Die Niagara Fälle – einmal nass werden bitte!

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Als feststand, dass wir nach Toronto reisen, war ein Besuch der Niagara Fälle keine große Debatte mehr. Aus diesem Grund stellen wir euch einmal vor, was man bei seinem Besuch der Niagara Fälle so zu erwarten hat – und was man nicht verpassen sollte.

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American Falls
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Und Horseshoe Falls

Die Anreise

Von Toronto aus fahren regelmäßig Busse nach Niagara Falls. Wir sind zum Beispiel mit dem Megabus gefahren. Die Fahrt dauert auch nur ca. 2 Stunden. Natürlich kann man auch einen Tagesausflug machen, aber wir erklären euch noch warum wir euch ans Herz legen doch etwas mehr Zeit einzuplanen.

Der Bus Terminal liegt  nicht ganz so zentral, aber nichts was wir nicht eh schon zu Fuß gelaufen wären. Es gibt genau ein Hostel in Niagara Falls, welches auch als Hostel durchgeht. Für uns war es aber zu teuer. Von daher haben wir in einem Motel – das Best Value Inn – genächtigt. Leider war das über 5km vom Busterminal entfernt (dafür aber echt günstig und hey – wir haben in einem Motel geschlafen!!).

Die Stadt

Wir waren alle etwas geplättet von der Stadt, die sich uns hier bot. Es fühlt sich an als wären wir im kanadischen Las Vegas gelandet. Überall gab es Fahrgeschäfte oder Kasinos. Es war als würde man über einen riesigen Jahrmarkt gehen, Riesenrad inklusive. Ich schätze es gibt auch noch einen anderen Stadtkern, der sich nicht um die Fälle herum gebildet hat, den haben wir aber nicht gesehen. Da wir auch nicht mehr in der Hauptsaison unterwegs waren, hatten auch schon viele Restaurants geschlossen. Übrigens je weiter ihr euch vom Kern entfernt, desto günstiger werden die Restaurants. Verhungern müsst ihr dort auf jeden Fall nicht!

Die Fälle

Von der kanadischen Seite aus hat man einen wunderschönen Blick auf die beiden Fälle. Je nach Ort und Stelle kann man direkt auf die Niagara Fälle blicken. Man wird auch fast immer ein wenig nass ;) Wir haben gegen Mittag eine Tour mit dem Hornblower gemacht. Sie kostet ca. 30$ und ist wirklich jeden Cent wert, selbst wenn die Fahrt an sich gar nicht so lange dauert. In der Nebensaison muss man auch nicht wirklich warten. Man bekommt ein Regencape ausgehändigt, welches zumindest etwas Wasser abhält. Dann geht es auf das Schiff. Als erstes fährt es an die American Falls und dann schließlich zu den Horshoe Falls, wo man so richtig nass wird und teilweise durch den Nebel des herunterpreschenden Wassers kaum noch die eigentlichen Falls sieht. Es ist aber auch irgendwie sau cool. Wir können nur sagen, dass man das wirklich unbedingt machen sollte (selbst, wenn man Budget-Reisender ist)!

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Ihr seht nichts? Keine Angst – ging uns genauso! :D

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Für die Fahrt gibt es ein pinkes Regencape – hält zwar nicht wirklich trocken, sieht aber wahnsinnig schnittig aus!
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Am Ende der Hornblower Cruise wird man dann mit einem wunderschönen Regenbogen fürs Nass werden belohnt!

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Unser Tipp ist es übrigens auch auf die amerikanische Seite der Fälle zu gehen. Man kann über die Rainbow-Bridge als Fußgänger gehen. Die kostet 50 Cent Maut. Natürlich sollte man seinen Pass dabei haben!!! Bei der Ankunft in Amerika wird nach dem ESTA gefragt, es werden die Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht. Für die Landeinreise zahlt man 6$ und dann geht es schon los (falls man vorher schon seinen ESTA-Stempel im Pass hat, dann ist die Einreise sogar komplett kostenlos). Die amerikanische Seite ist im Gegensatz zur kanadischen nicht so zugebaut, was uns sehr überrascht hat. Man kann über die kleinen Inseln gehen und steht dann am Rand der Fälle, wo das Wasser förmlich über die Ecken schießt. Einfach unvergesslich!

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Der Blick von der Rainbow Bridge, die man passieren muss, um von Kanada nach Amerika zu kommen

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Warum man nun mehr als nur einen Tag einplanen sollte? Wir sind der Meinung man sollte die Fälle sowohl im dunkeln als auch beim Sonnenaufgang sehen. Wenn es dunkel wird, werden die Fälle in bunten Farben angeleuchtet. Klar, man ist irgendwie nie alleine, aber dennoch ist es das einfach wert.

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Genau wie der Sonnenaufgang. Wer in der Nebensaison reist hat auch das Glück, dass die Sonne erst später aufgeht. Von daher muss man nicht sooooo früh aufstehen. Die Sonne blitzt dann irgendwann von Amerika her rüber und taucht die Fälle in ein knalliges Orange. Es lohnt sich also auf jeden Fall!

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Essen

Wir empfehlen auf jeden Fall einen Besuch von Phyl’s Diner. Es liegt zwar etwas außerhalb, aber das Essen war dort so verdammt gut. Und die Milchshakes auch! Und die Bedienung war so super nett. Daneben waren wir noch in Chucks Roadhouse. Dort  gab es ebenfalls gute Burger und Steak. Sowie leckeren Eistee mit free Refills – ich glaube ich brauche nicht zu erwähnen, dass wir danach betrunken vom Zucker waren! :D

niaga

 

2 Kommentare

  1. Schöne Fotos von den Falls! Und guter Bericht. Den Sonnenaufgang hätte ich mal mitnehmen sollen, als ich da war. Aber im Urlaub steh´ ich nicht gern früh auf. Übrigens gibt es tatsächlich eine Art Ortskern, der nicht aus diesem widerlichen Vergnügungspark besteht. Einfach dem Fluss folgen, der von den Fällen weg fließt. Dort kann man auch gute, günstige Air BnBs finden ;)

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    1. Das verstehe ich absolut. Ich stehe auch nicht gerne früh im Urlaub auf. Zum Glück geht die Sonne im Oktober ja schon bedeutend später auf als im Sommer. Ansonsten genieße ich auch lieber einen Sonnenuntergang als einen Sonnenaufgang.
      Von dem Ortskern haben wir leider auch erst gehört als wir schon wieder weg waren. Dennoch vielen Dank für den guten Tipp!!

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