Reisetagebuch #012 – Kia Orana!

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Mit diesem paradiesischem Gruß melden wir uns aus, naa, dem Paradies! Marc und mich hat es nach vier Wochen vollgepackt mit fettigem Essen, wuseligen Städten und traumhafter Natur in den Vereinigten Staaten gemeinsam mit Janna auf die Cookinseln verschlagen.

Es kommt mir vor, als wären erst ein paar Sekunden vergangen, seitdem wir Janna in LA am Flughafen verabschiedet hatten, wissend, dass es jetzt wohl ein wenig länger dauern würde, bis wir uns wieder sehen, da für Janna ja bald „die Pflicht“ (aka Kinder quälen) ruft. Gut, dass ich wirklich schlecht im Verabschieden bin und mir dabei einfach nie bewusst ist, was für ein Abschied das denn gerade war… Janna hatte danach noch einige Stunden am Flughafen vor sich, wir durchquerten die Sicherheitskontrollen und würden schon bald in unser Flugzeug steigen.

Erwähnte ich, mit welcher Airline ich fliegen würde? Nein? Ich sage es gerne noch mal: wir flogen mit keiner geringeren Airline als AirNewzealand, die Airline mit der Abstand besten Werbung, die ich jemals für irgendetwas gesehen hatte und die zugegebenerweise auch der Hauptgrund war, weshalb ich unbedingt mal mit denen fliegen wollte (sonst bin ich überhaupt nicht anfällig für Werbung!).

Konnte mir aber selbst nicht vorstellen, dass das einen fernen oder nahen Tages wirklich mal passieren würde.

Aber dann war er da, dieser perfekte Flug.

Von Amerika nach Neuseeland vernünftige Flüge zu finden, stellte sich als gar nicht so einfach heraus. Als ich dann einen Flug über die Cookinseln, einen Ort, an den ich sonst wohl nie wieder von Europa aus kommen würde, sah, die auch noch von AirNewzealand angeboten wurde, bin ich ein bisschen durchgeflippt – und habe gebucht.

Das Ganze hat mir erstens den wohl mit Abstand besten Flug meines Lebens verschafft (lasst euch so viel gesagt sein, ich hatte mich schon in dem Moment in sie verliebt, als ich sah, dass das die erste Airline war, die es tatsächlich mal geschafft hatte, auf mein Ticket MS Marlena Picht statt MRS zu drucken) und zweitens den wohl paradiesischsten Abstecher, den ich mir hätte erträumen können.

Wenn nicht diese Ankunftstage wären. Ich weiß gar nicht, welche Geschichte besser ist.

Deshalb fang ich einfach mal chronologisch an, mit der Geschichte der zerstörerischen Sandhose (hoffe, das klingt böse genug).

Nachdem wir noch ein bisschen Zeit rumzukriegen hatten, bis wir in unser Hostel einchecken konnten, legten wir uns kurzerhand einfach an den schönen Strand hier und dösten ein bisschen (ich wollte ja im Flugzeug schlafen, aber dann sah ich, dass im Bordprogramm von AirNewzealand die neue Staffel Doctor Who vertreten war, auf die ich seit zwei Jahren schon wartete… damit war die Nacht gegessen). War auch super – bis plötzlich besagte Sandhose ohne Vorwarnung einfach über uns hinüber zog. Wir trauten uns nicht zu atmen, geschweige denn die Augen aufzumachen, schützten einfach nur unseren Kopf und hofften, dass es besser werden würde. Wurde es dann auch – aber der Sand war natürlich überall. Und wenn ich überall sage, dann meine ich wirklich überall! Würde mich nicht wundern, wenn er in ein Ohr reingepustet ist und aus dem anderen wieder rausgepustet wurde. :P Somit fand unser erster Strandausflug ein jähes Ende und wir versuchen jetzt, zwei Tage später, immer noch die letzten Sandkörner loszuwerden.

Die zweite, weitaus bessere Geschichte, verdanke ich Marc – dank dem kann ich jetzt nämlich behaupten, dass ich schon mal nackt auf einem Hostelsofa gesessen habe.

Na gut, nicht ganz nackt, ich hatte noch ein (sehr knappes) Handtuch um mich geschlungen, aber das war‘s dann auch. Und an meine Klamotten bin ich nicht gekommen. Denn Marc hatte uns allen Ernstes, während ich duschen war, aus unserem Zimmer ausgeschlossen. Schlüssel drin, Klamotten auch, wir draußen, Tür zu, nix zu machen. Zu allem Überfluss wird auf den Cookinseln der Sonntag übrigens noch ernster genommen, als in Deutschland, was bedeutete, dass ich peinlich berührt beim Hostelmanager anrufen und bitten musste, dass sie uns unsere Tür wieder aufmacht – und das Ganze mit nur einem winzigen Reisehandtuch bekleidet. An der Stelle noch einmal danke Marc für diese tolle Geschichte, wie du ja schon vermutet hattest, verwende ich sie natürlich für das Reisetagebuch! :D

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Bis jetzt haben wir hier nur entspannt, viel geschlafen, am Strand gelegen, (endlich wieder) selbst gekocht und einfach nur den hammer Ausblick egal wohin auf der Insel genossen. Aber keine Angst, ab morgen wird es mehr Action geben, im nächsten Reisetagebuch werden dann vermutlich Schlagwörter wie „wandern“, „Inselüberquerung“ und „Scooter“ fallen. ;)

(Und trotzdem wird es dieses Reisetagebuch erst in einer Woche geben, denn ganz Insel-life mäßig ist Internet hier natürlich Mangelware – stört uns aber nicht im Geringsten! Bis dahin: aere ra!)

Marlena

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