Reisetagebuch #002 – von Tacos, Cenoten, und Ruinen

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So langsam sind wir angekommen.

Die Jodsalbe kam noch nicht wieder zum Einsatz, nur hin und wieder ein Pflaster, wenn ich einen Mückenstich aufgekratzt habe (ausversehen natürlich :D).

Wir gewöhnen uns auch immer besser an die Hitze (oder es ist vielleicht kälter geworden?) und ganz langsam bekomme ich auch endlich Farbe, nachdem das in Deutschland diesen Sommer ja nicht möglich war.

Wir haben unsere Zeit größtenteils in Tulum verbracht, mit Ausnahme von ein paar Tagen in Valladolid, um zur wohl beeindruckendsten Mayaanlage überhaupt zu kommen: Chichen Itza.

In Tulum haben wir so jeden Stein (wortwörtlich, bei all den Ruinen) umgedreht, so viele Tacos gegessen und „Agua de Fruta“ getrunken wie nur ging und einfach nur die Zeit genossen.

Angefangen haben wir in Akumal, wo ich das große Glück hatte, mit zwei Schildkröten schnorcheln zu dürfen. Ehrfürchtig habe ich sie aus der Distanz betrachtet, da ich den Tieren bei ihrem Frühstück nicht zu nahe kommen wollte. Trotzdem habe ich teilweise jedes noch so kleine Detail ihrer Panzer und ihre faltige Haut sehen können. Ganz ruhig bin ich einfach nur über den Tieren hergetrieben und habe den Augenblick genossen; wollte nicht, dass er jemals aufhört.

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Aber damit nicht genug! Kurzerhand haben wir uns in Tulum Räder für 24 Stunden gemietet und haben weiter abgegrast, was das Zeug hält: die Gran Cenote, mit einer einmaligen Unterwasserwelt voller Stalagmiten und Stalagtiten, die man ganz klar sehen konnte, die Ruinen von Tulum, direkt am Strand gelegen und den Strand von Tulum, der nicht ohne Grund Playa Paraiso heißt. Letzteren haben wir am nächsten Morgen übrigens noch mal im Sonnenaufgang besucht und was soll ich sagen? War den 5:30 Wecker auf jeden Fall wert! Wer träumt nicht davon einen endlos langen Karibikstrand, der in gelbes und oranges Licht getaucht ist, komplett für sich allein zu haben?

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Marc der Fisch in der Gran Cenote

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Nach Coba sind wir auch gefahren, zu den alten Mayaruinen, die eingewachsen im Dschungel liegen. Und das beste: eine der Pyramiden darf man noch besteigen. Den Blick von dort oben über den dichten, grünen Dschungel kann ich einfach nicht beschreiben, dieses Gefühl muss man selbst erleben (genauso wie das Gefühl des Schweißes, der dir beim Erklimmen der 120 Stufen auf dem Weg nach oben aus so ziemlich jeder Pore laufen wird).

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Kurzum, es war einfach magisch und ich wollte Tulum fast gar nicht verlassen.

Aber Valladolid war eine gute Alternative. Hier fiel zum ersten Mal der Satz „Oh, ich bin in Mexiko!“, denn die Kolonialstadt sieht genauso aus, wie man sich das auch vorstellt (und hier liefen für die Touristen auch endlich Mexikaner mit Sombrero rum)!

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Am Freitag verbrachten wir dann ganze neun Stunden in Chichen Itza und fühlten uns am Ende des Tages, als wäre das jetzt unser Wohnzimmer. Die gesamte skurrile Geschichte dazu könnt ihr hier nachlesen.

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Da wir auf den Cenotengeschmack gekommen waren, gönnten wir uns in Valladolid noch mal den Besuch zweier besonderer Prachtexemplare: nämlich Cenote Samula und Cenote Xkeken. Da wir am selben Tag aber schon wieder abreisen mussten, und insbesondere da wir ja gerne den frühen Vogel spielen, machten wir uns so auf den Weg zu den Cenoten, dass wir um Punkt acht am Eingang standen – da waren selbst die Mitarbeiter noch nicht mal da. :D Aber der große Vorteil unserer Aktion: Wir waren die absolut einzigen in den beiden Cenoten und kletterten sogar im stockedusteren, nur mit der Handytaschenlampe, hinab in die Untergrundcenoten. Der absolute Megahammer war das!!! Wir haben aufgrund der schlechten Lichtverhältnise leider keine tollen Fotos, aber das Feeling, das war wirklich einmalig. Die Fledermäuse flogen über unsere Köpfe, wir hörten das Wasser von der Decke tropfen und sahen zu, wie langsam immer und immer mehr Licht durch die Öffnung in der Decke strömte. In der Cenote Samula traute ich mich sogar, eine kleine Runde schwimmen zu gehen – völlig allein in einer riesigen,imposanten Cenote. Das Gefühl kann ich einfach nicht beschreiben!

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Ja, da drin war ich schwimmen!

Bevor es für uns weiter nach Belize gehen sollte, hatten wir noch einen Tag in Tulum. Und wie sollten wir den wohl anders verbringen als mit, na ihr erratet es, einer Cenote?

Zum Abschluss unserer Zeit in Tulum düsten wir also mit dem Colectivo (ich bin inzwischen ein echter Profi was das Colectivo fahren angeht und kriege das sogar auf Spanisch hin!) zur Cenote Azul, um noch einmal aus dem Staunen nicht herauszukommen. Die Cenoten hier sind wirklich nicht von dieser Welt – da kann man schnell verstehen, warum sie für die Maya damals heilig waren!

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Inzwischen ist die Taco-Futterei für die nächsten elf Tage erstmal vorbei, denn wir sind gestern nach einer turbulenten Anreise im wunderschönen Belize angekommen.

Bleibt gespannt, wie ich fast nicht einreisen durfte, weil ich einer Amerikanerin helfen wollte, die mich aus lauter „Dankbarkeit“ dafür dann auch noch beleidigte. :D Soviel sei aber gesagt: Ich bin ins Land gekommen!

Stay adventurous,

Marlena

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