6 Travelhacks, die dir das Reisen leichter machen

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Die meisten Reiseblogger sprechen immer davon, das man unbedingt „off the path“ unterwegs sein muss. Es ist schon beinahe verpönt sich in Rom tatsächlich das Colosseum oder den Trevi-Brunnen anzusehen.

Ich bin da ganz anderer Meinung: bei einer Reise nach Rom gehört für mich auch der Besuch der typischen Sehenswürdigkeiten, die des Massentourismus, dazu. Denn auch die gehören zu jeder Stadt, genau wie die kleinen engen Gassen, in die sich der Standard-Tourist meist nicht verläuft.

Nun habe ich bereits des Öfteren gelesen, dass genau von diesen berühmten oder bekannten Sehenswürdigkeiten viele oft enttäuscht sind. Klar, Geschmäcker sind verschieden. Das ist eine Sache. Was dem einen gefällt, das missfällt dem nächsten wahrscheinlich.

Dennoch gibt es meiner Meinung ein paar Dinge, die einem eine Sehenswürdigkeit so richtig vermiesen können – und das obwohl sie einem eventuell sogar gefallen hätte.

Wie kann ich also jeder Sehenswürdigkeit die Chance geben mir zu gefallen? Ganz einfach, mit den folgenden Tipps, die sicher keine Weltneuheiten sind, aber manche immer mal wieder vergessen.

Planung

Ja, jeder der gerne ohne Plan reist wird jetzt sicher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber gewisse Orte benötigen einen gewissen Planungsvorlauf. Erstens muss ich wissen was ich besichtigen möchte, danach muss ich wissen wann die Sehenswürdigkeit geöffnet hat. Zu guter Letzt sind natürlich auch noch die Preise von Wichtigkeit. Es gibt nämlich nahezu in jedem europäischen Land Möglichkeiten Sehenswürdigkeiten an bestimmten Tagen kostenlos zu besichtigen. Von daher ist Planung hier definitiv sinnvoll!

Buchen

Buchen? Bitte was? In manchen Fällen kann es mehr als sinnvoll sein das Ticket vorher online zu buchen. Zum einen spart das lange Wartezeiten, da die Tickets meist mit einer Uhrzeit erstellt werden, zum anderen spart es meistens sogar Geld! Für den Eifelturm habe ich vorher online Tickets gebucht: man kann sich dort die Uhrzeit aussuchen und muss nur eine halbe Stunde vorher da sein. Wir mussten nicht ewig warten. Gerade für sehr überlaufene Sehenswürdigkeiten ist das einfach Gold wert.

Uhrzeit

Die Uhrzeit spielt einen sehr entscheidenden Faktor bei großen und bekannten Sehenswürdigkeiten. Zu den Stoßzeiten, sprich spätestens ab 10 Uhr, bis in den Abend hinein werden die meisten Sehenswürdigkeiten überlaufen sein. Wer nicht mit Menschenmassen am Trevi Brunnen stehen möchte, muss also entweder früh aufstehen oder lange wachbleiben. Im Sommer gestaltet sich diese Angelegenheit natürlich etwas schwieriger, da es früh hell wird und lange hell ist. Bei meinem Trip nach Paris kamen wir sehr früh an: die Belohnung war ein Sonnenaufgang am Arc de Triomphe und kaum Touristen. Das war aber im Dezember :D

Saison

Auch die Saison macht viel aus: Der Sommer ist und bleibt fast überall die Hauptreisezeit, deswegen sind dann auch viele Touristen unterwegs. Genau wie an bestimmten Feiertagen. Zwar sind einige Städte immer gut besucht wie z.B. Paris oder London, jedoch kann es bei anderen Ländern einen großen Unterschied machen in welcher Jahreszeit ihr reist. Wer also gerne ohne Massen unterwegs ist muss sich auf Jahreszeiten einstellen, in denen wenige reisen. Dies hat aber auch Nachteile: oft bedeutet das Winter im jeweiligen Land oder andere klimatische Nachteile. Hier muss man also genau abwägen. Ein Städtetrip kann im Winter genauso schön sein als im Sommer – manchmal sogar besser (Paris z. B. war im Dezember total toll. Teilweise wie ein kleines Märchen).

Feiertage

Klar, man kann nicht jeden Feiertag umgehen, aber es kann mehr als hilfreich sein sich vorher zu informieren. Manche Feiertage stören auch nicht großartig. In Irland war ich zum Beispiel über Ostern unterwegs, es hat aber keinen Unterschied gemacht. Am Karfreitag hatten alle Läden normal auf. Samstags wurde dafür groß gefeiert dort. Am Ostersonntag und Ostermontag machten wir sogar ganz normal Touren. In Ungarn war ich am Unabhängigkeitstag, das hatte leider ein paar  Nachteile, da die Geschäfte früh geschlossen waren. Der Vorteil war dafür eine wunderbare Stimmung und ein noch schöneres Feuerwerk bestaunen zu können. Es gibt aber zum Beispiel auch je nach Land und Religion sehr hohe Feiertage, die teilweise bedeuten, dass einfach gar nichts geht an dem bestimmten Tag. Das muss man natürlich wissen und dann auch respektieren (oder gegebenenfalls umplanen).

Erwartungen

Zu guter Letzt: etwas das uns meistens im Weg steht – unsere Erwartungen. Meist sind sie gerade an bekannten Sehenswürdigkeiten besonders groß. Es muss ja etwas ganz wahrhaftig besonderes sein, wenn dort so viele Menschen hinfahren, oder? Gerade diese großen Erwartungen schaffen es meist, das wir am Ende enttäuscht sind. Ich versuche immer ohne Erwartungen an einen Ort zu fahren. Das ist zwar schwer, aber ich hab mir somit schon einige vermeintliche Enttäuschungen erspart. Außerdem sollte man nicht verträumt und naiv sein: es werden sehr viele Menschen dort sein, da führt kein Weg Drumherum. Wer sich diesem von Anfang an bewusst ist, wird davon auch nicht „überrascht“ sein. Etwas das ich bei meinem Besuch im Vatikan gelernt habe: Auch wenn ich mich innerlich auf viele Menschen vorbereitet hatte, waren es so viele, dass es mir den Besuch total vermiest hatte. Das muss nicht sein! Und das hat nichts mit der Sehenswürdigkeit selbst zu tun, sondern mit den Zuständen vor Ort. So weit müssen wir eben differenzieren können. Wer z. B. aufgrund von tollen Instagram-Fotos (wie ich) an einen bestimmten Ort fährt, der sollte sich bewusst sein, das viele ganz bewusst die Fotos so in Szene setzen, dass sie oft noch kaum der Realität entsprechen. In meinem Fall war ich dennoch begeistert von dem Ort, aber es hätte auch anders ausgehen können. Oft sind es Bildausschnitte oder bestimmte Perspektiven, die eine Sehenswürdigkeit in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Eine realistische Erwartungshaltung ist also nicht gerade unbedeutend für uns.

Fazit

Auch ich beherzige leider nicht immer diese Tipps, aber wenn ich es tue, dann umgehe ich vielen vermeintlichen Enttäuschungen. Zudem man auch Zeit und Geld spart! Ein weiterer Tipp für die, die gerne fotografieren. Das Licht ist in den frühen Morgenstunden und in den gegen Nachmittag bzw. in den Abendstunden eh am schönsten. Nicht umsonst spricht man da von der „golden hour“, oder von der „blue hour“, welche die Zeit nach dem Sonnenuntergang beschreibt.

Habt ihr noch weitere Travelhacks auf Lager? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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4 Kommentare

  1. Hi Janna,
    schöner Beitrag – solche Kleinigkeiten vergisst man gerne. Auch ich will mir die ein oder andere Sehenswürdigkeit ansehen und nicht immer nur abseits der Touristenpfade sein. Hat ja schon seine Berechtigung, wenn es ein Tourimagent ist. Ich habe in Rom die Tickets für das Vatikan-Museum vorher online bestellt und das war ein voller Erfolg. Schon vor Öffnung des Museums war die reguläre Schlange straßenlang. Lohnt sich also immer!
    Liebe Grüße
    Magdalena

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    1. Hey Magdalena!
      Das mit dem Onlineticket beim Vatikan hätte ich mal selber beachten sollen *g* Da hätte ich mir eine Menge nervenaufreibende Stunden gespart, aber nun gut :D Man lernt ja aus seinen eigenen Fehlern. Ich denke mit den Tipps kann man wirklich eine Menge Stress umgehen (wenn man sie denn nicht vergisst, so wie ich :D)
      Liebe Grüße,
      Janna

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  2. In Amsterdam haben wir uns geärgert, dass wir keine Tickets für das Anne Frank Haus hatten :< Wir hätten eeeewig warten müssen (die Zeit hatten wir aber nicht), eine andere Möglichkeit hätte es nicht gegeben. Also ich find Planung wichtig!

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