In and around Tulum – meine To Dos

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Seitdem ich das allererste Bild von Tulum gesehen habe, hatte ich dieses große Bedürftnis, hier einmal hinzureisen. Zugegeben, Tulum (und Umgebung) war der Hauptgrund für mich, nach Mexiko zu reisen. Inzwischen ist mein vorletzter Abend hier und bis auf den vielleicht zu heißen Start habe ich hier jede einzelne Sekunde genossen. Was meine Zeit hier so einzigartig gemacht hat, möchte ich jetzt natürlich nicht vorenthalten, denn Tulum selbst ist nicht nur toll, sondern eignet sich auch super als Base, um die ganzen anderen coolen Sachen hier in Mexiko auf der Yucatan Halbinsel zu erkunden.

1 Der Strand

Wir sind in der Karibik, also wollte ich gerne dem offensichtlichsten anfangen: Tulums tollen Strand! Der heißt nicht ohne Grund Playa Paraiso. ;) Der ist wirklich kilometerlang und so fein, dass meine Füße meinten, sie würden auf Federn laufen. Und meine Güte, das Wasser ist hier wirklich türkiser, als sonstwo! Jede Menge Palmen findet ihr hier auch, eine sogar, die so schief ist, dass man versuchen kann, auf sie zu klettern – stellt euch nur bitte besser an, als ich!

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Einziger Nachteil des Strandes: er ist ca. 5km von Tulum Downtown entfernt. Ich dachte ja anfangs noch, dass man das gut laufen kann, habe mich dabei aber ordentlich, mit Flipflops, verlaufen und dann keinen Bock mehr gehabt. Also, was kann man machen? Ein Fahrrad mieten! Mit dem sind hier in der Stadt sowieso alle unterwegs, oftmals kann man sich die sogar direkt in den Hostels mieten. Bei uns hat es zum Beispiel für 24 Stunden 100 Pesos (knapp 5€ gekostet).

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Mein Geheimtipp: Unbedingt zum Strand von Tulum zum Sonnenaufgang fahren – wenn das Wetter gut werden soll. ;) Wir haben uns morgens um sechs auf unsere Räder geschmissen, sind zum Strand gefahren und hatten nicht nur ein spektakuläres Farbspiel, sondern auch den gesamten Strand (fast) für uns alleine (da war nur noch ein weiterer Fotograf dar). Absolut traumhaft!

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2 Maya Tempel

Tulum

Wer kennt es nicht, das Foto der alten Ruinen, die über dem türkisblauen Meer über dem Strand thronen? Genau dieses Bild war der Hauptgrund für mich, weshalb ich Tulum so in den Fokus genommen hatte. Zu den Ruinen sind wir dann mit dem Radel (empfiehlt sich auch hier, da die nämlich ebenfalls ca. 5km von Tulum Downtown entfernt sind) gefahren, gegen nachmittags, als die Sonne nicht mehr so stark brannte und langsam auch der Besucheransturm nachließ. Wir waren gegen 15 Uhr da und sind bis kurz vor fünf geblieben, als langsam alle Touristen höflich rausgeschmissen wurden.

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Klar, die Ruinen sind schön, aber das Highlight ist hier eigentlich eher der traumhafte Karibikstrand in der Kulisse. Die Ruinen selbst sind nicht allzu beeindruckend, verglichen mit anderen, die wir auf unserer Reise noch sehen durften.

Kosten für die Ruinen: 70 Pesos.

Coba

Nach Coba wollte ich unbedingt aus einem Grund: man kann die große Pyramide dort noch erklimmen und, da die Anlage mitten im Dschungel liegt, hat man von hier einen einzigartigen Blick über den schier unendlichen Dschungel, nur hier und da blitzt mal ein Stück Ruine aus den Dächern des Regenwaldes.

Es war genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte.

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Von Tulum aus fährt täglich ein ADO-Bus für 80 Pesos pro Strecke nach Tulum. Morgens verlässt er Tulum um 10:11 und um drei geht’s dann wieder zurück – völlig ausreichend, um sich Coba in Ruhe anzuschauen.

Ich hatte ein paar Befürchtungen, dass wir ein wenig zu spät ankommen würden und es zu voll werden würde, aber „aus versehen“ habe ich den absoluten Geheimtipp für ein leeres Coba herausgefunden: Die meisten Leute gehen nämlich zuerst zum große El Castillo, da mein Orientierungsvermögen aber an dem Tag irgendwie völlig gestört war, gingen wir zuerst geradeaus bis zum Ende von der Anlage und den dort versteckten Ruinen, während alle anderen Touristen ihre Tour entgegengesetzt starteten – so schafften wir es, dass wir wirklich allen Touristen aus dem Weg gingen und den Platz fast für uns hatten. So kam es zum Beispiel, dass wir El Castillo erklommen und gerade mal vier andere Personen oben waren (im Vergleich, als wir wieder runter gingen, waren es ca. 20 – 30 Menschen). So konnten wir den Ausblick wirklich genießen!

Kosten für die Ruinen: 70 Pesos.

Muyil

Diese Ruinen standen zwar auch noch auf meiner Liste, leider habe ich sie nicht mehr ganz geschafft, daher kann ich hier persönlich nichts zu sagen. Wer aber noch Zeit hat und sich für die Mayakultur interessiert, sollte die Ruinen aber durchaus in Betracht ziehen. :)

3 Cenoten

Aaaah, kommen wir gleich zu meinen Lieblingsorten in und um Tulum herum: Die Cenoten. Für alle, die noch nie etwas von Cenoten gehört haben: Cenoten sind große, teils riesige „Wasserlöcher“ mit kristallklarem Wasser und einer meist spektakulären Unterwasserwelt voller Stalagmiten und Stalagtiten und natürlich jeder Menge Bewohner – von Fischen bis hin zu Fledermäusen. Es gibt eine Vielzahl an Cenoten auf der Yucatan-Halbinsel, da leider aber jede Cenote Eintritt kostet, habe ich meinen Besuch dann doch auf ein paar, sehr sehr schöne, beschränkt.

Übrigens: In den Cenoten ist keine Sonnencreme erlaubt, also entweder früh kommen oder Wetshirt mitnehmen. ;)

Gran Cenote

Ehrlich gesagt hatte ich die Gran Cenote erst von meiner Liste gestrichen, da ich Angst hatte, sie wäre zu überlaufen von Touristen. Erstens war das zum Glück nicht der Fall, wenn man zeitig genug da ist und zweitens wäre das sooo ein Fehler gewesen! Schon der Blick von oben herein ließ mich erahnen, dass das ein ganz besonders toller Ort werden würde. Als ich dann zum ersten Mal untertauchte und sah, wie das ganze hier unterwasser aussieht, da war ich wirklich sprachlos. Stalagmiten, Stalagtiten, unendlich wirkende Höhlen, die noch so tief hinunter gehen, dass man nicht einmal das Ende sieht… ein absolut beeindruckender Ort mit WOW-Faktor!

Eine kleine Höhle gibt es hier auch, durch die man durchschwimmen kann. Und als ob das allein nicht schon cool genug wäre, sitzen in dieser Höhle oben in den Löchern auch noch Fledermäuse! Hammerhammermäßig!

Gegen Mittag kamen dann mehr Menschen, vor allem auch solche, die die Cenote eher als Schwimmbad ansahen. Dadurch wurde das Wasser sehr aufgewühlt und die Sicht stark beeinträchtigt. Wer daran interessiert ist, die Unterwasserwelt zu sehen, der sollte also früh kommen, bevor durch die Massen die Sicht zu schlecht wird, um ins Staunen zu geraten.

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Und für alle ohne Taucherbrille und Schnorchel ist natürlich auch gesorgt, denn das Equipment, sowie Schwimmwesten, können hier problemlos ausgeliehen werden.

Hin kommt man hier entweder per Fahrrad (ca 3km), ansonsten kann man auch ins Taxi hüpfen.

Kosten für die Cenote: 180 Pesos.

Cenute Azul/Eden/Cristalino

Ich hatte ja schon erwähnt, jede Cenote kostet einzeln Eintritt. Deshalb habe ich mich, trotz der drei Cenote auf einen Fleck, dazu entschieden, nur eine zu besuchen. Meine Wahl fiel dabei, intuitiv, auf die Cenote Azul, übersetzt die blaue Cenote. Laut Bildern sind alle drei Cenoten ähnlich, also vermutlich macht ihr hier mit der Entscheidung nicht viel falsch.

Die Cenoten hier sehen auf den ersten Blick nicht mehr aus wie Cenoten, denn sie befinden sich alle komplett überirdisch und sind komplett offenliegend. Das heißt aber nicht, dass sie weniger schön wären – im Gegenteil! Schorcheln ist hier zwar auch cool, aber nicht unbedingt so ein Erlebnis wie in der Gran Cenote. Vielmehr erinnern diese Cenoten an riesige Freibäder, die im „Naturstil“ angelegt sind, mit dem Unterschied, dass das hier wirklich Natur ist! Egal, wie tie das Wasser auch ist, man kann immer bis zum Grund schauen, so klar ist das Wasser! Mal schimmert es in tiefklarem blau, mal grün, mal sieht man hier Fische vorbei schwimmen. Und zwischendrin: Immer irgendwo wunderschöne Pflanzen.

Ein weiteres Highlight der Cenote: hier sind die „Knabberfische“ zu Hause, eine kostenlose Fußpflege gibt es hier also gleich noch mit dazu. ;)

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Wer kein eigenes Auto hat, der fährt einfach von Tulum aus mit dem Colectivo (weißer Minibus, auf dem Colectivo steht, der als Art Sammeltaxi funktioniert und den ihr durch Winken überall anhalten könnt) Richtung Playa del Carmen und steigt an der Cenote Azul aus (das macht ihr am besten, indem ihr auf Maps.me verfolgt, wo genau ihr euch befindet [die Cenote ist kurz hinter Akumal], und kurz bevor ihr ankommt, ruft ihr zum Fahrer „Cenote Azul, por favor“ in eurem besten Spanisch. Der weiß dann Bescheid, und lässt euch an der Cenote raus und wird in etwa 40 Pesos berechnen).

Kosten für die Cenote Azul: 100 Pesos.

Cenote Dos Ojos für die Taucher

Marc hat es zwar in den Flossen gekribbelt, aber da er ja leider erst Anfänger ist, war ihm Höhlentauchen gleich für den ersten Tauchgang nach dem OWD dann doch ein wenig zu heavy. Geliebäugelt hat er aber schon, denn auf den Promovideos und Fotos der Divesites sieht diese Cenote echt hammermäßit aus! Ist aber hauptsächlich wirklich eher etwas für unterwasser, weshalb wir nicht da waren.

Die Cenote liegt in etwa auf halbem Weg zwischen Tulum und Akumal.

4 Schnorcheln mit Schildkröten

Kommen wir nun zu meinem schönsten Erlebnis auf der Yucatan-Halbinsel: Das Schnorcheln mit den Schildkröten von Akumal!

Nach Akumal kommt ihr ganz einfach mit den Colectivo von Tulum aus für ca 35 Pesos. Akumal hat direkt an der Straße ein kleines Bushäuschen, auf dem auch Akumal steht, das ist also nicht zu verfehlen für euch (denkt nur dran, zu rufen, dass ihr in Akumal raus wollt). Von dort aus folgt ihr dem kleinen Fußgängerweg bis in den Ort rein, dauert nur fünf bis zehn Minuten.

Wir haben uns gleich um kurz nach sieben in ein Colectivo geschmissen, weil wir unbedingt die ersten in Akumal sein wollten und so wenig andere Menschen wie möglich haben wollten, die die Schildkröten vertreiben könnten.

Unsere Rechnung ging voll auf! Es waren nur ca. vier andere Leute am Strand! Bingo! Nachdem wir am Strand angekommen waren, sind wir noch ein ganzes Stückchen am Strand entlang gelaufen, bis wir zu einem Punkt kamen, der nicht mehr per Bojen eingezäunt war und an dem sich auch keine Boote befanden. Von da aus ging es (ohne Sonnencreme, denn die ist hier den Tieren zuliebe verboten!) dann ins Wasser und während ich schon mal losschnorchelte und Marc die Gopro noch startklar machte, erblickte ich nach gerade mal zwei Metern schon meine erste Schildkröte! Man, was für ein Gefühl! Sie befand sich am Rand des Seegrases und genoss in Ruhe ihr Frühstück.

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Wir verfolgten die Schildkröte – mit respektvollem Abstand, denn stressen wollten wir sie ja auch nicht – und genossen es einfach, sie zu beobachten.

Ein Stückchen weiter sahen wir dann noch eine zweite Schildkröte, die in ständiger Begleitung eines Putzerfisches war, soo cool und definitiv eines meiner schönsten Erlebnisse hier in Mexiko!

Ein weiteres Plus am frühen Aufstehen für die Schildkröten: Man liest inzwischen im Netz ja immer öfter, dass man angeblich nur noch mit Schwimmweste und teurer, geführter Schnorcheltour zu den Schildkröten darf… wer aber vor acht schon ankommt, der kommt auch vor den ganzen Tourguides und Schwimmwestenverleihern an und ist somit aus der Geschichte schon mal heraus!

Da wir unsere eigene Taucherbrille- und -schnorchel mit auf die Reise genommen haben, war dieser Ausflug für uns auch komplett kostenlos! Alle, die aber nicht in dieser glücklichen Lage sind, können sich direkt am Beginn des Strandes im Dive Shop Equipment ausleihen, um die tollen Meerestiere zu sehen.

5 Punta Allen/Sian Kaan

Auch dieser Punkt musste aus Zeit- und Kostengründen leider aufgehoben werden (ich sage ganz gerne aufgehoben, weil ich dafür unbedingt noch mal wieder kommen möchte!). Bei meiner Recherche zur Yucatan-Halbinsel bin ich auf einen Ort gestoßen, der mich total fasziniert hatte und der einfach zuu traumhaft aussah: Punta Allen, die Spitze der schmalen und kilometerlangen Strandzunge im Sian Kaan Nationalpark.

Hier erwartet euch ein Karibikstrand, wie ihr ihn euch vorstellt: verlassen, kilometerlang, gesäumt von Palmen und menschenleer. Von Tulum aus sind es etwa 50km bis nach Punta Allen, dem Ende dieses Traumstrandes. Ursprünglich wollte ich einen Mietwagen mieten, um dorthin zu kommen, habe dann aber gelesen, dass man schon einen 4×4-Antrieb braucht, um auch wirklich anzukommen. Auto fiel also raus. Rad fiel dann raus, als ich die mexikanischen Temperaturen erlebte und wusste, dass ich so überhaupt kein Stück vorwärts kommen würde!

Also, LEIDER, erstmal aufgeschoben!

Von der anderen Seite, von Muyil aus, kommt man übrigens auch in den Sian Kaan Nationalpark, und zwar in die Lagune. Das sieht einfach mega traumhaft aus, und wäre es nicht so teuer gewesen, dann hätte ich die Lagune auch auf jeden Fall besucht! Naja, nächstes Mal dann, wenn ich reich bin. :)

 

Also kurz und knackig, ich habe meine Zeit in Tulum rundum genossen. Und ich bin mir sicher, dass ich noch einmal wieder kommen werde! Also Frage an euch: was sind eure Highlights in und um Tulum? :)

Marlena

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3 Kommentare

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