Ein perfekter Tag in Xunantunich (von San Ignacio aus)

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Eigentlich fing der Tag ja alles andere als perfekt an hier in San Ignacio. Wir saßen im Tourbus und waren auf dem Weg zur ATM-Cave, dort angekommen war dann aber alles geflutet und es war uns unmöglich, die Tour durchzuführen. Morgen dann wieder.

Jetzt hatten wir aber diesen angefangenen Tag.

Und den haben wir in etwas ganz tolles umgesetzt, was ich natürlich niemanden vorenthalten möchte.

Frühstück bei Pop’s in San Ignacio

Klingt wie ein amerikanisches Diner, sieht auch so aus, und schmeckt absolut unbeliezable gut! Ich bin im Internet beim Googlen öfter darüber gestoßen (als ich nach Sehenswürdigkeiten in San Ignacio gesucht hatte) und spätestens, als unser Tourguide uns Pop’s auch noch zum Frühstücken empfiehl, war die Entscheidung gefallen.

Und alle, die sagen, Pop’s ist grandios haben Recht! Wir hatten einen Frühstücksburrito und eine Waffel mit Banane und es war der absoulte Wahnsinn! Super lecker und hat echt lange satt gehalten. Der wirklich perfekte Start in den Tag.

Schnell noch Früchte shoppen auf dem Markt in San Ignacio

Sind wir ehrlich, das Obst in Deutschland ist nicht immer der Knaller. Umso mehr freute ich mich schon darauf, jede Menge frisches Obst in Belize zu probieren – und ich wurde nicht enttäuscht. Auf dem großen Markt in der Stadt gibt es jede Menge Stände mit verschiedenem Obst und Gemüse. Besonders angetan hatten es uns die kleinen Bananen hier, denn die schmecken wirklich noch nach Banane – einfach nur klasse! Für den Trip schnell noch eingedeckt mit fünf Bananen für unglaubliche 50 Cent (umgerechnet gerade mal etwa 20 Cent) konnte es dann los gehen!

Den Chickenbus Richtung Benque schnappen

Taxifahren kann ja jeder, aber Chickenbus fahren, das ist einfach ein Erlebnis für sich. Zugegeben, auf den längeren Strecken zwar nicht ganz anspruchslos, aber dafür auf der kurzen, etwa 15-minütigen Fahrt ein umso größerer Genuss.

In San Ignacio an der Bushaltestelle müsst ihr einfach nur in einen Bus Richtung „Benque“ einsteigen und dann an der „Ferry Xunantunich“ wieder aussteigen. Da hält der Bus in der Regel sowieso immer, aber da ihr beim Bezahlen des Tickets ja eh sagt, wie weit ihr wollt, wissen die Fahrer auch bescheid, wo sie für euch halten müssen. ;) Pro Strecke kostet das ganze übrigens 2$ (ca 85 Cent).

Die „Fähre“ zum Überqueren des Mopan nehmen

Das ist wohl die mit Abstand coolste Fähre schlechthin gewesen! Bei Google steht ja nur „Fähre“ drin und ich habe mir so allerhand vorgestellt und gehofft, dass es nicht zu teuer werden würde. Und dann komme ich vor Ort an und war wirklich geplättet – in positiver Weise! Die „Fähre“ ist nichts anderes als ein kleiner Anleger, an Stahlseilen festgemacht, der per Manneskraft von einer Seite zur anderen des Flusses gekurbelt wird. Als wir ankamen wartete die Fähre praktisch schon auf uns, wir sprangen einfach drauf, die Fähre setzte über und wir sprangen an der anderen Seite wieder runter – inklusive traumhafter Blicke auf den Mopan und den umliegenden Dschungel und ein nettes Gespräch mit den beiden Fährmännern.

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Der Straße eine Meile durch den Regenwald bis Xunantunich folgen

Das gute vorweg: es gibt hier nur eine einzige Straße bergauf, hier kann sich also wirklich absolut niemand verlaufen! Für mich war ja die Straße selbst schon ein kleines Highlight, die ist nämlich nicht ganz so glatt geteert wie in Deutschland, wodurch man, wenn man genau hinschaut, noch jeden einzelnen dunklen Stein sehen kann. Das ganze in der Mitte vom dampfenden, nebligen Regenwald hat mich dann echt umgehauen. Da war der anstrengende Aufstieg und der erste Regenschauer, der gerade runter kam, direkt vergessen (auch, wenn wir zugegebenerweise ein wenig geschummelt haben: auf halber Strecke kam eine ziemliche Husche runter und wir waren klitschnass. Das haben auch die beiden Texaner gesehen, die gerade auf dem Weg nach unten waren und an uns vorbei fuhren. Die hatten nämlich Mitleid mit uns, haben wieder gedreht und uns das letzte Viertel der Strecke hochgefahren.)

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Und dann: Xunantunich selbst!

Völlig durchgenässt standen wir also oben am Eingang von Xunantunich, zahlten unsere 10$ Eintritt und betraten erstmal das Visitor Centre, einerseits, um uns zu informieren, andererseits, um den immer noch anhaltenden Regenschauer ein wenig aus dem Weg zu gehen.

Als der Regen dann endlich nachgelassen hatte, konnte ich endlich den ersten Blick auf Xunantunich erhaschen und war echt sprachlos! Einer der Hauptgründe für mich, warum ich Xunantunich besuchen wollte, war, dass die Ruine teils überzogen ist von saftig grünem Gras (nunja, kein Wunder bei all dem Regen würde ich sagen :D), und da wurde ich echt nicht enttäuscht! Die Ruinen wirken wirklich genau so, wie man sich alte Mayaruinen mitten im Dschungel vorstellt: eins mit der Natur, vom Wetter verwittert, fast jeder einzelne Stein noch zu sehen… mannomann, genauso wie in meinen Träumen sah das aus! Und das Beste: die große Pyramide darf auch hier noch erklommen werden! Achso und das fast noch bessere: dank der absoluten Low Season hier in Belize waren gerade mal zwei andere Menschen auf dem gesamten Areal – da kann man eigentlich schon sagen, dass wir sie für uns alleine hatten.

Der Blick von oben herab über den Regenwald ist überwältigend; für unseren Geschmack sogar noch besser als er es in Coba war. Außerdem kann man von hier oben sogar auf Guatemala gucken. :D Zwar konnten wir zugucken, wie der Regen schon wieder auf uns zukam, aber dafür hingen die ganzen Nebelschwaden auch noch in den Bäumen, was absolute Spitze war! Wirklich wundervoll!

Kurzum: nach fünf verschiedenen Mayapyramiden, die ich besichtigt habe, kann ich stolz verkünden: Xunantunich ist mein Favorit! Nicht zuletzt dank des nächsten Punktes…

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Das da hinten ist übrigens Guatemala ;)

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Das Highlight dann am Ende: Ein Affe!!

Wir waren gerade schon auf dem Rückweg, da rief einer der Wärter uns plötzlich zu, dass in dem Baum ein Affe hängen würde… ein Affe, was? Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen! Und tatsächlich, da sahen wir doch tatsächlich einen Affen sehen! Bis zu diesem Moment hatte ich ja noch überlegt, ob ich Chichen Itza oder Xunantunich cooler finde, aber in dem Moment stand es ganz klipp und klar fest: Xunantunich is the winner! Also, wenn ihr da seid, haltet Ausschau in den Bäumen nach niedlichen Affen. ;)

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Und noch ein Highlight zum Ende: Essen in Benny’s kitchen

Als ich am Vorabend nach Xunantunich gegooglet hätte und wie das denn am besten mit den Bus klappen würde, bin ich interessanterweise immer wieder über „Benny’s kitchen“ gestoßen, die einfach überragend sein sollte. Als das dann heute auch noch unser Tourguide sagte und als ich bei der Fähre schon die Beschilderung zu „Benny’s Kitchen“ sah, da stand für mich fest: da gehe ich heute essen. Und was soll ich sagen? ICh spüre immer noch Liebe in meinem Bauch. Dort essen zu gehen war fast eine meiner Lieblingsentscheidungen des Tages, deren Rice and Beans with Chicken war wirklich einmalig! Ich gehe mir gleich noch mal die Finger lecken…

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Und dann wieder zurück nach San Ignacio: gar nicht so schwer!

Eine offizielle Bushaltestelle gibt es hier zwar nicht, aber darüber braucht ihr euch überhaupt keine Gedanken machen. Stellt euch einfach an die Straßenseite, die nicht am Fluss liegt und sobald der Bus entlang fährt winkt ihr, und er sammelt euch ein. Und noch einmal gibt es für 2$ eine Fahrt durch eine traumhafte Kulisse.

Und zum Schluss: Ankommen in San Ignacio und noch einmal von dem Tag träumen

Ja, genau das ist es, was ich jetzt noch machen werde, denn genau solche Tage sind es, weswegen ich gerne reise. :) Viel Spaß allen, die auch noch Xunantunich besuchen wollen. Viele schauen sich in San Ignacio ja nur Cahal Pech an, aber ich kann euch nur sagen, Xunantunich lohnt sich sooo sehr!

Marlena

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7 Kommentare

      1. Gerne – alleine durchs Ansehen der Fotos hatte ich ein entspannendes, loslassendes Gefühl – (mit Tausenden von Touristen geht das ohnehin schwer- und so ein Aufenthalt ist ja Luxus pur, wenn es kein typischer Touristenort ist :-) ) -Glg

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