Der Harz-Guide von einer, die hier (fast) ihr ganzes Leben verbracht hat

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Ein kurzes Leben zwar, mit meinen jungen 24 Jahren, und von denen ich einige zwecks Studium nur die Wochenenden im Harz verbracht habe, aber dennoch würde ich mich, nicht zuletzt dank Marc, als kleiner Harz-Kenner bezeichnen. Ich bin eigentlich sowieso der Ur-Harzer schlechthin mit 3/4 meiner Großeltern, die hier gelebt haben und den Wurzeln meines Opas, die bis ins 15. Jahrhundert zurück verfolgt werden konnten und die die ganze Zeit hier im Harz waren!

Dieser Guide deckt weiß Gott nicht alles ab, was es hier gibt, ich kenne auch definitiv nicht alles – egal wie lange ich hier schon gelebt habe, noch leben werde und egal wie viel ich noch erkunden werde, irgendwelche verborgenen Dinge wird es immer geben. Insbesondere da der Harz auch recht groß ist, kenne ich mich hauptsächlich auf der ehemaligen BRD-Seite des Gebirges aus, die DDR-Seite wird in diesem Artikel (leider) vernachlässigt (und ja, verurteilt mich ruhig, aber ich bin einfach zu dicht an der Grenze groß geworden, als dass ich keine Vorurteile mehr hätte…). Von den Möglichkeiten an sich möchte ich aber trotzdem behaupten, alles erwähnt zu haben, nur habe ich mich dann eben auf meine Lieblings-Anlaufstellen dafür konzentriert, alles ist das definitiv nicht. :-)

Lange Zeit habe ich nicht gesehen, wie schön mein Zuhause eigentlich ist (zu meiner Verteidigung ist „Natur“ für Teenager auch nicht gerade reizend), aber spätestens, nachdem ich ein halbes Jahr lang weg war und mehrere Monate in Australien gelebt hatte, habe ich meine Heimat plötzlich mit anderen Augen gesehen.

Und seitdem wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass mein Zuhause, der Harz, von mehr Leuten entdeckt werden würde! Einerseits, weil wir alle hier, direkt oder indirekt, auf den Tourismus angewiesen sind, andererseits auch einfach, weil es hier verdammt toll ist.

Und wir haben hier wirklich alles was das Herz wünscht. Seht selbst!

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Inhaltsverzeichnis

1. Städte
2. Rund um den Brocken
3. Hexentanzplatz
4. Harzer Hexenstieg
5. Karstwanderweg
6. Harzer Baudensteig
7. Aussichtspunkte
8. Felsformationen
9. Täler
10. Schlösser und Ruinen
11. Bergwerke
12. Höhlen
13. Badeseen
14. Geschichte und Kultur
15. Kirchen und Kloster
16. Attraktionen
17. Feste
18. Wintersport
19. Mountainbiken
20. Stargazing
21. Nützliche Infos


Städte

Klar, der Harz ist vielleicht bekannt für seine Natur, aber ich hab mich trotzdem dazu entschieden, erstmal mit den Anlaufstellen, unseren schönen Städten, anzufangen.

Goslar

In dieser Stadt war ich als Kind früher ständig und eins kann ich euch sagen: die Stadt ist ein Traum! Kopfsteinpflaster, enge Gassen, Fachwerkhäuser und die beeindruckende Kaiserpfalz – und trotzdem kaum Touristen! Was will man als Reisender mehr?

Insbesondere im Winter, wenn die Weihnachtsmarktsaison beginnt, dann müsst ihr unbedingt nach Goslar, denn hier wird jedes Jahr einer der schönsten Märkte überhaupt aufgebaut: jedes Jahr wird hier nämlich ein kleiner Tannenwald aufgebaut, um jede Tanne ist ein Tisch zum Glühwein abstellen aufgebaut und um die Tannen sind Lichterketten gelegt – diese Stimmung ist einfach einmalig!

Wer übrigens seinen Besuch in Goslar plant, der sollte auf jeden Fall auch den Rammelsberg einplanen, über den ich unten bei den Bergwerken noch berichten werde.

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Werningerode

Werningerode liegt an der „Straße der Romantik“ und wenn man einmal durch den Ort durchgeschlendert ist, versteht man sofort, warum: Kopfsteinpflastergassen und ein wunderschönes Fachwerkhaus nach dem anderen. Hier kann man wirklich nur ins Träumen geraten.

Weiteres Plus der Stadt: Das Schloss Werningerode, das über der Stadt trohnt.

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Quedlinburg

Ich habe so lange davon geträumt, Quedlinburg zu besuchen, denn die Bilder sahen immer so schön aus und hey, es ist ja auch nicht weit weg von mir. Als ich es dann endlich in die Tat umsetzen konnte, war ich genauso aufgeregt, als würde ich in ein fremdes Land fahren. Und was soll ich sagen: ich wurde nicht enttäuscht. Die Stadt hatte irgendwie französischen Charme, Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuser und jede Menge toller, kleiner Läden und niedlicher Cafés, ein großer Marktplatz, auf dem man sich genau vorstellen konnte, wie das hier vor mehreren hunderten Jahren mal ausgesehen haben muss und ein fantastisches Schloss, von wo aus man über die Stadt schauen konnte!

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Das Rathaus in Quedlinburg mit dem Roland links unten

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Brocken

Sind wir mal ehrlich, jeder, der den Harz kennt, wird vermutlich im selben Atemzug auch den Brocken nennen, oder? Zugegebenerweise ist der Brocken ja nicht mein Liebling im Harz (dafür gibt es einfach zu viele schöne andere Flecken), aber den Brocken nicht zu erwähnen, wäre trotzdem nicht angemessen. Meine Lieblingswege, um hochzukommen, möchte ich hier vorstellen, aber natürlich gibt es noch ein, zwei Wege mehr, die ihr problemlos auf der Harzinfo-Seite nachlesen könnt.

Die Brockenbahn

Das ist natürlich der Klassiker. Ich bin die Brockenbahn bis jetzt einmal gefahren, als ich in etwa halb so groß war, wie ich es jetzt bin (und meine Eltern sich schlecht gefühlt hatten, dass ich mit 10 Jahren als Ur-Harzer immer noch nicht auf dem Brocken war). Die Brockenbahn fährt ab Drei Annen Hohne über Elend und Schierke dann auf den Harz hoch. Klar, irgendwie ist das schon ein Erlebnis, aber für mich war es bis jetzt immer mehr Erlebnis, der Brockenbahn zuzusehen, wie sie an mir vorbei fährt. Ganz billig ist der Spaß ja auch nicht (27€ einfache Fahrt und 41€ für Hin- und Rückfahrt).

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Die Wanderung ab Oderbrück

Der Wanderweg von Oderbrück aus ist meiner Meinung nach der einfachste auf den Brocken hoch. Natürlich ist der ganz schön, der Nachteil ist aber, dass es lange Zeit bei diesem Weg nur auf einer breiten, asphaltierten Straße hoch geht. Nach einem Stück läuft man dann parallel zur Brockenbahn.

Wanderung ab Schierke

Das ist meine Lieblingsstrecke: die ist zwar relativ steil und geht über recht große Felsbrocken und offene Wurzeln, ist dafür aber umso schöner. Außerdem kommt man hier an einer Kreuzung vorbei, an der auch die Brockenbahn lang fährt, was der perfekte Fotostopp ist.

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„Per Anhalter mit der Brockenbahn“ hat leider nicht geklappt :D

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hexentanzplatz

Ebenso wie der Brocken, gehört ja auch der Hexentanzplatz in Thale zu den wohl bekanntesten Orten im Harz. Und was soll ich als Harzer sagen? Auch den mag ich, wie den Brocken, mal so gar nicht! Also ja, es ist schon irgendwie cool, aber oben eben zugepflastert mit Tourishops und Parkplätze – und das ist ja mal so gar nicht meins. Was noch an den Hexentanzplatz selbst erinnert ist der auf den Steinen sitzende Teufel, und die Ausblicke von oben sind zugegebenerweise auch wirklich fantastisch. Aber es ist eben auch unglaublich touristisch!

Ich bin mit dem Auto hochgefahren (Parkkosten für 30 Minuten: 3,50€), wenn ich noch mal zurück komme, dann würde ich definitiv hoch wandern, um die Schönheit mehr zu genießen.

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Harzer

Der Harzer Hexenstieg dürfte vielleicht auch einigen noch geläufig sein. Für die, die ihn nicht kennen: hier handelt es sich um eine Mehrtageswanderung (ca. 5 Tage, je nach Pensum), bei der 97km von Osterode nach Thale, über den Brocken, zurück gelegt werden.

Ich selbst habe es leider auch noch nicht geschafft, den ganzen Hexenstieg zu wandern, kann jedoch jedem, der auch nicht genug Zeit oder Muße dafür hat, wärmstens empfehlen, auch einfach nur Teile der Strecke zu laufen. Die Strecken sind nämlich wirklich wunderschön und werden nicht umsonst von so vielen Wanderern gelaufen.

Eine einfache Streckenkarte zur Übersicht gibt es hier.

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Seid ehrlich, das ist doch ein Träumchen, oder?

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Nach dem Harzer Hexenstieg muss jetzt eigentlich auch der Karstwanderweg erwähnt werden. Der hat landschaftstechnisch nämlich auch so einiges zu bieten. Der Karstwanderweg ist mit seinen 223km um einiges länger, als der Harzer Hexensteig und ich habe zugegebenerweise auch noch niemanden gehört, der die gesamte Strecke an einem gelaufen ist, aber etappenweise bietet sich der Karstwanderweg für wundervolle Wandertage an. Ein paar Streckenvorschläge gibt es auf der Karstwanderweg-Website.

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Und noch ein schier endloser Wanderweg einmal durch den Harz, der durch seine tollen Pfade besticht. Von Bad Grund geht es nach Walkenried durch unglaubliche Kulissen. Wer den ganzen Steig nicht laufen möchte, kann auch Teilstücke laufen, manche sind sogar extra als Rundwanderwege konzipiert. Mehr Infos dazu gibt es hier.


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Wolfswarte

Mein Lieblingsaussichtspunkt hier! Ich würde euch empfehlen, die Wanderung zur Wolfswarte ab Torfhaus zu beginnen. Die Wanderung ist nicht allzu lang, und, wenn man fit ist, kann man auch sagen, dass sie für einen Aussichtspunkt nicht allzu anstrengend ist (normal bergauf eben). Belohnt wird man dann am Ende mit jeder Menge schroffer Felsen, von denen man aus den Harz bestaunen kann. Ich liebe es da oben total – nirgendwo anders kann man die Zeit besser vergessen! Ach und der Name Wolfswarte ist übrigens recht irreführend, da oben hat nämlich nichts mit Wölfen zu tun. ;-)

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Achtermann

Hier kommt man am schnellsten von Königskrug aus hin. Der Wanderweg ist etwa 2km pro Strecke (es gibt einen einfachen und einen schwierigen Weg, unbedingt mindestens einmal den schwierigen Weg machen, denn der ist viel schöner!) und kann, wenn man den Turbo so wie ich einlegt, in einer halben Stunde bergauf geschafft werden. :D Oben angekommen findet man sich dann auf einem kahlen Punkt inmitten des Waldes wieder, jede Menge moosbewachsener Brocken laden dazu ein, sich zu setzen und den Blick über den Harz und auf den Brocken zu genießen. Einfach nur empfehlenswert!

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Der „schwierige“ Wert war es definitiv wert!

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Großer Knollen

Der Große Knollen liegt ziemlich genau zwischen Bad Lauterberg, Sieber und Herzberg. Gut 600m über Null liegt der und bietet einen wahnsinnigen Ausblick über die Wälder des Harzes – insbesondere vom Steinturm, der dort steht und dich noch mal ein Stück weiter nach oben bringt. Der Weg nach oben ist übrigens auch ein Träumchen, mitten durch den Wald, wo alles um dich herum grün ist, mit nur schmalen Pfaden, kann man hier entspannt den Geräuschen des Waldes lauschen.

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Ravensberg

Diesen schicken Berg habe ich direkt vor meiner Haustür – cool, nicht wahr? Was wirklich cool am Ravensberg ist: es ist der einzige Berg im Harz, der bis zur Bergkuppel komplett befahrbar ist! Natürlich gibt es auch jede Menge schöner Wanderwege nach hier oben, wer aber faul oder etwas kurz an Zeit ist, der kann einfach mit dem Auto den Berg erklimmen. Wer doch wandern möchte, dem möchte ich meinen Lieblingsweg empfehlen: über den Teufelsstieg und den Ede Boller Weg – super steil, aber wunderschön! Gerade am Teufelsstieg kann man jede einsame Felsen entdecken, auf denen man es sich gemütlich machen kann.

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Der Teufelsstieg – trotz Namen ein TRAUMhaftes Örtchen!
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Insbesondere zum Sonnenuntergang ist der Ravensberg magisch!
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Der Blick ist wirklich einmalig

Brocken

Ja, etwas unüberraschend hat man vom Brocken natürlich einen tollen Blick über den Harz. Auf der einen Seite kann man bis Werningerode schauen und bei guter Sicht sogar das Schloss erkennen, auf der anderen Seite findet man den Wurmberg, den zweithöchsten Berg im Harz. Wie weit man an klaren Tagen gucken kann, ist wirklich beeindruckend.

Steinkirche

Die Steinkirche befindet sich bei Scharzfeld und ist innerhalb von fünf Minuten erklommen. Während der Ausblick in die eine Richtung, auf die gebaute Umgehungsstraße natürlich leider nicht mehr sooo schön ist, ist er dafür in die andere Richtung, auf die anderen Felsen und den Wald, umso schöner. Die Steinkirche selbst ist eine uralte Höhle, in der die Steinzeitmenschen lebten. Vor mehreren hundert Jahren wurde diese dann zu einer Kirche ausgebaut, über der Steinkirche befinden sich noch mehrere Felsen, die nur darauf warten, von euch erkundet zu werden!

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Hahnenklee-Klippen

Bei einer schönen Wanderung ab Braunlage, oder wer es kürzer mag Königskrug, kann man zu diesem wunderschönen Aussichtspunkt kommen. Man blickt von dort in ein Tal und auf die unzähligen Tannen auf der anderen Seite. Ein absolutes Träumchen!

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Teufelsmauer

Kaum ein Fels hat mich jemals so sehr begeistert, wie die Teufelsmauer (mit Ausnahme des Uluru vielleicht). Hier ist der Name wirklich Programm, die Steine wirken wie eine gigantische Mauer. Es gibt mehrere Teile der Teufelsmauer, die alle in einer Reihe stehen, von manchen Teilen aus kann man direkt auf die nächsten schauen und erkennt noch viel mehr, warum das ganze „Mauer“ heißt.

Das wohl größte Stück befindet sich direkt hinter dem Ort Weddersleben, hinter dem Ort ragen die Felsen aus der Erde und wenn man am Ortsende parkt, ist die Mauer innerhalb von ein paar Minuten zu erreichen.

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Mein fast noch größeres Highlight der Teufelsmauer habe ich aber in Timmenrode gefunden. Hier war es zugegeben ein bisschen schwer, die Teufelsmauer zu finden, aber als wir sie dann gefunden hatten, war ich umso froher, dass ich nicht aufgegeben hatte. Die Teufelsmauer hier ist zwar viel kleiner, dafür aber irgendwie verwinkelter und das allergrößte Highlight war eine Höhle in der Mauer, die nach hinten hin wieder offen war und aus dessen „Fenster“ man direkt in die Weiten des Harzes schauen konnte. Unbeschreiblich schön! Falls ihr in Timmenrode die Teufelsmauer besuchen wollt, dann fahrt bis zur Feuerwehr (Teufelsmauer Sportplatz-Ausschilderung folgen), von dort aus startet dann ein kleiner Feldweg, der euch in ca. zehn Minuten vom Ort zur Teufelsmauer bringt.

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Römerstein

Die Felsen des Römerstein sind super beeindruckend und man kann bis oben hinauf klettern. Das ganze wirkt fast schon magisch, insbesondere, wenn man die Sage zum Römerstein kennt. Der Römerstein ist vom kleinen Dorf Steina aus einfach zu erreichen, wenn man der Tettenborner Straße folgt, bis diese zu einem geteerten Feldweg wird. Immer und immer weiter geradeaus, über die Bahnschienen, bis ihr an einem kleinen „Wald“ ankommt, dort dann rechts entlang dem Wald folgen und dann sind auf der linken Seite die Felsen schon fast zu sehen (und der Römerstein auch auf den kleinen weißen Schildern ausgeschildert).


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Kuckanstal

Dieses wunderschöne Tal liegt in Bad Sachsa. Wer hier lang spaziert, der fühlt sich streckenweise wie im Regenwald. Hier plätschert am Wanderweg ein Bächlein lang, an späterer Stelle kann man sogar aus der Quelle trinken und schroffe Felsen ragen in den Himmel, versteckt zwischen Tannen. Ich gerate schon wieder ins Schwärmen! Vom Kuckanstal aus kommt man übrigens super zum Teufelsstieg. ;-)

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Bodetal

Kurz aus Braunlage herausgewandert, wartet das Bodetal auf euch mit jeder Menge „Wasserfälle“. Ok, klar, erwartet hier keine riesigen, aber schön ist es allemale. An einigen Stellen kann man hier sogar baden gehen! Und für Fotografen ist es auf jeden Fall ein Traum hier!

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Seenlandschaft bei Clausthal

Als früher im Harz noch Bergbau betrieben wurde, wurden dazu künstlich Teiche zur Kühlung angelegt. Heute werden sie zwar nicht mehr für den Bergbau benutzt, sehen dafür aber immer noch wunderschön aus. Kurz vor Clausthal geht es in Buntenbock los mit dem ersten See und von dort aus kann man mehr oder weniger von einem See zum nächsten spazieren, mit einer kleinen Strecke Harzer Hexenstieg zwischendurch. Wirklich wunderschön!

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Oderteich

Früher als Kind bin ich so oft an diesem See vorbei gefahren und ich konnte mich nie satt sehen. Deshalb liebe ich es auch heute noch, einfach um den Wald herumzuspazieren, die Natur zu bewundern und mich darüber zu freuen, dass meine Heimat so wundervoll ist. Auch wenn ein Teil der Bäume um den See herum vom Borkenkäfer befallen wurde und deshalb recht kahl aussieht, die Wanderung um den See ist trotzdem auf jeden Fall lohnenswert!

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Werningerode Schloss

Ich nenne es auch gerne „Hogwarts“. Nein ehrlich, das Schloss hat wirklich eine gewisse Ähnlichkeit. Innen befindet sich ein Museum, das haben wir uns gespart, aber von außen waren wir auch schon ziemlich beeindruckt. Und der Blick von dort über Werningerode ist auch nicht zu verachten.

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Burgruine Hohnstein

Bei dieser Ruine kann man sich noch vorstellen, wie es hier früher ausgesehen haben muss. Die Burg liegt, wie gewöhnlich, auf einem Hügel, ist aber vom Besucherparkplatz unten in einem kurzen Spaziergang fix zu erreichen. Oben warten dann ein toller Ausblick, spannende alte Felsen und ein Restaurant, um sich zu erfrischen. Die Ruine ist eine meiner liebsten hier.

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Burgruine Scharzfels

Hier ist zwar nicht mehr ganz so viel zu erkennen, aber mit ein bisschen Fantasie kann man sich die intakte Burg durchaus noch vorstellen. Zur Burg kann man entweder von Scharzfeld oder Barbis bergauf laufen und sich über alte Felsen freuen. Für Erfrischung ist oben natürlich auch gesorgt. ;-)

Burgruine Sachsenstein

Die ist ein kleiner Geheimtipp und die hat man fast immer für sich alleine. Okay, zugegebenerweise ist hier wirklich kaum noch etwas übrig, aber gerade das macht hier für mich den Charme aus. Die Ruine liegt zwischen Bad Sachsa und Walkenried, hinter dem Priorteich, ganz in der Nähe der Bahngleise, auf dem Karstwanderweg (Beschilderung der kleinen weißen Schilder folgen).

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Ja, früher war der Harz eine Hochburg für den Bergbau. Das ist inzwischen zwar lange Geschichte, aber genau diese Geschichte kann man sich immer noch ansehen und eine Menge dazu lernen. Zugegebenerweise muss ich gestehen, dass ich in noch keinem Bergwerk war. Mein Bruder hat vor Ewigkeiten seinen Kindergeburtstag in einem Bergwerk gefeiert (mein Gott sind wir Harzer Kinder cool, nech?), da das aber an genau dem Tag passierte, als Deutschland bei der WM 2006 gegen Argentinien gespielt hat und mich mir diesen damaligen Elfmeter-Krimi einfach nicht entgehen lassen konnte, bin ich noch Bergwerkjungfrau – möchte das aber schnellstmöglich ändern!

Mein Vater empfiehlt wärmstens den Rabensteiner Stollen bei Ilfeld, in dem auch damals der Kindergeburstag stattfand – ich vertraue ihm da blind, dass das dann wirklich toll ist, hier eine Tour mitzumachen.

Der Rammelsberg bei Goslar ist auch absolut sehenswert. Auf dem Rammelsberg selbst war ich schon ein paar Mal, unter Tage gefahren bin ich aber auch hier noch nicht. Der Rammelsberg ist Weltkulturerbe und jeder, der dort war, ist begeistert.

Damit Glück auf, wie wir Bergleute sagen!


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Einhornhöhle

Ich war bis jetzt einmal in dieser Höhle, als meine Oma zu ihrem Geburstag ein Konzert in der Höhle stattfinden ließ. Ich brauche denke ich nicht zu erwähnen, dass das der Wahnsinn war, oder?

Gut, wer sich für einen Besuch der Höhle interessiert wird vermutlich nicht so etwas cooles bekommen, aber selbst ein „einfacher“ Besuch in dieser Höhle ist schon allemale lohnenswert! Die Besichtigung der Höhle ist nur mit einer Tour möglich, wer sich informieren möchte, kann das hier machen.


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Die alten Bergwerkseen bei Clausthal-Zellerfeld

Ich glaube, ich war noch nie in einem kälteren See. Aber gerade im Sommer sind diese Seen die reinste Erfrischung. In den Seen der Seenlandschaft, die ich weiter oben schon erwähnt habe, darf man nicht schwimmen gehen, wenn man aber Clausthal in Richtung Altenau verlässt, gibt es im Wald nach ca. fünf Minuten Wanderung ein paar eiskalte Seen, in der man seine Seele baumeln lassen kann.

Wiesenbecker Teich

Jedes Mal, wenn ich meine Runden im Wiesenbecker Teich drehe, dann fühle ich mich wie in Skandinavien. Es ist wahnsinnig friedlich hier, in den Bergen, umgeben von Wald so weit das Auge blickt. Und erfrischend ist das Wasser auf jeden Fall auch immer! Da der Teich schön tief ist, werdet ihr hier auch vergeblich nach Algen suchen.

Auf der einen Seite des Sees befindet sich ein Restaurant und Campingplatz, mit dem wohl schönstem Ausblick. Außerdem gibt es hier ein mit Sand aufgeschüttetes Ufer und Liegewiese, die im Sommer immer gut besucht sind (Kosten: 3€). Wer aber, so wie ich, nur zum Schwimmen vorbei kommt, der kann auch problemlos von der anderen, unbefestigten Uferseite ins Wasser gehen – man muss nur ein bisschen abgehärtet sein bei den ganzen spitzen Steinen. :-)

Der See liegt in Bad Lauterberg und ihr könnt, wenn ihr der kleinen, unscheinbaren Teichstraße folgt, bis nach ganz oben zum See fahren, ansonsten könnt ihr auch von weiter unten vom Parkplatz aus hoch laufen.

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KZ Mittelbau-Dora

Nichts, worauf wir stolz sein sollten, in keinster Weise. Dennoch haben wir im Harz ein großes KZ gehabt und ich bin froh, dass die Anlage heute noch erhalten ist und regelmäßig Führungen angeboten werden, damit das alles nie vergessen wird. Das Konzentrationslager in der Nähe von Nordhausen ist übrigens auch das KZ, in dem Wernher von Braun damals die V2 Rakete anfertigen ließ. Der alte Stollen, in dem diese angefertigt wurden, ist auch mit zu besichtigen und nichts für schwache Nerven. Informativ ist es hier auf jeden Fall, auch wenn man sich manchmal wünscht, diese Informationen nie bekommen zu haben.

Grünes Band

Vom einen geschichtsträchtigen Ereignis zum nächsten, in das der Harz mit einbezogen war: die Trennung Deutschlands. Die Grenze verlief nämlich genau durch den Harz (scheinbar wollte wohl jeder dieses wunderschöne Stück Natur für sich haben und letztlich wurde dann geteilt :D). Das grüne Band verläuft also auch direkt durch unseren wunderschönen Nationalpark. Für diejenigen, denen das Wort grünes Band nichts sagt: der ehemalige Verlauf der Mauer ist jetzt ein Wanderweg der sich durch ganz Deutschland, von der Küste bis in den Thüringer Wald, zieht, also auf dem ehemaligen „Todesstreifen“. Wer nicht die ganze Wanderung schafft, der kann zumindest einen Teil hier bei uns im Harz ablaufen.

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So sieht die ehemalige innerdeutsche Grenze, der „Todesstreifen“, heute aus

Köhlerei

Jetzt endlich mal etwas erfreulicheres an Kultur, was wir hier auch haben: nämlich die Köhlerei-Kultur. Jeder, der interessiert daran ist, mehr zu erfahren, wie wir hier Holzkohle herstellen bzw. hergestellt haben, dem kann ich nur wärmstens empfehlen, in Hasselfelde in der Köhlerei Stemberghaus vorbei zu schauen und auf einer geführten Tour mehr darüber zu lernen.


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Stabkirche Hahnenklee

Ehrlich gesagt war ich früher sooo oft in Hahnenklee ohne jemals zu wissen, dass es hier eine Stabkirche gibt, da hat mich erst Janna drauf gebracht. Gott sei Dank, denn diese Kirche ist absolut sehenswert! Wer sich jetzt, wie wir, fragt, warum denn mitten im Harz eine skandinavische Stabkirche steht: der Architekt mochte schlichtweg Norwegen. :D Allein diese Tatsache macht es schon wert, sich die Kirche anzuschauen!

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Ja, da waren wir beide mächtig beeindruckt.

Kloster Walkenried

Das Kloster, beziehungsweise die Ruinen davon, in Walkenried, sind durchaus beeindruckend und nicht umsonst Unesco-Welterbe. Ich selbst habe das Kloster zwar noch nie besichtigt (habe aber schon gehört, dass sich das auf jeden Fall lohnt), aber selbst von außen kann man schon erahnen, wie beeindruckend das Zisterzienser-Kloster damals gewesen sein muss. In solchen Momenten bereut man dann schon ein bisschen, dass man diese Orte nicht zu seiner Blütezeit kennen lernen durfte.

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Hängebrücke

Im Oberharz hat diesen Frühjahr über der Rappbodetalsperre die längste Hängebrücke der Welt eröffnet. Ganze 483 Meter ist die Brücke lang und lädt dazu ein, den Ausblick zu genießen und seine Höhenangst zu überwinden – uns hat dann aber schon der Blick auf die Brücke genügt, um festzustellen, dass wir unsere Höhenangst gar nicht überwinden wollen. Kostenpunkt: 9€.

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Flying Fox

Eine weitere Attraktion an der Rappbodetalsperre, an der ihr vollgepumpt mit Adrenalin rauskommen werdet, ist der Flying Fox, bei dem ihr per Zipline einmal über die Talsperre fliegt – Kopf nach vorne. Wer Adrenalin mag, wird das lieben!

Monsterroller

In Braunlage könnt ihr euch am Wurmberg eine sogenannten Monsterroller, mit riesigen Reifen, ausleihen, mit dem ihr dann den Berg runterheizen könnt. Ein Heiden Spaß hab ich mir von meinem Bruder sagen lassen, doch vorsicht – das ganze ist nicht ohne und es verletzen sich immer mal wieder Fahrer, die das ganze zu leicht nehmen!

Baumwipfelpfad

Der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg bringt euch hoch hinaus und mitten in die Bäume. Die Attraktion ist auch noch recht neu und jeder, mit dem ich gesporchen habe, fand ihn toll.

Hochseilgarten

Der Hochseilgarten in St. Andreasberg ist wirklich nur etwas für schwindelfreie Abenteurer! Der Park ist eine der wenigen Attraktionen hier, die ich tatsächlich mal selbst probiert habe – und ich bin kläglich gescheitert. Natürlich, er ist wirklich cool und schön gemacht und hat verschiedene Herausforderungsniveaus für jeden – solange man schwindelfrei ist. Unterschätzt es nicht, denn man hängt teilweise komplett in der Luft mit nur einem einzigen Seil zwischen deinen Füßen und dem Boden.

Segwaytouren

Verschiedene Anbieter bieten an, per Segway den Brocken zu erklimmen. Für mich ist das zwar nichts, weil ich mich lieber auf meine zwei Füße verlasse, aber meine Cousine war begeistert von der Erfahrung!

Sommerrodelbahn

In Thale und in St. Andreasberg gibt es im Harz eine Sommerrodelbahn, auf der ihr den Berg runterfegen könnt. Zweitere habe ich auch selbst vor vielen Jahren schon mal getestet und was soll ich sagen, die fegt gut runter. ;-)


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Walpurgis

Ich habe überlegt, welche Feste es so gibt, die besonders für den Harz sind, und bin auf ein wichtiges gekommen: Walpurgis. Das wird hier vermutlich so groß gefeiert, wie Halloween in Amerika. Wenn am 30. April gefeiert wird, dann werden schon Wochen vorher überall die Teufel und Hexen aufgehangen, die dann am 30. April vom Bocksberg in Hahnenklee zum Hexentanzplatz in Thale fliegen (metaphorisch versteht sich). Wenn es dann endlich so weit ist, dann findet in so ziemlich jeder Stadt hier eine Walpurgis-Feier statt mit Livemusik und anderen Aktivitäten. Die größten Feste finden in Hahnenklee und Thale statt, hier sollte man wirklich frühzeitig alles organisieren, da es hier wirklich heillos überfüllt wird. Ich selbst war übrigens noch nie auf einer Walpurgisfeier, aus Angst, als Hexe durchzugehen ;-) :D

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Ja, so sehen Hexen aus – und ich meine nicht die beiden, die da stehen. ;-)


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Ski fahren

Wisst ihr was? Obwohl ich Urharzer bin kann ich kein Ski fahren. :D Zu meiner Verteidigung: das kann keiner der Urharzer, nur diese ganzen Zugezogenen – so wie Marc zum Beispiel. Der immer wieder versucht, mir das ganze beizubringen. Zweimal habe ich mich schon rangewagt und gar nicht sooo schlecht geschlagen, trotzdem ist hier eher Marc der Profi (ich hänge dann eher im Baum und klammere mich, mit dem Rücken zur Abfahrt, an den Stamm). Das wohl bekannteste Skigebiet dürfte in Braunlage rund um den Wurmberg sein. Wer es etwas kleiner mag, der kann nach Bad Sachsa auf den Ravensberg kommen (vier verschiedene Pisten) und wer es ganz klein mag, der kann in Hohegeiß oder Sonnenberg an einem simplen Skihang auch abfahren. Der Mathias-Schmidt-Berg in Sankt Andreasberg ist auch ziemlich beliebt, genauso wie der Bocksberg in Hahnenklee. Ausgeliehen kann fast überall werden – nur früh genug da sein, um auch etwas zu bekommen. ;-)

Langlaufen

Wem die Berge zu steil sind, der kann sich auch im Langlaufen versuchen. Marcs Lieblingsloipe ist die in Sonnenberg, denn hier ist das Biathlon Leistungszentrum und ebenso gepflegt und schön ist diese Loipe auch. Allerdings sollte man hier rechtzeitig da sein, denn hier wird es schnell sehr voll! Weitere tolle Loipen findet ihr in St. Andreasberg (diese Loipe „durfte“ ich sogar selbst schon mal auf Klassenfahrt in der dritten Klasse mit meiner skifahrbegeisterten Klassenlehrerin ausprobieren), Braunlage und Oderbrück bzw. Königskrug. Kleine Loipen, die nicht ganz so voll, aber trotzdem schön sind, findet ihr in Hohegeiß (am Ende des Ortes in Richtung Braunlage) oder in Bad Sachsa am Ravensberg (letzteres wurde in den letzten Jahren allerdings nicht mehr sooo sehr gepflegt) – nur, um eine kleine Auswahl der ganzen Loipen hier zu nennen. :)

Schlitten fahren

Schlitten fahren ist ja eher mein Sport. Zwar gibts hier auch genügend Schlittenlifts, aber wenn ich Schlitten fahren gehe, dann bin ich Typ selber hoch laufen!

Zwei wirklich tolle Hänge, bei denen man echt runter flitzen kann, sind der Ravensberg-Schlittenhang in Bad Sachsa und der Hang in St. Andreasberg. Wer dann aber doch lieber den Rodellift bevorzugt, der kann einfach nach Torfhaus kommen.

Eislaufen

In Braunlage und Bad Sachsa gibt es Eislaufhallen, in denen ihr die Kufen schwingen könnt! Die Anlage in Bad Sachsa ist komplett geschlossen, das Stadion in Braunlage nur überdacht, aber offen. In Braunlage finden außerdem in der Saison regelmäßig Eishockeyspiele statt – auch eine Überlegung wert. :)


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Wenn man mal davon absieht, dass wir auch unzählige Pfade haben, die man super mit dem Mountainbike fahren kann (teils auch die Wanderwege), gibt es für die Downhiller (jaja, dafür musste ich schon wieder Marc fragen) hier auch einige Möglichkeiten: Bikeparks findet ihr in Braunlage, St. Andreasberg, Hahnenklee und Schulenberg. Der Bikepark in Schulenberg war der erste Bikepark im Harz und ist inzwischen der kleinste, kreativ angelegt sind aber alle Bikeparks. Überall könnt ihr euch per Gondel den Berg hochbringen lassen und dann über verschiedene Parcours runter heizen.


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Leute, das absolute Highlight im Harz habe ich ja noch gar nicht erwähnt: der Sternenhimmel!!! Da hat es doch endlich mal etwas gutes, dass wir hier kaum große Städte haben, denn dadurch ist die Lichtverschmutzung hier ziemlich gering gehalten und der Blick auf den Sternenhimmel kann umso mehr genossen werden. Insbesondere im Oberharz habt ihr eine der besten Bedingungen fürs Starganzing weltweit – mir haben schon Profis, die in der Atacama Wüste, dem Death Valley und noch vielen weiteren Orten waren, gesagt, dass sie am allerliebsten im Harz Sterne schauen. Unser Vorteil hier nämlich: Der Blick wird, anders als in den Wüsten, nicht durch den Sand getrübt und die Lichtverschmutzung ist ähnlich gering gehalten.

Ihr könnt entweder auf eigene Faust los oder die wundervolle Sternenwarte von Sankt Andreasberg besuchen. Am ersten Freitag und Samstag im Monat wird hier gemeinsam der Himmel beobachtet von Vollprofis und meist gibts auch noch einen interessanten Vortrag dazu. Kann ich nur wärmstens empfehlen! Denkt nur an ein paar warme Klamotten. ;-)

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Essen

Ok, kulinarisch haben wir jetzt vielleicht nicht so viel zu bieten, wie Bayern es kann, aber ein paar Sachen kann ich euch doch empfehlen. Wer würzigen Käse mag, der wird vielleicht unseren Harzer Käse lieben, ich zugegeben kann ihn aber nicht mal riechen. :D

Mein Lieblingsgericht hier ist aber eindeutig das Blaubeerschmandschnitzel omnomnom. Zum Schnitzel gibt es eine Blauberschmandsoße, die einerseits süß, andererseits schön würzig schmeckt. Jetzt kriege ich schon wieder Hunger!

Wer im Harz ist, der sollte sich außerdem auch mal an ein paar Spirituosen heranwagen. Typisch für den Harz sind unsere Kräuterliköre, der Klassiker hier: Harzer Grubenlicht und Schierker Feuerstein. Hier kann ich jetzt aber nicht mehr objektiv bleiben, da meine Familie seit inzwischen über 95 Jahren Harzer Grubenlicht herstellt und ihr euch sicher vorstellen könnt, was ich euch da empfehlen würde. :D Für die Damen unter euch, die nicht so sehr auf herben Kräuterlikör stehen (so wie ich, wie ich ja gestehen muss): Köhler Liesel ist unser Harzer Fruchtlikör, und den liebe ich! Und wer richtig abenteuerlich ist, der probiert Brockenfeuer angezündet (schmeckt dann wie After Eight).

Saison

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Wie ihr sehen könnt hat hier bei uns im Harz jede Saison seinen ganz eigenen Charme.

Es liegt natürlich auf der Hand, dass ihr für Wintersport und Schnee im Winter kommen müsst. Das ist hier die Hauptsaison, wenn denn Schnee liegt und jeder Ort brummt nur so.

Der Frühling ist meine Lieblingssaison, wenn alles anfängt, grün zu werden. Das passiert meistens im Mai, vorher ist es noch recht trist und auch absolute Nebensaison, sprich, die meisten Attraktionen etc. haben noch zu. Wer seine Ruhe will, für den ist die Saison aber natürlich perfekt.

Sommer ist die Wander-Hauptsaison hier. Hier ist es auch wieder gut gefüllt bei uns, sämtliche Touristenattraktionen sind aber jetzt definitiv offen. Und in unseren schönen Harzer Seen baden ist jetzt auch am besten möglich.

Wenn ihr einen guten Herbst erwischt, dann könnt ihr es sogar ohne einen langen Flug nach Kanada schaffen, einen „Indian Summer“ zu erleben, denn auch hier ist das Farbspiel im vollen Gange!

Schlafen

Einerseits haben wir hier wirklich tolle Wellnessresorts, andererseits für die Budget-Reisenden unter euch empfehlen sich Ferienwohnungen hier (erwartet hier keine Hostels).

Ferienwohnungen gibt es bei uns wirklich in jedem Ort, wer aber was ganz besonders tolles möchte, der sollte sich eine Hütte in Torfhaus mieten mit Brockenblick und Kamin. Ich hätte auch nichts dagegen, dort einmal eine Nacht zu verbringen. :-)

Ansonsten haltet einfach bei Airbnb Ausschau, denn hier lässt sich schon viel finden (und meldet euch, wenn noch nicht gemacht, am besten über meinen Link an, damit wir beide 30€ Rabatt bekommen!) Ich vermiete übrigens auch in Hohegeiß eine Ferienwohnung mit wirklich traumhaftem Blick! Ich würde mich wirklich freuen, irgendwann mal jemanden von euch hier begrüßen zu dürfen.

Transport

Sind wir ehrlich: Ohne Auto geht hier wirklich fast nichts. Offiziell fahren schon Busse, aber die Fahrzeiten lassen mir regelmäßig die Tränen in die Augen schießen und alles wird hier auch nicht angefahren, also wenn ihr den Harz erkunden wollt, kann ich euch ein Auto nur wärmstens ans Herz leben.

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Parkplätze

Ok, ihr habt also auf meinen Rat gehört und braucht jetzt einen Parkplatz. Kein Problem, ich kann euch einen kleinen Tipp geben: An den meisten „Hotspots“ kosten die Parkplätze natürlich eine ganze Menge, fährt man aber nur ein Stückchen weiter, werden die Parkplätze schon umsonst.

Wenn ihr ab Torfhaus mit einer Wanderung beginnen wollt, dann parkt nicht auf dem kostenpflichtigen Parkplatz, sondern biegt ab auf die Straße Richtung Altenau, nach ein paar Metern werdet ihr auf der rechten Seite einen kostenlosen Parkplatz finden.

Falls ihr die Brockenwanderung ab Schierke beginnen wollt, könnte es außerdem eine Möglichkeit für euch sein, in Elend mit der Wanderung zu starten, denn dort sind die Parkgebühren günstiger als in Schierke – und die Wanderung von Elend nach Schierke ist auch ganz schön. :-)

Landkarten

Okay, ich habe vielleicht schon ein paar Spots genannt, aber um ehrlich zu sein ist das nur etwa ein Bruchteil von den Orten und vor allem Wanderungen, die man hier im Harz machen kann. Selbst ich habe bei Weitem noch nicht alles gesehen! Nichtsdestotrotz würde ich euch also auch einfach empfehlen, euch eine Wanderkarte zuzulegen (manche gibst auch im world wide web), in der ein paar Wanderwege verzeichnet sind. Das tolle hier nämlich: Viele der Wanderwege könnt ihr einfach super miteinander kombinieren, abkürzen und erweitern. Insbesondere die Harzer Wandernadel kann ich empfehlen, die führt nämlich immer an wirklich tollen Strecken vorbei.

Und wer jetzt keine Lust bekommen hat auf einen Wanderurlaub im Harz, dem kann ich auch nicht mehr helfen – euch entgeht hier einiges! :-)

Marlena

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