden. Aber manchmal muss man eben Abstriche machen. Leider.

Die drittgrößte Stadt der USA hat ihren ganz eigenen Charme. Sie ist nicht so quirlig wie New York, oder glamourös. Sie hat auch nicht den Hollywood-Charme wie es Los Angeles hat. Dennoch kann Chicago auf eine ganz andere Art und Weise überzeugen. Diese Stadt braucht nämlich nichts von dem was die anderen beiden Städte haben; sie ist auch so einfach schön.

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Es wird über Chicago gesagt, dass die Stadt sich vor allem durch die Nachbarschaften ausmacht. Und das stimmt in der Tat. Wenn man nicht gerade im Loop bzw. in der Downton ist, hat man immer das Gefühl man befindet sich in einer Art Vorstadt.

Ich habe mich sofort in die niedlichen kleinen Straßen und Häuser verliebt. Ein wenig erinnerte sich mich auch an die Vorstadt in Toronto. Besonders cool war es, dass wir kurz vor Halloween in den USA waren. Somit konnten wir teilweise echt genial dekorierte Hauseingänge sehen. Das wirkt einfach hier noch tausendmal cooler als in Deutschland (wo ich finde, dass es eh einfach nicht zu uns passt).

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Unterkunft:

Wir haben im Getaway Hostel übernachtet. Es liegt im Stadtteil Lincoln Park und ist gut über die Straßenbahn der CTA zu erreichen. Ein 3er Zimmer mit eigener Toilette inklusive Frühstück liegt  bei ca. 33€ pro Nacht (11€ pro Person pro Nacht).

Essen:

Voller Vorfreude machten wir uns auf in das Nutella Cafe, welches an der N. Michigan Street liegt (praktisch direkt am Millennium Park). Insgesamt war es ganz nett dort mal gewesen zu sein, und das Essen war auch lecker, aber wir hatten uns doch noch mehr verrückte Nutella-Kreationen erhofft.

Burger können wir wirklich bei Shake Shack empfehlen. Erst dachten wir ja, dass es bestimmt einfach nur so hochgejubelt wird, aber die Burger sind dort tatsächlich der Hammer! Es ist zwar eine Kette, die in den USA öfter vertreten ist, aber die Burger schmecken deutlich besser als bei McDonalds und werden auch frisch nach der Bestellung zubereitet. Wir konnten es an dem Fleisch, welches noch leicht rosa war, erkennen.

Chicago ohne Deep Dish? Geht einfach gar nicht! New York und Chicago vergleichen sich gerne auch über ihr Essen. Zum Beispiel die Thin Crust (die dünne Pizza in NY) oder eben die Deep Dish in Chicago (die ist fast wie ein Kuchen). Wir haben ganz originell im Giordano’s Pizza gegessen. Zu fünft haben wir uns eine große Bacon BBQ Chicken Deep Dish Pizza geteilt. Am Ende kamen zwei Stücke für jeden raus – und das war definitiv genug! Die Deep Dish sieht ein wenig aus wie ein Pie, wenn sie vor einem steht. Wenn man sich ein Stück von der Pizza nimmt, dann zieht sie lange Käsefäden. Wir waren im siebten Himmel. Im Prinzip ist die Pizza so aufgebaut: Teig, unten eine Menge Käse, dann kommt der Belag und ein dicker Rand. Sie war so wahnsinnig lecker.

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Giordano ist nicht mega günstig, aber wir sind durch eine eine 10$ Giftcard auf 50$ gekommen (inklusive ein Pitcher Bier und andere Getränke), sprich 10$ pro Person für ein richtig gutes Essen. Da kann man nicht meckern! :)

Noch mehr Essen! In Chicago isst man z. B. auch gerne Hot Dogs (angeblich mit mindestens 7 Toppings und ohne Ketchup) und das Italien Beef Sandwich darf man auch nicht vergessen.

What to do:

Chicago River Walk & History Tour

Leider konnten wir die Walking Tour erst an unserem letzten Tag machen, aber diese Tour ist einfach super. Ihr findet sie unter freetoursbyfoot.com. Dort gibt es eine große Anzahl verschiedenster Touren. Es war gar nicht so einfach sich zu entscheiden. Unsere Wahl fiel dann auf River Walk und History Tour. Eine sehr gute Wahl, wie ich finde. Wir erfuhren eine Menge über die Geschichte der Stadt und auch die Gebäude rund um den Chicago River. Die Tour geht ca. 2 Stunden und verläuft direkt am River Walk. Am Ende der Tour gebt ihr einfach je nach dem wie sehr es euch gefallen hat eine Art Trinkgeld.

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Das Spektakel der offenen Brücken könnt ihr nur zweimal in der Woche beobachten (Mittwochs & Samstags, jeweils um 11 Uhr)

„The Bean“ (oder auch Cloud Gate)

Chicagos meist fotografierte Sehenswürdigkeit: das Cloud Gate. Wobei es niemand bei seinem originalen Namen nennt, stattdessen wird es „The Bean“ genannt. Und das ist auch ganz passend für diese Bohne. Irgendwie sieht sie nämlich aus wie eine überdimensionale Kaffeebohne. In ihr spiegelt sich die geniale Skyline der Stadt und wer näher drangeht, kann sich selber sehen und faxen machen! Definitiv ein richtig cooler Ort. Ihr findet das Cloud Gate direkt an der Magnificent Mile bzw. im Millennium Park.

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Es lädt auf jeden Fall zu coolen Fotoaktionen ein :D

Pilsen

Das ist ein ziemlich cooler Stadtteil, der etwas weiter außerhalb liegt. Hier hat man das Gefühl in einer anderen Stadt angekommen zu sein. Besonders bekannt ist Pilsen für seine Straßenkunst. Überall sind Häuserwände bunt angemalt, mal einfach nur Bilder oder auch mal schriftliche Botschaften. Zugegebenerweise haben wir im starken Regen irgendwann aufgegeben und uns nicht mehr alles bzw. den Stadtteil richtig angesehen. Aber ich bin der Meinung er lohnt sich auf jeden Fall wenn man etwas mehr Zeit hat.

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Navy Pier

Chicago liegt am Lake Michigan und bietet somit neben einer coolen Stadt auch noch eine coole Wasserseite. Ich liebe ja Städte, die irgendwie am Wasser gelegen sind. Der Lake Michigan ist so riesig, dass man das Ende nicht sehen kann und bei dem Wellengang denkt man wirklich man ist am Meer angekommen. Der Navy Pier ist so wie jeder Pier eigentlich. Es gibt zum Beispiel ein Riesenrad. Außerhalb der Saison ist da natürlich nicht mehr so viel los. Ab Oktober werden zum Beispiel alle Brunnen in Chicago in den Winterschlaf gelegt.

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Besonders schön wird es wenn man Richtung Lincoln Zoo läuft. Dort gibt es einen großen Strandabschnitt und man kann die ganze Zeit direkt am Lake Michigan entlang laufen. Vorsicht ist aber geboten, die Wellen schwappen gerne auch auf den Gehweg! :D

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City-Views:

Natürlich kann man der Einfachheit halber auf den Willis Tower gehen. Dort gibt es sogar diese Glaskasten die rausfahren und man praktisch über der Stadt steht. Das ganze kostet aber etwas mehr Geld. Uns wurde empfohlen auf das Hancock Building zu gehen. Dort gibt es den Signature Room, eine Bar, die einem einen super schönen Blick auf die Stadt bietet. Man kann sich da ja einfach den günstigsten Drink nehmen und zack fertig! Den besten Blick hat man übrigens wohl aus dem Damen WC!

Neben all diesen Dingen ist Chicago bekannt für die Comedy-Szene sowie eine Menge Bars. Übrigens lässt sich der Name Chicago von „Smelly Onion“ ableiten. Also ich hab mich ganz schön in diese riechende Zwiebel mit dem starken Wind verguckt!

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