Bacalar – da, wo ich Mexiko fand

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Habt ihr schon mal von der Lagune der sieben Farben in Mexiko gehört? Ich habe davon Wind bekommen, als ich nach einem vernünftigen Zwischenstopp für den Trip von Belize zurück nach Cancun gesucht habe – und war hellauf begeistert. Bacalar ist ca. 40km von Chetumal, dem Ort Mexikos an der Grenze zu Belize, entfernt und, wie ich vor Ort herausfand, verglichen mit anderen Orten relativ klein und vor allem relativ untouristisch. Achso, und die Lagune selbst erstrahlte in der Tat in jeder Menge Farben.

„Es MUSS hier einen Oxxo geben, hier kommen doch so viele Touristen hin! Und Touristen sehe ich auch keine, wir können also noch nicht im Zentrum sein!“

Waren wir. Aber in Bacalar fanden wir weder einen Oxxo, noch viele Touristen.

Ich glaube das lag daran, dass wir hier „like a local“ unterwegs waren, was übrigens eine super Erfahrung war!

So ziemlich alle Hostels befinden sich direkt an der Lagune, wir hatten uns aber für eine mehr als günstige Airbnb-Wohnung in Bacalar Town entschieden. Somit mussten wir zwar eine ganze Weile suchen, bis wir Zugang zu der Lagune fanden, waren dann aber unter hunderten Mexikanern die einzigen Touristen!

Wie erwähnt, es ist nicht ganz einfach, ein Stückchen Lagune zum Plantschen zu finden, da sämtliche Hotels, Hostels, Campingplätze und Restaurants direkt da ran gebaut sind. Letztendlich verschlug es uns dann ins Balneario Ejidal, quasi ein Lagunenzugang im Freibadstil, was mit 15 Pesos auch nicht wirklich preislich ins Gewicht fiel. Dort hatten wir dann eine Liegewiese, Stühle und Tische mit Sonnenschirmen, die man sich für weitere 30 Pesos mieten konnte, ein Restaurant, sanitäre Einrichtungen und jede Menge mexikanische Musik. Man war das cool!

Da ich ja noch gar nicht erwähnt habe, was die Lagune denn nun eigentlich ist: für uns war sie eigentlich nichts anderes, als ein großer See, in dem eben ein beeindruckendes Farbspiel stattfindet: im vorderen, flachen Teil kann man hier wirklich von einem karibischen Blau sprechen, weiter nach hinten wird es dann plötzlich azurblau. Gesäumt ist der See von jeder Menge Mangroven. Eine tolle Kulisse.

Wir hatten nur einen Tag hier und entschieden uns dazu, es ganz ruhig anzugehen, im bereits erwähnten Bad in der Lagune plantschen zu gehen, zwischendurch immer mal wieder Hörbuch zu hören und es uns schlichtweg gut gehen zu lassen.

Natürlich hätten wir auch wieder die Entdecker raushängen lassen können: in der Lagune gibt es mehrere Cenoten, die nur darauf warten, erkundet zu werden, außerdem kann man eine Bootstour zu den verschiedenen Spots in der Lagune machen oder kurzerhand auch einfach selbst ein Kayak mieten.

Aber wir entschieden uns dazu, das Leben zu genießen und uns an diesem Tag ein klein wenig mexikanisch zu fühlen.

Am Vorabend hatten wir sogar eine Pizza gegessen, in der Pizzeria, die unser Airbnb-Host uns empfohlen hatte und wo sich scheinbar der ganze Ort traf (kein Wunder, die fühllen ihre Pizzaränder da nämlich auch mit Frischkäse!!).

An unserem zweiten Abend gab es dann aber wieder klassisch Tacos, übrigens die besten, die wir bis jetzt in Mexiko gegessen hatten!

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Und so ließen wir einfach das Leben an uns vorbei ziehen in Bacalar, aßen abends noch Marquesitas auf der Straße, nutzten das WLAN, das sich im Park von Bacalar befand und quatschten ein wenig mit den Locals (so gut das eben ging mit meinen Spanischkentnissen, es war eher so das Vorstellen, was man in Lektion 1 im Spanischkurs lernt) und lunzten in die Bars hinein, die mal so wirklich wie „Saloons“ aussahen und aus denen die wohl mexikanischste Musik kam, die ich jemals gehört hatte!

Wirklich mehr hat Bacalar auch nicht unbedingt zu bieten, direkt im Zentrum der Stadt gibt es noch die Überreste einer kleinen Burg, das war’s dann aber auch.

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Vielmehr ist diese Stadt einfach herrlich, um das mexikanische Leben zu sehen, darin einzutauchen, die Seele baumeln zu lassen und gute Tacos zu essen.

Und mit der Airbnb war das auch unverschämt günstig! Solltet ihr wirklcih mal probieren! :)

Ich denke, dass wir letztlich kein einziges Bild von der Lagune selbst geschossen haben, sagt darüber schon einiges aus. ;)

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