Mein Tagestrip nach Ayutthaya

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(Die drei anderen Überschriften des Posts: Der Tag, an dem ich beinahe einen Mönch umfuhr oder wie ich neben Elefantenkacke parkte oder wie der Sitz im Zug unter mir zusammenbrach) Ja, mein Ausflug nach Ayutthaya war äußerst erlebnisreich. Ayutthaya, die alte Hauptstadt Thailands, stand für mich schon immer ganz weit oben auf meiner „To See“-Liste, insbesondere wegen des von Baumwurzeln umschlungenen Buddhas. Neben diesem sah ich außerdem jede Menge alter Ruinen von Klöstern, Tempeln oder Grabstätten (Chedis). Für mich zählt mein Tag in Ayutthaya zu einem der schönsten Tage in Thailand.

P1010322Los ging es morgens am Bahnhof; anstatt eine viel zu überteuerte Tour mit einem Reiseveranstalter zu buchen, entschied ich mich nämlich dazu, das ganze selbst in die Hand zu nehmen. Das erwies sich als ziemlich gute Idee, an Einfachheit war das ganze nämlich kaum zu unterbieten. Da es bei mir als Europäer nun mal kaum zu übersehen ist, dass ich Tourist bin, wurde ich am Bahnhof direkt von einer (diesmal wirklich) netten Dame angesprochen, die im Tourismusbereich arbeitete und mir erklärte, wo ich mein Zugticket kaufen könne. Das war auch super easy, einfach am Schalter in der Schlange anstellen, dem Herren erzählen, wo du hinmöchtest, zahlen, und schwupps, schon hatte ich mein Ticket – für 20 Baht, umgerechnet also circa 50 Cent. In der dritten Klasse mit Ventilator an der Decke, der nichts brachte, ging meine zweistündige Reise Richtung Ayutthaya dann los.

In Ayutthaya dann angekommen entschied ich mich für eine der coolsten Möglichkeiten, die Stadt zu erkunden: nämlich per Fahrrad. Das zu leihen kostete für den ganzen Tag 50 Baht. Es folgte ein Tag voller Spaß, Schweiß und Rost (TIPP: Natürlich sind das nicht die neuesten Fahrräder, die man da bekommt. Als ich mein Fahrrad eine Brücke hochtragen musste, machte ich mir keine Gedanken und lud das Rad auf meinem weißen T-Shirt ab… nun, danach hatte das T-Shirt ein paar Rostflecken).

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Insgesamt besuchte ich drei verschiedene Tempelruinen: Wat Phra Mathat (hier befindet sich der eingewachsene Buddhakopf), Wat Ratchaburana und Wat Phra Sri Sanphet, an den der Wiharn Phra Mongkhonbophit angrenzt. Das Highlight Wat Phra Mathats war natürlich der eingewachsene Buddhakopf, aber auch der Rest war mehr als beeindruckend. Eine besser erhaltene Anlage bietet jedoch Wat Phra Sri Sanphet, insbesondere mit den größtenteils noch vollständigen Chedis im Eingang des Tempels. Den höchsten Turm findet man wohl in Wat Ratchaburana – den kann man sogar erklimmen und die Sicht über die Ruinen des alten Tempels bewundern (und den Schatten genießen).

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In Ayutthaya setzte ich mich, wenn auch nur per Fahrrad, zum ersten Mal in meinem Leben aktiv mit dem Linksverkehr auseinander – und hätte prompt beinahe einen Mönch umgefahren, oops! Gott (oder in dem Fall eher Buddha?) sei Dank konnte ich in letzter Sekunde aber noch ausweichen und schlimmeres verhindern. Zwar schwitzte ich mich bei über 30 Grad strampelnd zu Tode, aber das war es mir alle Male wert – auch, als ich mein Fahrrad neben Elefantenkacke parkte und das einfach nur super cool fand (ob es in Thailand wohl auch Kotbeutel für Elefantenkacke gibt? Oder glauben die, die Haufen sind groß genug um nicht reinzutreten? :D).

Auf meiner Rückfahrt erlaubte ich mir dann einen Fauxpass, der das ganze Abteil des Zuges unterhielt (jaja, Land des Lächelns, in dem Moment war es das ganz sicher). Theoretisch war mir bewusst, dass dieser Zug nicht so luxuriös und stabil gebaut war, wie eine Deutsche Bahn, praktisch machte ich es mir aber so richtig gemütlich auf dem Sitz, legte meine Beine unter, über, neben und auf die von Marc neben mir, wackelte hin und her… bis das Sitzpolster der Sitzbank einfach aus seiner Halterung rausrutschte und zwei Deutsche Touristen auf dem Boden des Zuges lagen. Das war in dem Moment an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten – nach einigen Sekunden konnte ich aber mit den Thais mit über mich lachen.

Mein Fazit: Ayutthaya ist ein idealer Tagesausflug von Bangkok aus, der sich absolut lohnt! Auf Touren kann man dabei getrost verzichten, denn es ist wirklich unglaublich einfach und kostengünstig, per Zug nach Ayutthaya zu fahren. Viel Spaß!

Meine Tipps, um Ayutthaya so günstig wie möglich zu erkunden:

  • keine Tour von Bangkok aus buchen, sondern einfach zum Bahnhof fahren, an den Schalter gehen und ein Ticket nach Ayutthaya kaufen (Kosten: 20 Baht)
  • in Ayutthaya angekommen dann auch keine Tour buchen, sondern einfach ein Rad mieten, um damit einerseits vom Bahnhof zu den Tempeln und andererseits von einem zum anderen Tempel zu kommen (Kosten: 50 Baht)

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