Reisetagebuch #007 – Oh, Canada!

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Ich sitze gerade hier in der mittlerweile dritten Unterkunft. Wir sind heute morgen in New York angekommen, wohnen aber in New Jersey. Ich lausche einer New York Groove Playlist und lasse die letzten Tage Revue passieren.

Unser Airbnb in Toronto war ein völliger Glücksgriff. Am liebsten hätten wir unsere super bequemen Betten gar nicht mehr verlassen. Doch wir wollten ja Toronto erkunden! Und wie wir Toronto liebten! Ok, am ersten Tag hatten wir große Schwierigkeiten etwas essbares zu finden. Vielleicht weil wir ganz genaue Vorstellungen hatten was wir essen wollten – nämlich typisch Diner-Frühstück.

Also irrten wir am Union Square umher und fanden die eine und andere tolle Ecke. Wir sahen direkt unsere erste Demo in Kanada. Irgendwann war es schon so spät, dass es auch gleich ein Mittagessen sein durfte. Bei einem Fastfood-Restaurant (nein nicht McDonalds oder Burger King) aßen wir geniale Mushroom Burger, Poutine und es gab ein Rootbeer – letzteres war eher zum abgewöhnen. Zumindest von meiner Seite aus.

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Wir entschieden uns schließlich für eine Walking Tour in der Altstadt. Dort staunte ich nicht schlecht, als ich meinen Sitznachbarn aus dem Flieger von Frankfurt nach Toronto wiedersah. Wie klein die Welt doch ist! Ok, er erinnerte sich wohl nicht mehr an mich. Nicht, dass wir miteinander geredet hätten. Die Tour war super interessant, auch wenn uns danach der Kopf schwirrte, da unser Guide eine Menge Informationen über die Geschichte Torontos uns um die Ohren geschlagen hatte.

 

 

Als wir dann Abends im Airbnb unser unschlagbares Essen für 2,88$ (und ja, das müsst ihr noch einmal durch drei teilen – wir lieben CHINATOWN!) aßen, sprachen wir schon darüber wie sehr wir Toronto mögen und es uns sogar vorstellen können hier länger zu leben. Ja, wir haben uns in die multikulti Stadt verliebt.

Ok, wir haben am zweiten Tag die Entfernungen etwas unterschätzt. Auf dem Weg zu 22664118_1657486840993238_1824570003_oden Scarborough Bluffs stellten wir auch noch fest, dass der Weg am Meer direkt weggespült bzw. weggebrochen war. Große Enttäuschung und ein riesen Umweg. Nach dem wir dann auch noch klatschnass geworden waren, war die Stimmung am Tiefpunkt. Marlena brach förmlich auf dem Stein zusammen und lag dort zusammengerollt. Wir fütterten sie mit unseren Erdnussbutterriegeln. Marc unser Held streckte dann den Daumen raus und wir bekamen tatsächlich sofort eine Mitfahrgelegenheit den Berg hinauf! :D Also sind wir direkt mal gehitchhiked! Wir haben uns gefreut wie Bolle.

Unser größtes Highlight kam dann aber noch – die Toronto Island. Wir haben uns sofort verliebt und bereut so wenig Zeit dort gehabt zu haben.

Auf der Fahrt nach Niagara Falls lernten wir dann die Holländerin Wendy kennen. Für den nächsten Tag verabredeten wir uns direkt gemeinsam die Hornblower Fahrt zu machen. Das genialste an unserem Aufenthalt hier war – wir schliefen in einem MOTEL: genau wie in den Filmen ja! Unsere Träume wurden wahr, besonders als wir dann im Coin Laundry standen und unsere Wäsche machten fühlten wir uns so richtig wie in einem amerikanischen Film – ok, wir waren zwar noch in Kanada, aber egal.

 

Mein Herz geht noch immer auf, wenn ich an unser Abendessen in Phyl’s Diner zurück denke. Das war so richtig wie man es sich vorstellt. Die Bedienung nannte uns Sweetheart, Darling oder Hun. Wir tranken geniale Milchshakes und aßen Burger. Kann es noch besser werden?

Ja, am nächsten Tag trafen wir Wendy und Curtis (ich dachte erst er hieße Paris) um die Hornblower Fahrt zu machen. Wir fuhren also mit einem Boot direkt zu den Wasserfällen. Zack, die Plastiktüten übergezogen und ab ging es! Vorher drehten wir noch ein Video mit Wendy und dann wurden wir so richtig nass. Für uns ging es danach ganz entspannt zu Fuß nach Amerika. Die amerikanische Seite der Fälle gefiel uns noch fast besser als die kanadische. Wir nannten es das kanadische Las Vegas.

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Am zweiten Tag quälten wir uns dann zum Sonnenaufgang aus den Betten und genossen die wunderschöne Sonne, rannten dann zurück zum Motel, um noch etwas Frühstück zu ergattern. Wir genossen den Tag in der Sonne. Ich hab sogar Farbe bekommen! :D Und dann ging es mit dem Bus nach Buffalo. Wir trafen erneut Wendy und Chris aus Deutschland. Dieser fuhr mit uns gemeinsam nach Buffalo. Zu sechst saßen wir im Bus und hatten den wohl entspanntesten Grenzübergang in der Geschichte.

Von Buffalo aus nahmen wir den Nachtbus nach New York. Vorher gab es noch  Buffalo Wings und eine gigantische Pizza. Und dann folgte eine unerholsame zehnstündige Fahrt nach New York. Und jetzt sind wir tatsächlich in NEW YORK!

 

 

 

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