Unser fulminanter Reiseauftakt – Prag

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Erinnert ihr euch noch an eure erste Reise? Nun, Janna und ich tun es auf jeden Fall. Und ich glaube so eine erste Reise würde niemand vergessen. :D Von Klappmessern im Zug über aufdringliche Hostelbettnachbarn, es war wirklich alles dabei. Aber erst mal der Reihe nach.

Damals, vor fünf Jahren, waren Janna und ich noch ziemlich unerfahren, was das Reisen anging. So buchten wir unsere Zugtickets und reisten mit der Deutschen Bahn nach Prag (für einen Preis, den wir heutzutage für die Strecke vermutlich definitiv nicht mehr zahlen würden :D). Wie bereits erwähnt war aber schon die Hinreise eine echte Herausforderung für uns. Fünf Minuten hinter der tschechischen Grenze ging nämlich ein Mann mit Klappmesser durch den Zug und setzte sich direkt hinter uns!!! Ich hab mich wirklich fast eingeschissen vor Angst und als ich Janna davon erzählte, ging es ihr nicht anders. Insbesondere als Janna noch ein paar Tage zuvor gescherzt hatte „uns wird schon niemand ein Messer in den Rücken stechen“, hahahahahahaha witzig! Also versuchten wir, uns die nächsten Stunden abzulenken, indem wir uns Musik in die Ohren stöpselten und brav mitsangen, um uns zu beruhigen – bloß gut, dass uns gegenüber zwei Asiaten saßen, die die gesamte Zugfahrt filmten… und inzwischen auch uns (ich stelle mir immer, wenn ich an unsere Zeit in Prag denke, vor, wie die Asiaten sich später das Video angucken und alle fragen, wer denn diese zwei Irren sind…, aber hey wir sind schon mal in einem Reisevideo gelandet!)

In Prag angekommen, gab es die nächste Hürde zu bewältigen – Geld wechseln. Für uns war das eine sehr stressige Situation. Danach suchten wir unsere Straßenbahn zu unserem Hostel, das übrigens wirklich sehr zentral (NICHT) lag (So viele Anfängerfehler auf einmal). Aber hey. Das ganze war halb so schlimm, wir wussten zu diesem Zeitpunkt nämlich noch nicht, wer unsere Zimmergenossen waren…

Wir hatten natürlich einen Mixed Dorm gebucht, ist ja nix dabei (ist es eigentlich wirklich nicht, ich mache das immer noch, nur manchmal hat man eben einfach Pech…). Ich schlafe wirklich gerne in Hostels, aber das in Prag war eine echte Härteprobe. Das ganze ist inzwischen schon fünf Jahre her und ich habe die Situation damals schon nicht verstanden, aber wir kamen in unser Zimmer und da waren vier andere Männer im Zimmer: 1. Bazillus, wie wir ihn liebevoll tauften, einen kranken Amerikaner, der nackt schlief, 2. und 3. zwei Spanier, die, wie sich später herausstellte, Italiener waren und 4. irgendein komischer Typ, der mal da war und mal nicht und, wie sich später herausstellte, offenbar gar nicht offiziell in unserem Zimmer schlief – er kam nämlich immer noch wieder, als Bazillus gegangen war und zwei weitere Zimmergenossen vorbei kamen (also irgendwie haben wir mit sieben Leuten im Sechser Zimmer geschlafen). Zwei weitere besagte Zimmergenossen waren dann der Grund, weshalb wir so schnell wie möglich weg wollten: zwei super aufdringliche Franzosen.

Wir könnten das ganze noch weiter ausführen, aber um es kurz und knackig zu machen: Erstens die beiden waren sehr aufdringlich, zweitens lasst euch niemals von euren Zimmergenossen auf einen Drink einladen, denn deren Zimmer ist auch euer Zimmer! Unser panisches „Lass uns einfach verschwinden und auf unser Zimmer gehen“ ging hier nämlich leider nicht so ganz auf – stattdessen blieben wir umso länger auf Toilette und hatten das unglaubliche Glück, dass die beiden in der Zwischenzeit sich überlegt hatten, in eine Ice Bar zu gehen (wir haben natürlich NICHT erwähnt, dass auf dem Flyer stand, dass die an dem Tag geschlossen hatte :D).

Unsere Taktik seitdem war es also, so lange wie möglich in Prag unterwegs zu sein und so wenig Zeit wie möglich im Hostel zu verbringen… nun… es gibt denke ich mal schlechtere Dinge. :-)

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Letztendlich sind wir da irgendwie wieder heile rausgekommen, obwohl die Franzosen immer und immer wieder gesagt haben wie geil sie im Bett sind, dass sie gerade eben im Club Sex mit einer Frau hatten und wir deswegen nur noch mit BH geschlafen haben und die Beine gewaltig zusammengekniffen haben. :D

Unser Erstes Mal war also keine schöne Erfahrung – wie sollte es auch anders sein. :D

Aber hey, wir reisen immer noch!

Egal, wie schlimm es vielleicht in dem Moment war, es hat uns nicht abgehalten und inzwischen lieben wir unsere Prag-Geschichte, erzählen sie nur zu gerne und lachen imme rnoch darüber.

Also, stay adventurous! :-)

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