Warum ich mich gegen eine Weltreise entschieden habe

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Der Titel liest sich wahrscheinlich wie der größte Albtraum eines jeden Vollblutreisenden. Wie kann man sich nur gegen eine Weltreise entscheiden? Genau diese Reaktionen habe ich auch oft bekommen. Wo es zuvor Unverständnis gab eine Weltreise zu machen, trat mir nun Unverständnis gegenüber, dass ich sie nun doch nicht mehr mache.

Wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist, möchte ich euch gerne genauer berichten.

Noch vor zwei Jahren war ich es, die Marlena von Plänen berichtete und mit der Idee ansteckte nach dem Studium noch einmal in die Ferne zu reisen. Wir waren gerade von unserer ersten „Auszeit“ zurück und hatten das Masterstudium wieder aufgenommen. Sofort waren wir beide begeistert von dieser Idee. Wir begannen zu sparen, Pläne zu schmieden.

Es war alles gut.

Bis es das auf einmal nicht mehr war.

Es gibt Tage, da frage ich mich selber wie es zu diesem Punkt gekommen ist. Aber er ist nun einmal gekommen. Kurz nach dem ich mein Visum für Neuseeland beantragt habe fühlte ich mich nicht mehr wohl mit der ganzen Sache.

Manch einer mag es jetzt kalte Füße nennen, aber das war etwas anderes als kalte Füße. Ich habe ja schon einmal vier Monate im Ausland gelebt und da hatte ich nicht so ein unwohles Gefühl bevor es los ging.

Es gab auf einmal so viele Dinge, die ich vorher erfolgreich verdrängt hatte. Zum einen der Fakt, das ich noch nicht einmal annähernd so viel Geld gespart hatte, wie ich es vorgehabt hatte. Zum anderen, dass ich ab nächstem Jahr meinen Bafög-Kredit zurück bezahlen muss. Das sind Faktoren, die ich gut verdrängt habe. Viele würden jetzt sagen man braucht nicht viel Geld für eine Weltreise oder das man bestimmt die Zahlung des Kredits verschieben kann. Aber das würde für mich bedeuten vor meiner Verantwortung wegzulaufen – und das tue ich einfach nicht. Ich weiß wie viele jetzt schreien werden „vorgeschobene Gründe“ und „Ausreden“. Vielleicht kommt das für andere in Frage: für mich aber nicht. Aus einem einfach Grund es sind keine Ausreden.

Wenn ich eine solche Reise mache, möchte ich mir nicht ständig Gedanken darum machen müssen wie viel Geld ich ausgeben kann. Ich möchte das auch einfach mal genießen können. Vielleicht möchte ich mir unterwegs auch mal etwas gönnen und nicht jeden Cent umdrehen, so wie ich es aktuell müsste. Damit lebe ich schon seit ich studiere und es nervt mich langsam immer auf mein Geld achten zu müssen.

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Und dann.. dann gibt es da noch ein Leben, das ich mir wieder mühsam aufgebaut habe nach meinem Auslandsaufenthalt in Irland. Noch einmal so schnell von Null zu beginnen konnte ich mir auf einmal einfach nicht mehr vorstellen. Ich habe mir hier wieder einen Freundeskreis aufgebaut, Freunde mit denen ich den nächsten Ausbildungsschritt gemeinsam starten kann. Etwas das mir viel bedeutet. Natürlich gibt es hier auch wieder die Gegenargumente, dass wahre Freunde den Kontakt nicht abbrechen und man am Ende sowieso alleine sich vor all diese Dinge stellen muss. Aber ich weiß eben wie es bereits nach vier Monaten war, dass eine mehr als enge Freundschaft zerbrochen ist, dann möchte man das nicht unbedingt noch einmal riskieren.

Zumindest nicht zu dem jetzigen Zeitpunkt.

Und wo ich hier vom nächsten Ausbildungsschritt spreche. Viele reden immer davon wie unglücklich sie in ihrem Beruf sind, wie wenig er sie erfüllt und dass sie glauben das Reisen ohne Ende sie erfüllen wird. Der Schrei nach Freiheit. Tatsächlich kenne ich dieses Gefühl, das Bedürfnis nach Freiheit, einfach tun und lassen was man möchte. Deswegen habe ich mir ein Jahr Auszeit vom Studium genommen. War dort als AuPair in Irland und habe danach noch einige Wochen gehabt, bevor das Studium losging. Es mag sich jetzt vielleicht für viele konträr anhören, aber mit 25 freue ich mich tatsächlich auch einfach auf ein normales Arbeitsleben, ein geregeltes Einkommen und geregelte Arbeitszeiten. Ich schlage mich seit Jahren im Hotelgewerbe als Nebenjob herum. Sprich, unregelmäßige Arbeitszeiten meist abends und am Wochenende, Dienstpläne, die meist erst kurzfristig rauskommen plus die liebe Saison wo man oft im Winter ohne Kohle da stand. Unteranderem auch ein Grund warum mein Sparvorhaben noch nicht so weit ist wie ich es gerne hätte. Und klar, hätte ich mir noch einen anderen Job suchen können. Auf dem Land leider gar nicht so einfach wie man es sich vorstellt, plus die Beschränkungen wie viel man im Monat verdienen darf, besonders im Bezug auf Bafög (und ich hatte noch nebenbei ein paar andere Jobs).

Als ich diese Entscheidung getroffen habe, fühlte ich mich schlagartig viel besser. Da wusste ich, dass es richtig war. Ich werde mit Marlena und Marc durch die USA reisen und sie höchstwahrscheinlich auf ihrer Weltreise so oft es geht besuchen.

Und etwas das ich schon jetzt weiß. Ich spare fleißig weiter und nach dem Referendariat geht es wirklich los! Vielleicht brauche ich einfach noch diese Zeit.

Tja, und jetzt kommt mein liebstes Totschlagargument „Du weißt ja nicht was in zwei Jahren sein wird“. Nein, das weiß ich nicht. Ich kann genauso wenig in die Zukunft schauen wie andere. Aber ich gehe nicht davon aus, dass ich in zwei Jahren tot bin. Oder sterbenskrank. Natürlich können sich in zwei Jahren viele Dinge ändern, vielleicht habe ich bis dahin die Liebe meines Lebens getroffen. Aber deswegen wird mein Leben nicht weniger wertvoll sein als wenn ich eine Weltreise mache. Genauso wenig kann ich wissen was auf meiner Weltreise passiert. Vielleicht stürzt mein Flieger ab, vielleicht habe ich einen Unfall. Es könnte auch passieren, dass ich in einem Jahr keinen Job bekomme. Ich höre schon die Worte „Na und?“. Es klingt vielleicht blöd für eine 25-jährige, aber ich denke tatsächlich an meine Zukunft. Ich möchte so viel wie möglich von meinem Leben haben. Und ja das schließt für mich auch ein, dass ich im Alter keine Probleme habe. Klar, ich weiß nicht was in 50 Jahren sein wird, aber deswegen kann ich nicht so leben als gäbe es kein Morgen. Für mich ist das Motto „Leben so als wäre jeder Tag dein letzter“ einfach unsinnig. Denn es gibt in jedem Fall immer ein Morgen. Davon möchte ich doch ausgehen. Man muss sich einfach Gedanken machen ob und an welcher Stelle man welche Träume umsetzt.

Ich bin nicht weniger wert weil ich mich umentschieden habe. Ich bin genauso wertvoll wie jemand der gerade seine Weltreise antritt. Wir sind alle gleich viel wert: jeder lebt sein Leben wie er es mag. Ich möchte auch nicht werten, auch wenn es mir manchmal schwerfällt nichts zu sagen, wenn jemanden geraten wird sich nicht viele Gedanken zu machen und einfach los zu reisen. Besonders wenn Kinder oder Tiere im Spiel sind. Dann schreit alles in mir. Ich kann Leute nicht verstehen, die einfach kopflos in diese Sache gehen, aber ja – jeder wie er mag.

Das was ich jedem damit sagen will: wenn du Zweifel, Bedenken oder einfach ein unwohles Gefühl dabei hast, dann hab sie. Wäge sie genau ab, lass dir Zeit. Es muss dir mit deiner Entscheidung gut gehen. Viele Blogs sagen dir immer nur, du sollst es einfach tun und dir keinen Kopf darüber machen. Ich finde, wenn Zweifel da sind, dann sind sie auch berechtigt. Und wenn du dich dabei nicht gut fühlst, dann ist es eben so. Man sollte sich zu nichts zwingen, weil man meint das würde einen weiterbringen. Klar, tut es das einen sicher, aber was genau bringt es dir wirklich?

Sei dir klar darüber was du möchtest und was nicht.

Und wenn du jetzt gerade keine Weltreise möchtest dann ist das vollkommen okay.

Und wenn doch, dann ist das ebenfalls ok.

Und wenn du noch weiter sparen möchtest und in zwei Jahren los gehst – dann ist auch das okay!

 

15 Kommentare

  1. Ich find’s super, dass du so ehrlich bist. Und ich verstehe dich, denn auch mit 25 Jahren kann man sich Gedanken um die Zukunft machen. Ich bin auch froh, einen recht geregelten Job zu haben zurzeit und kann das vollkommen nachvollziehen :)
    Und wenn man erst mit 70 reist, dann ist das eben so. Jeder wie er mag. Jeder wann er mag.

    <3

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  2. Liebe Janna,
    sehr ehrlicher Bericht – und ich stimme dir da so zu! Jeder muss genau das Leben leben, das er oder sie in diesem Moment will. Und einen Job und geregelte Arbeitszeiten und ein Gehalt, was dir ein schönes Leben ermöglicht, sind doch auch wertvolle und wichtige Entscheidungen. Natürlich bist du dadurch nicht weniger wert!!!

    Du hast ja schließlich nur dieses eine Leben. Also gestalte es, wie du es willst und nicht wie es dir dein Umfeld, deine Freunde, die vielen Blogs da draußen vielleicht vorschreiben wollen.

    Und ja, wenn du in 2 Jahren reisen willst – dann wirst du es tun.

    Viel Erfolg auf deinem weiteren Weg, egal wohin er dich bringt.

    Liebe Grüße
    Magdalena

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    1. Liebe Magdalena,
      vielen vielen Dank für einen so lieben und ehrlichen Kommentar. Zugegeben hatte ich ja Bauchschmerzen, ob ein solcher Post überhaupt gut aufgenommen wird. Ich bin überwältigt von den vielen Kommentaren!
      Ich bin auch gespannt wohin mich mein Leben treiben wird. In die Zukunft kann ja keiner von uns schauen! :)
      Ich wünsche dir auch alles gute! :)
      Liebe Grüße, Janna

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  3. Ich wollte noch nie eine Weltreise machen. Ich reise sehr, sehr gerne, aber für mich wären es wahrscheinlich zu viele Länder, Personen, Sprachen, Währungen in zu kurzer Zeit. Ich bin sehr gerne weg, habe aber auch sehr gerne meine Basis in Wien. Ich finde es sehr mutig, dass Du für Dich sagen konntest, Nein, mache ich nicht….

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    1. Liebe Gudrun,
      ich finde auch nicht, dass jeder eine Weltreise machen muss. Es ist nicht für jeden etwas und ich persönlich habe jetzt nach vier Wochen Amerika auch sehr große Vorfreude auf Zuhause. Vier Wochen sind eine lange Zeit und ein guter Anfang zu sehen ob man auf längere Zeit reisen möchte oder nicht. Ich denke, ich könnte noch ein zwei Wochen länger reisen, aber dann würde es mir genügen.
      Ich glaube es war an der Zeit, dass jemand mal den „Mut“ beweist und auch eine andere Richtung aufzeigt.
      Danke dir für deine lieben Worte! :)

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  4. Finde ich eine sehr gute Einstellung. Und Natürlich ist positives Denken wichtig, aber alles immer durch eine rosarote eswirdschonallesgut-Brille zu sehen ist nicht sinnvoll. Ich hab das Bafög so schnell wie möglich abgearbeitet und dann weiter angespart, so kann man dann wirklich frei reisen (ohne wegrennen und nervige Gedanken im Hinterkopf).

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    1. Hey Manu!
      Danke für deinen Kommentar! Ich bin ganz überwältigt von den vielen Kommentaren zu diesem Post.
      Ja, genauso geht es mir auch und ich freue mich richtig auf einen normalen Alltag und geregelte Arbeitszeiten. Es klingt manchmal komisch, aber ich habe gar kein Bedürfnis nach einer Auszeit. Wovon brauche ich denn eine? Das Studium ist zwar nicht einfach, aber man hat auch dort genügend freie Zeit und jetzt habe ich auch noch einiges an freie Zeit zur Überbrückung! :D

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  5. hallo:) ich finde deinen eintrag ganz ganz toll:) ich finde reisen ist wirklich was besonderes..und man lernt so viel fürs leben..ich finde schon, dass ich vor allem in meiner zeit wo ich alleine weg war (das waren 2 monate ghana und ein monat neuseeland – und ein monat thailand, philippinen mit meinem freund -> aber das war eher wie urlaub) viel gelernt habe, bzw. einfach eine geniale zeit hatte…auch wenn ich irgendwie nicht total anders geworden bin bzw. mich nicht total verändert habe, aber es war wichtig für mich..dieses gefühl zu spüren, frei zu sein, machen zu können was man will, weg zu sein, das gefühl zu haben stolz auf sich selbst sein zu können usw..:) aber ich muss auch ehrlich sagen, nachdem ich in thailand war (jänner/feb 2017) hatte ich danach auch nicht mehr das bedürfnis zu reisen..momentan mag ich es auch lieber meine arbeit zu haben, geld zu verdienen und mein leben zu leben..aber ich sehne mich eher nach kurzen abenteuern..zb. mal drei tage weg oder so…und beim reisen ist es irgendwie immer so, dass ich das gefühl hatte, ich MUSS was anschauen, ich MUSS was machen..das ist auch nicht richtig..ich bin eben der mensch, der einfach auch nur mal einen tag zuhause chilen will, gemütlich was kochen, eine runde spazieren..und auf reisen ist das irgendwie anders..

    naja du kannst sehr stolz auf deine entscheidung sein..mach was dir freude macht..und BLEIB bei dir…

    alles liebe lisa

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    1. Liebe Lisa!
      Danke für deinen tollen Kommentar und deine ebenfalls sehr ehrlichen Worte. Ich glaube wir sind da ähnlich. Ich brauche auch mal einen freien Tag wo ich nur chillen kann. Jeden Tag etwas sehen und praktisch alles abhaken müssen, dass ist nicht meine Welt. Das habe ich erst jetzt wieder gemerkt. Wir sind eben alle unterschiedlich, von daher auch unterschiedliche Reisetypen. Reisen wird immer meine Leidenschaft bleiben und wer weiß was die Zukunft wirklich bringt.
      Alles gute dir! :)
      Liebe Grüße, Janna

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  6. Ein richtig toller Beitrag!!
    Ich habe zwei Mal eine Stelle als Fremdsprachenassistentin in meinem Lieblingsland Frankreich bekommen und diese zwei Mal abgelehnt, obwohl ich sie bei der Bewerbung jedes Mal wirklich wollte. Es war mein absoluter Traum. Aber als es dann so weit war, hat es sich einfach nicht richtig angefühlt. Ich hatte einfach das Gefühl, dass der Zeitpunkt nicht gepasst hat. Beim ersten Mal ging es mir gesundheitlich nicht gut (etwas Langwieriges) und ich wollte daher mein „Sicherheitsnetz“ nicht verlassen, beim zweiten Mal hatte ich endlich das Gefühl, in Wien angekommen zu sein (Job, Freund, Wohnung etc.), dass alles in den richtigen Bahnen lief und das wollte ich nicht alles aufgeben. Na ja, was ich damit sagen wollte, ich verstehe dich sehr gut. Und es ist total okay, etwas nicht (mehr) zu wollen. Ich finde es gut und wichtig, dazu zu stehen.
    Ich wollte übrigens noch nie eine Weltreise machen. ;)
    Alles Liebe
    Julie

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    1. Hey Julie! Danke für deinen tollen Kommentar. Ich denke es ist ganz natürlich, dass sich Dinge, die wir uns wünschen oder vorstellen, sich einfach ändern. Manchmal ist es das Leben, welches sich Zuhause so sehr verändert, dass man nicht mehr wegmöchte und manchmal eben andere Dinge. Ich bin froh so mutig gewesen zu sein und zu sagen, dass ich es nicht mehr möchte. Denn wahrscheinlich wäre ich mit der Reise nicht glücklich gewesen und nach vier Wochen USA kann ich auch sagen, dass ich wohl auch keine Weltreise möchte. Gerne mal vier Wochen am Stück reisen, aber danach reicht es mir auch tatsächlich. Ich wünsche dir auch alles gute für deinen weiteren Weg! :) Liebe Grüße, Janna

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      1. Witzig, ich bin dann zweieinhalb Wochen alleine durch Frankreich gereist und war damit mehr als zufrieden. Danach war das Thema Auslandsaufenthalt auch vom Tisch. :)
        Es ist immer gut, auf sich zu hören. ;)
        Du kannst daher sehr stolz auf dich sein. Diesen Mut hat nicht jeder. Ich finde aber genau solche Menschen und Lebendläufe interessant.
        Ich wünsche dir auch alles Liebe und ein schönes Wochenende
        Julie

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  7. Ich war schon 15 Monate auf Weltreise, dss war 2005. Seitdem bin ich nie mehr den Travelbug losgeworden. 2014 gab es eine zweimonatige Auszeit in der Elternzeit und nächstes Jahr nehmen wir uns auch zwei Monate vom Job frei und gehen mit unserem dann fünfjährigen Sohn nach Neuseeland und Taiwan. Kannst ja mal reinschauen und wenigstens lesend mitreisen: https://www.karl-reist.de. Ich liebe reisen, aber trotzdem reisen wir langsam und hängen gern auch mal ein paar Tage nur rum anstatt von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu rennen. Diese Entschleunigung ist auch auf Reisen wichtig.

    Trotzdem soll es doch jeder machen wie er möchte. Ich finde es mir wichtig, dasd die Leute überhaupt mal verreisen, weil er hilft den Horizont zu erweitern. Aber wie lange, ist doch letztlich deiner Entscheidung. Und wenn du dich so wohler fühlst, dann war es für den Moment die richtige Entscheidung.

    Bei mir war es besonders vor der (damals open end gestarteten) Weltreise ein auf und ab. Von totaler Vorfreude zu Panik und Zweifel an der eigenen Entscheidung a la „bist Du blöd, sowas gruseliges zu wagen“. Das wechselte teilweise stündlich. Aber ich habe es einfach durchgezogen, denn zurückfliegen hätte ich ja jederzeit können.

    Deine Entscheidung war schon richtig, aber bei einer Sache muss ich wieder sprechen. Deine „feste tiefe“ Freundschaft, die bei deiner viermonatigen Reise kaputt gegangen ist, kann nicht so tief und fest gewesen sein, wie du sie empfunden hast. Echte Freunde trennen auch keine 100 oder 10.000 km. Vielleicht hat man weniger Kontakt, aber das Gefühl der Verbundenheit bleibt und sobald man sich wieder spricht, ist es als ob der andere nie weg gewesen war. Das sind die Freundschaften, die zählen. Und die anderen? Die kommen und gehen, auch ohne Reise.

    Alles Gute für dich und always good travels, Nina

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    1. Hey Nina!
      Warum auch immer, aber dein Kommentar ist im Spam gelandet. Tzzzz!
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar: mittlerweile bin ich nach knapp fünf Wochen wieder Zuhause und kann für mich sagen, dass ich tatsächlich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich bereue keine Sekunde, dass ich mich gegen meine ursprünglichen Pläne entschieden habe (und damit auch meine Chance in Neuseeland Work&Travel zu machen in den Wind geschossen habe). Es gibt eben unterschiedliche Reisetypen und mir persönlich geht es nicht darum mal um die Welt gereist zu sein oder viele Länder gesehen zu haben. Klar möchte ich gerne vieles sehen, aber wie viel sehen wir tatsächlich? Ich genieße lieber 4 – 5 Wochen und komme dann nach Hause zurück.
      Was die Freundschaft betrifft, vielleicht war sie wirklich nicht so tief wie ich dachte, wobei es erst noch gut war als ich wieder da war. Ich schätze einfach, dass ich mich auch sehr verändert habe und diese Veränderung der Freundschaft nicht gepasst hat. Denn das macht jede Reise mit einem, egal wie lang oder kurz sie sein mag – man verändert sich.

      Ich wünsche dir auch alles Gute für die nächsten Reisen!
      Liebe Grüße, Janna

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